In den letzten Jahren mussten die Vampire etwas zurückstecken, wenn man davon absieht, dass die Glitzervariante von „Twilight“ immens erfolgreich war. Ansonsten wurden die Blutsauger aber von den Zombies überrannt, die große Vampirfilmwelle gab es schon lange nicht mehr. Neu ist nun Jim Jarmushs „Only Lovers Left Alive“, der aber eher Arthausdrama denn Horrorfilm ist, und auch Neil Jordan hat sich mit „Byzantium“ des Genres wieder angenommen.

Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht, was die zehn besten Vampirfilme sein könnten. Die Auswahl ist dabei reichlich, sodass auch viele Highlights unter den Tisch fallen müssen. Einerseits große Klassiker wie die Dracula-Verfilmungen mit Bela Lugosi und Christopher Lee, die als Filme schwächeln, aber von den charismatischen Darstellungen der beiden Stars leben, andererseits kleine Perlen wie „Sundown“ (mit Vampiren, die in einem Wüstenkaff ein normales Leben leben).

Ziel war es dabei auch, die unterschiedlichen Erzählströme des Vampirfilms abzudecken, die ernsthaften wie die lustigen, die zurückhaltenden wie die actionreichen, die neuen wie die alten.

Das ist sie nun, die Top Ten der besten Vampirfilme. Teilt uns mit, welche Vampirfilme für euch zu den Highlights des Genres gehören!

10. Mensch oder Vampir?

Martin (1977)

Eine höchst eigenwillige, aber faszinierende Vampir-Geschichte erzählt George A. Romero, der vor allem mit seinem nihilistischen Zombie-Meisterwerk „Night of the Living Dead“ bekannt geworden war. Romero ging dabei nicht den leichten Weg und erzählte einfach eine normale Vampir-Geschichte, sondern führte seinen „Helden“ Martin als einen gestörten jungen Mann ein, der Frauen tötet und ihr Blut trinkt, weil er glaubt, ein Vampir zu sein.

Demselben Glauben hängt auch sein Onkel nach, bei dem er wohnt. Romero lässt den Zuschauer über die ganze Lauflänge des Films im Unklaren, ob Martin nun wirklich ein Vampir ist oder einfach ein Opfer seiner eigenen Wahnvorstellungen wurde. Diesen Eindruck verstärkt der Regisseur und Autor noch, indem er immer wieder in schwarzweißen Szenen zeigt, wie sich Martin selbst als Vampir sieht.

Ein Werk, dessen rohe Kraft den Zuschauer auch heute noch in den Bann zieht und nicht nur als Vampirfilm, sondern auch als Psychogramm eines Serienkillers funktioniert.

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