In einem Interview sprachen Regisseur Ivan Reitman und Dr. Raymond Stanz-Darsteller Dan Aykryod über den dritten Ghostbusters, der nie realisiert wurde. Darin wären die Ghostbusters zur Hölle gefahren.

Ghostbusters - Im echten Sequel wären die männlichen Ghostbusters zur Hölle gefahren

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Ghostbusters 2 war der bislang letzte Kinofilm
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Mit Ghostbusters - Die Geisterjäger landete das Kreativteam um Schöpfer Dan Aykroyd einen riesigen Kinohit. Das ist nunmehr über 30 Jahre her. Der Erfolg zog ein ganzes Franchise-System in Form einer Zeichentrickserie, Actionfiguren, Videospielen und mehr nach sich. Mit Ghostbusters 2 folgte 1989 ein Sequel, der nicht mehr an den Erfolg des ersten Films anknüpfen konnte. Seither blieb es ruhig um weitere Filme, obwohl Aykroyd, Harold Ramis und Regisseur Ivan Reitman immer nach einem dritten Teil gestrebt haben. Es dürfte mittlerweile gemeinhin bekannt sein, dass sich vor allem Bill Murray davor gesträubt hat, in einem weiteren Ghostbusters mitzuspielen. Und ohne Murray wollte das Studio keinen Ghostbusters abnicken.

"Er war nie daran interessiert, den zweiten zu drehen", so Reitman. "Er ist wirklich ein Fan von Sequels und wir hatten von Anfang an damit zu kämpfen. Ein paar Mal waren wir nah dran. Bill flirtete immer wieder damit."

Die Fahrt zur Hölle und der endgültige Schlussstrich

"Ich habe ihn nie dafür verurteilt, dass er nicht im dritten Film sein wollte, obwohl ich eine wirklich tolle Rolle für ihn in Hellbent geschrieben hatte, wo die Geisterjäger zur Hölle fahren", so Aykroyd. "Er hat sehr hohe Anforderungen und kann gut Lunten riechen."

Das endgültige Aus kam dann mit Harold Ramis' Tod im Februar 2014. Von da an war klar, dass es die Ghostbusters in der Besetzung, wie man sie liebt, so nie wieder geben könnte. Damit war der Weg frei für einen kompletten Neuanfang, den Regisseur Paul Feig dazu nutzte, die Rollen komplett zu vertauschen. Statt Geisterjäger sehen wir nun Geisterjägerinnen.

"Paul Feig ist wie der George Cukor Hollywoods. Er hat ein Händchen für die Inszenierung weiblicher Darsteller und er weiß, wie man die weibliche Psyche und Empfindsamkeit. In gewisser Hinsicht könnte dieser Film sogar etwas besser als die ersten beiden Filme werden, da sie mehr herausholen können - die CG-Effekte könnten besser sein. Aber wisst ihr, es könnte auch mehr Humor dabei sein. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich gesehen habe", versichert Aykroyd.

Doch das bedeutet nicht, dass es die alten Haudegen nicht mehr zu sehen geben wird. Tatsächlich haben alle Darsteller bis auf den verstorbenen Ramis und Rick Moranis einen Cameo-Auftritt im neuen Ghostbusters. Und Aykroyd habe noch immer Hoffnung auf eine echte Fortsetzung, jetzt da Murray für das Cameo zurückkam.

Paul Feigs Ghostbusters-Reboot mit weiblicher Besetzung in Form von Kristen Wiig, Melissa McCarthy, Kate McKinnon und Leslie Jones startet voraussichtlich am am 28. Juli 2016 in den Kinos.