Wer kennt das nicht? Man sitzt an Weihnachten herum, die Geschenke sind ausgepackt, die Festtagsgans gegessen und im Fernsehen läuft nur Kitsch pur. OK, zu später Stunde gibt’s meist auch noch ein paar brutale Actionfilme, aber die haben nur selten weihnachtlichen Bezug. Wenn man aber schon in die Glotze gaffen will, dann kann es doch ruhig etwas Weihnachtliches sein, bei dem man sich nicht gleich die Augen auskratzen will.

Was bietet sich also mehr an, als weihnachtlichen Horror in die Bude zu bringen? Doch eigentlich nichts, verbindet man dabei doch das Traditionelle mit dem Unterhaltsamen. Wir haben uns umgesehen und präsentieren euch die zehn besten Filme für das etwas andere Weihnachtsfest.

10. Armee der Weihnachtsmänner

Rare Exports (2010)

Es waren zwei Kurzfilme, die dafür sorgten, dass die Finanzierung für „Rare Exports“ gesichert werden konnte. Die von Jalmari Helander gestalteten Kurzfilme erwiesen sich als YouTube-Hits und waren viel versprechend genug, damit ein Finanzier bereit war, auch eine Langversion des Films zu unterstützen. Erzählt wird davon, wie einige Finnen mitten im Nirgendwo auf einen nackten alten Mann stoßen: der Weihnachtsmann. Aber er ist kein netter Geselle, sondern ein mörderisches Monster. Und er ist nicht allein.

Der alte, dreckige Mann hat einen Blick drauf, der dazu angetan ist, das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Aber aus der offensichtlichen Bedrohlichkeit dieser Kreatur holt der Film zu wenig heraus. Das soll nicht heißen, dass „Rare Exports“ nicht einiges hätte, was für ihn spricht. Er gefällt auch, weil er sich ein wenig wie Gruselkino für Kids anfühlt, was sicherlich daran liegt, dass die Hauptfigur ein kleiner Junge ist. Vielleicht ist es auch diesem Umstand geschuldet, dass der Film weniger auf Spannung und mehr auf Atmosphäre setzt.

Der Epilog des Films verdeutlicht dann auch, was es mit dem Titel auf sich hat. Wer die Kurzfilme schon kennt, der weiß es ohnehin. Wer sie nicht kennt, den erwartet mit dem Epilog die mit Abstand lustigste Szene des Films, die aber auch ein wenig das Gefühl aufkommen lässt, dass man bei einem Witz knapp 80 Minuten warten musste, bis die Pointe kommt.

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