Halloween ist wieder da – und wer nicht auf Partys abhängt, kann den Abend so verbringen, wie sich das gehört. Stilecht mit Horrorkost im DVD- bzw. Blu-ray-Player. Im letzten Jahr hatten wir euch schon zehn Filme ans Herz gelegt, mit denen man für Jung und Alt einen gelungenen Halloween-Marathon abhalten kann. In diesem Jahr wollen wir da nicht nachstehen und haben uns Gedanken gemacht, welche Perlen sich fürs gepflegte Gruseln lohnen.

Wie schon 2012 wollten wir dabei großteils auf die altbekannten Klassiker verzichten, die beinahe jeder kennt oder von denen jeder zumindest schon mal gehört hat. Ein paar Überraschungen soll es schließlich auch geben. Darum haben wir auch tief in unserer Erinnerung gegraben, um Filme zu finden, die nicht nur perfekte Halloween-Unterhaltung darstellen, sondern auch als echte Perlen gelten, die es verdienen, wiederentdeckt zu werden.

10. Die Ratten kommen

Die Nacht der unheimlichen Bestien (1959)

Auf einer Insel sitzen einige Menschen fest. Wissenschaftler haben hier Experimente vorangetrieben, herausgekommen sind Monstrositäten: hundegroße Nagetiere, die nach Fleisch gieren.

Mit einer Laufzeit von 66 Minuten hat der Film kein Gramm Fett. Er bewegt sich rasant und auch nach 50 Jahren kann man ihm in Sachen Spannung keine Vorwürfe machen. Bei der Darstellung des farbigen Maats gilt schon eher das Gegenteil. Aus heutiger Sicht stößt die Art, wie sowohl der Farbige als auch der Mexikaner Mario dargestellt werden, unangenehm auf.

Sieht man vom latenten Rassismus des Films ab, erweist er sich praktisch als eine Blaupause für George A. Romeros „Night of the Living Dead“. Die Umstände sind sehr ähnlich: Sieben Menschen in einem isolierten Haus, umgeben von Monstern, die nach Fleisch gieren. Für die, die gefressen werden, dürfte es dabei nebensächlich sein, ob von Zombies oder Riesenratten. Beide Filme unterscheiden sich jedoch bei der Darstellung des Farbigen. Wo er hier Kanonenfutter ist, ist er knapp zehn Jahre später bei Romero der Held der Geschichte.

Die Angriffe der Riesenratten sind effektiv umgesetzt. Für Nahaufnahmen benutzte man Modelle, die auch dadurch, dass sie zumeist durch Latten des Zauns oder Wandmaterial verdeckt sind, überzeugend aussehen. Bei Totalen der herumstreunenden Ratten musste man anders vorgehen: Man verkleidete Hunde. Das sieht nicht wirklich überzeugend aus - die Beine sind eben nicht die einer Ratte -, aber der Trashgehalt dieser Umsetzung ist auch nicht zu unterschätzen.

Ein paar Szenen sind freilich angestaubt, so etwa der Konflikt zwischen Thorne und Jerry, die extrem schnell vom Stapel gelassene Liebelei zwischen Thorne und Ann und natürlich das Ende auf dem Boot. Hervorragend ist hingegen die Idee, wie Thorne, Ann und ihr Vater vom Haus bis zum Boot kommen.

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