„John Carter“ schickt sich gerade an, der größte Flop aller Zeiten zu werden. Disney rechnet mit Verlusten von 200 Millionen Dollar, womit sich der tatsächlich sehr gute Film als Dollargrab erweisen würde. Im Verlauf der Filmgeschichte gab es jedoch schon einige verheerende Flops. Manche wie „Die Piratenbraut“ haben sogar ganze Studios beerdigt.

Andere gelten gemeinhin als Flop, waren es aber eigentlich nie, so z.B. „Waterworld“, der an der Kinokasse tatsächlich noch ein Defizit verbuchte (264 Millionen weltweites Einspiel gegenüber 175 Millionen Dollar Produktionskosten), aber auf lange Sicht und mit allen Auswertungsschienen kleine Profite eingebracht hat.

Generell besser geht es phantastischen oder Action-Filmen, die eine langlebigere Auswertungskette haben, so dass etwa Streifen wie „Last Action Hero“ oder „Batman und Robin“ auf lange Sicht tatsächlich auch Profite generiert haben. Andere Filme waren einfach in den USA nicht besonders erfolgreich, brachten es aber international auf beachtliche Einspielergebnisse, etwa „Der letzte Kompass“ (70 Millionen in USA, aber 302 Millionen im Rest der Welt).

Das Problem dabei? Das internationale Geld floss nicht in Studio-Hände, denn der Film war schon vorab für feste Gebühren an verschiedene Anbieter auf den internationalen Märken verkauft worden. Darum gab es auch nie ein Sequel.

Aber ohne weitere Umschweife hier nun die zehn größten Flops aller Zeiten inklusive des Budgets, des Einspiels und Verluste.

10. Unter dem Radar

STEALTH – UNTER DEM RADAR (2005)

Budget: 170.800.000 Dollar
Weltweites Einspiel: 76.932.872 Dollar
Verlust: 93.867.128 Dollar
Inflationsbereinigter Verlust: 111.700.123

Rob Cohens Actionfilm um eine künstliche Intelligenz, die einen Kampfjet steuert und sich anschickt, den Dritten Weltkrieg auszulösen, zeigt, was schiefgehen kann, wenn man aus einem cleveren Teenie-Stoff wie „Wargames“ einen Actionfilm machen will. Die Grundidee beider Filme ist gleich, „Stealth“ hat jedoch das Problem, dass er zu sehr nach Schema F aussieht.

Umso bedauerlicher, da Autor W.D. Richter als Regisseur mit „Buckaroo Banzai“ filmischen Irrsinn und als Autor mit „Big Trouble in Little China“ ein herrlich abstruses Action-Garn verantwortete. Bei „Stealth“ ging jedoch alles schief: Regie, Drehbuch, Schauspieler, selbst die Effekte – alles mager.

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