In einem aktuellen Podcast von Nerdist sprach Bryan Cranston, den viele hauptsächlich als Walter White aus Breaking Bad kennen, über seinen Charakter des Joe Brody in Gareth Edwards' Godzilla und darüber, wie unzufrieden er mit dessen Schicksal sei.

Godzilla - Bryan Cranston mochte nicht, was mit seinem Charakter geschah

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Bryan Cranston hätte sich ein anderes Schicksal für seinen Charakter erwünscht
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ACHTUNG SPOILERGEFAHR: Die folgenden Aussagen Cranstons beziehen sich auf storyrelevante Details. Sollte man den Film noch nicht gesehen haben und nicht gespoilert werden wollen, wäre es ratsam, nicht mehr weiterzulesen.

Der wahrscheinlich größte Twist im letztjährigen Sommerhit Godzilla war wohl das Ableben von Joe Brody, dem von Bryan Cranston dargestellten Wissenschaftler in Regisseur Gareth Edwards' Godzilla. Nicht weiter schlimm, damit starb ja nur mal eben die bis dato vermeintliche Hauptfigur. Was viele Kinogänger enttäuschend fanden, war auch für Cranston nicht leicht zu verdauen.

"Diesen Charakter zu diesem Zeitpunkt sterben zu lassen war ein Fehler", so Cranston. "Ich wusste es, als ich es las. Als ich es las, sagte ich, 'Oh, auf Seite 50, dieser Charakter, der den emotionalen Kern ausmachte, der das Publikum bis an diesen Punkt in der Geschichte führte - er stirbt? Was für eine Verschwendung.'"

Das sei auch sein einziger Kritikpunkt an dem sonst für ihn großartigen Film. Selbst wenn er nicht diesen Charakter gespielt hätte, so Cranston zu den Verantwortlichen, hätte sie nicht an diesem Punkt sterben sollen. Das sei einfach nur eine schlechte Erzählweise. Doch es war bereits zu spät, um noch große Drehbuchänderungen durchzuführen.

"Ich war der letzte, den sie angeheuert hatten, da ich noch Breaking Bad drehte und sie waren bereits am drehen, weil ich noch an Breaking Bad saß. Am Ende war ich dann in der Lage, mit einzusteigen und mitzumachen."

Doch wie hätte das Schicksal von Joe Brody seiner Meinung nach aussehen sollen? "Dieser Charakter hätte mit seinem Sohn sein sollen und sie hätten angefangen, sich einander zu nähern und sie begeben sich gemeinsam auf die Reise zurück, wo er seinem Enkel vorgestellt wird. Gerade dann, als sie wieder Kontakt haben und es so aussieht, als könnten sie wieder ein normales Verhältnis zueinander haben, opfert sich der Vater, um seinen Sohn zu retten. Auf diese Weise hätte er sterben sollen."

Ein heroischer Tod für Walter White, pardon, Joe Brody also? Aber vielleicht war es gerade auch dieser urplötzliche Tod mitten im Film, der so unerwartet kam, dass man sich als Zuschauer der Allgegenwärtigkeit des Todes gewahr wurde? Etwas, was Gareth Edwards vielleicht mit Absicht geplant hatte?

Wie fandet ihr es, dass Cranston so schnell wieder verschwand?