Man nehme das Los Angeles der 50er Jahre, gebe einen ebenso skrupellosen wie mächtigen Mafiaboss, korrupte Bullen, eine Wagenladung Maschinengewehre, hübsche Frauen und eine Mannschaft aus unerschrockenen Männern hinzu – und heraus kommt ein erstklassiger Gangsterfilm. Wenn man die Rollen dann auch noch mit etlichen erfolgsversprechenden Hollywoodstars besetzt, kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen.

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Erfolgsrezept

Und das Rezept von Regisseur Ruben Fleischer („Zombieland“) und dem ausführenden Produzenten und Autoren Paul Lieberman geht auf. Als Vorlage für den Film diente Liebermans Sachbuch „Gangster Squad“, das die „Schlacht von Los Angeles“ zwischen der Polizei und Mickey Cohens Gangsterbande von Mitte der 1940er-Jahre bis zum Ende der 1950er schildert. Will Beall, der einst als Detective für das LAPD gearbeitet hat, schrieb das Drehbuch.

Neben Oscar-Preisträger Sean Penn als Mickey Cohen konnten Josh Brolin, Ryan Gosling und Nick Nolte als Cohens Gegenspieler gewonnen werden. Emma Stone spielt die hübsche Frau zwischen den Fronten.

Inspired by a true story

Wir befinden uns im Jahr 1949 in Los Angeles. Gangsterboss Mickey Cohen ist auf dem Höhepunkt seiner Macht: Er beherrscht die Stadt und sahnt bei allen illegalen Geschäften ab. Egal ob Drogen, Waffenhandel oder Prostitution – Mickey hat überall seine Finger im Spiel und die Bevölkerung ist machtlos. Denn ihm untersteht nicht nur die von ihm bezahlte Schlägergruppe, auch Polizei und Politiker tanzen nach seiner Pfeife.

Nur Sgt. John O’Mara (Josh Brolin) ist aus anderem Holz geschnitzt und kämpft weiterhin vehement für Gerechtigkeit. Das bleibt natürlich nicht unbemerkt: Chief Parker (Nick Nolte) sieht durch O’Mara endlich die Chance gekommen, Mickey Cohen das Handwerk zu legen. Dazu soll er ein geheimes Einsatzkommando – die „Gangster Squad“ – um sich scharen, um Cohens Geschäfte platzen zu lassen und letztendlich den Gangsterboss dingfest zu machen. Doch dazu können sie nicht mit gewöhnlichen und legalen Mitteln vorgehen, sondern müssen Feuer mit Feuer bekämpfen.

Gangster Squad - Knallhart und verführerisch

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Feuer mit Feuer bekämpfen: Nur ein bisschen wie "Ocean's 14".
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Ocean‘s 14

Anders gesagt: Auch die Cops müssen skrupellos sein und über Leichen gehen. Es werden keine Gefangenen gemacht, sondern alle, die sich ihnen in den Weg stellen, werden mit vollem Körpereinsatz in die Knie gezwungen oder blitzschnell im Kugelhagel niedergestreckt.

Dafür stellt O’Mara mit Hilfe seiner toughen Frau, die nicht tatenlos bei O’Maras selbstgewähltem Todesurteil zusehen kann, ein Team aus den unterschiedlichsten Gesetzeshütern zusammen, die wegen ihrer Aufsässigkeit oder Vorgehensweise Außenseiter sind: raubeinige Pistolenschützen, Messerwerfer oder Technik-Genies. Dieser Part erinnert an die Ocean‘s-Filme, als Danny Ocean ein vielseitiges Verbrecherteam für einen Casinoraub benötigt.

Genre-Variationen

Und auch bei „Gangster Squad“ gibt es verschiedene Etappen, die von dem Einsatzkommando bewältigt werden müssen, um das Ziel zu erreichen: Mickeys Geschäfte müssen überwacht, der Drogenhandel aufgemischt und seine Bande ausgedünnt werden. Diese Szenen versprechen viel Spannung und Action, die der Zuschauer durchweg geliefert bekommt. Eine rasante Verfolgungsjagd geht schnell über in eine wilde Schießerei und auch blutige Faustkämpfe kommen nicht zu kurz.

Packshot zu Gangster SquadGangster Squad

Alles bleibt immer im Stil der 50er Jahre, von den tollen Kostümen über die Kulissen, den Shows, den Waffen und Autos bis hin zur kompletten Atmosphäre, die von Ruben Fleischer wunderbar eingefangen wird. „Das war eine spannende Epoche – die Nachkriegszeit war vom eleganten Art Deco geprägt, die Stadt erfand sich neu und wuchs unaufhörlich“, so Fleischer.

Danny Ocean hätte diese Jungs nicht gerne als Gegenspieler! Denn die Gangster Squad zieht keine Samthandschuhe an.Fazit lesen

Produzent Dan Lin fügt hinzu: „Ruben wollte das Genre variieren, indem er die moderne Ästhetik des Filmemachens einbringt und sie im historischen Ambiente anwendet. So bekommt die Story einen aktuellen Aspekt, obwohl sie in einer Zeit spielt, als die Guten noch wie Gangster agieren mussten, um einen Gangster auszuschalten.“ Diese Genre-Variationen sind natürlich bemerkbar, stören aber keineswegs, sondern bereichern den Film.

So hat man zwar das Gefühl, einen klassischen (oder „altmodischen“) Gangsterfilm zu sehen, dieser präsentiert sich jedoch mit gegenwärtiger Technik eindrucksvoll und spannend inszeniert, sodass zu keiner Zeit Langeweile aufkommt.

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Souverän wie immer: Ryan Gosling.
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Ebenso begeistern die schauspielerischen Leistungen des Ensembles. Allen voran Oscarpreisträger Sean Penn, dessen Rolle als exzentrischer Gangsterboss, der die Öffentlichkeit und seine eigene Inszenierung liebt, gerade dazu einlädt, von einem bemerkenswerten Charakterdarsteller voll ausgespielt zu werden.