Manchmal würde man sich wünschen, dass Hollywood erkennt, wann es Zeit ist, Schluss zu machen. Stattdessen wird Fortsetzung über Fortsetzung produziert, und das auch dann noch, wenn längst schon nichts Gutes mehr zu erzählen ist. So gibt es einige abgrundtief schlechte Sequels zu wirklich guten Filmen. Das ist dann sozusagen das Alpha und Omega der Filmkunst, das Exzellente und das Miese, das Unterhaltssame und das Fade, und das alles unter dem Banner einer Filmreihe.

Dies sind die unserer Meinung nach schlechtesten Sequels aller Zeiten, aber bei der puren Masse kann man ja nie alles abdecken. Darum: Welche Sequels fandet ihr denn grottenschlecht?

10. Abgesoffen

Der weiße Hai IV – Die Abrechnung (1987)

Dieser Film trug das Franchise zu Grabe. Oder besser: Er versenkte es. Was hier abgeliefert wurde, spottet jeder Beschreibung. Der Film ignoriert einfach den dritten Teil (der auch mies ist, schon klar). Die Figurenentwicklung von Michael und Sean ist eine gänzlich andere als in diesem Film, selbst ihre Profession ist gänzlich anders. „Der weiße Hai IV – Die Abrechnung“ tut geradewegs so, als hätte es den 3-D-Film nie gegeben.

Das wäre aber noch einigermaßen zu verkraften. Was diesen Film zum unglaublichen Heuler werden lässt, ist die Idee, dass ein Hai Rache an einer Familie üben will. Dabei lässt der Film auch die Frage offen, warum dem so ist, denn dieser Hai muss ja ganz offenbar ein anderer sein als die aus den ersten Filmen, da die allesamt starben. Könnte es also der Bruder oder Schwippschwager eines der toten Haie sein, der nun die Bahamas-Gewässer unsicher macht und auf Brody-Hatz geht?

Möglich wär’s. Wahrscheinlicher ist aber, dass man sich einfach gar keine Gedanken gemacht hat (im Gegensatz zu Hank Searls, der bei der Romanadaption noch einen Subplot hatte, der davon erzählte, dass ein Voodoo-Priester einen Groll gegen die Brodys hegt und den Hai als Werkzeug für seine Rache benutzt; eventuell ein Element des Drehbuchs, das im Film nicht aufgegriffen wurde).

Dass es zudem noch eine Art psychischer Verbindung zwischen dem Hai und Ellen Brody gibt, setzt dem Ganzen die Krone auf. Sinn ergibt das nicht, egal, wie man die ganze Chose dreht und wendet. Ach ja, technisch gesehen ist der Film auch absoluter Bodensatz.

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