Mit der Stephenie-Meyer-Verfilmung „Seelen“ gibt es wieder mal eine Science-Fiction-Geschichte mit einer schleichenden Invasion. Hier sind es nicht allmächtige Raumschiffe und riesige Armadas, die die Menschen dezimieren. Die Übernahme ist dezenter, findet im Unscheinbaren statt, ist plötzlich da und abgeschlossen, ohne dass es die Öffentlichkeit merken würde. Und dennoch ist es ungleich gruseliger. Im Kampf zu sterben, ist eine Sache, mitzuerleben, wie der eigene Körper von einer Alien-Entität übernommen wird, eine gänzlich andere.

Wir befassen uns darum in dieser Top Ten mit den Körperfresser-Filmen, aber auch jenen, in denen die Außerirdischen gleich selbst in menschlicher Gestalt kommen und die Gesellschaft unterwandern. Die großen Spektakel á la „Independence Day“ haben hier nichts zu suchen, vielmehr sind es die Filme, die in der Tradition des Klassikers „Die Dämonischen“ stehen. Außen vor bleiben auch Filme, in denen einzelne Aliens kommen, man aber nicht von einer Invasion sprechen kann wie z.B. „Das Ding aus einer anderen Welt“ oder „The Hidden“.

Obschon dies ein überschaubares Subgenre ist, gibt es einige Highlights – und noch viel mehr Enttäuschungen. In den letzten Jahren waren das vor allem „The Astronaut’s Wife“ mit Johnny Depp und „Invasion“ von Oliver Hirschbiegel.

Im Fernsehen wird das Thema übrigens auch immer wieder gerne aufgegriffen. Mit „Invasion von der Wega“, „Krieg der Welten“ und „First Wave“ gibt es gleich drei Serien, die ein paar Jahre überdauert haben.

10. Schnecken auf’m Rücken

Puppet Masters (1994)

Als Film ist „Puppet Masters“ der Nachfolger zahlreicher Körperfresser-Stoffe, der Roman von Robert Heinlein ist jedoch der Vorgänger von allem, wurde er doch schon 1951 publiziert. Da man sich zu Beginn der 90er Jahre jedoch darüber im Klaren war, dass die Zuschauer schon allerhand Body-Snatcher-Filme gesehen haben, versuchte man, direkt in die Handlung einzusteigen. Es dauert nur etwa zehn Minuten, bis allen Figuren klar ist, dass Außerirdische begonnen haben, menschliche Körper zu übernehmen. Es ist im Grunde so, als hätte man bei dem Film den ersten Akt herausgekürzt und würde sofort in den zweiten Akt einsteigen.

Das Problem dabei ist, dass die Figuren einigermaßen ungreifbar und uninteressant bleiben. Für den zehnten Platz reicht es aber, weil der Einstieg in den Film klasse ist. Die Geschichte selbst bietet nicht viel Neues (Mitglieder der CIA versuchen, die Invasion der außerirdischen Schneckenwesen, die sich am Rücken ihrer Opfer festsaugen und sie kontrollieren, zu verhindern), der Rest des Films auch nicht. Wie cool hätte das alles werden können, wenn die Macher beim Mittelteil und Finale ähnlich mutig wie beim Einstieg gewesen wären?

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