Geisterfilme sind seit ein paar Jahren wieder im Trend. Das ist vor allem Paranormal Activity zu verdanken, auch wenn sich hier die Geister scheiden. Die einen finden die Reihe unendlich gruselig, die anderen einfach nur grausam langweilig. Und doch sind sie Teil einer Renaissance des Spukfilms, der nach einer Weile deftigen Splatters wieder Zuschauer findet.

Im Heimkinobereich kann man sich an The Innkeepers erfreuen, im Kino über Apparition ärgern oder mit Sinister zumindest passable Genre-Kost sehen. Aber in der langjährigen Geschichte des Geister- und Spukhausfilms gab es einige phantastische Highlights, darunter offensichtliche Kandidaten und kleine Überraschungen.

Viele hervorragende Titel haben es nicht in die Top Ten geschafft – man muss bei nur zehn Filmen einfach eine knallharte Auswahl treffen, der dann auch solch Klassiker wie „Der unheimliche Gast“ (1944), „Amityville“ (1979), „Shining“ (1980), „The Entity“ (1981), „House“ (1986), „Die phantastische Reise ins Jenseits“ (1988), der koreanische „A Tale of Two Sisters“ (2003) oder „Zimmer 1408“ (2007) zum Opfer gefallen sind. Aber nun in medias res : die zehn besten Geisterfilme aller Zeiten.

10. Die Angst reist mit

Insidious (2010)

Die Geschichte erscheint altbekannt, aber es ist die Umsetzung, die zählt. Die „Saw“-Macher James Wan und Leigh Whannell erzeugen hier mit sehr geringen Mitteln - der Film spielt praktisch nur innerhalb von zwei Häusern – eine Aura des Bedrohlichen.

Eine Familie zieht in ein neues Haus, das scheinbar verflucht ist. Besonders hat die Geisterpräsenz es auf den Sohn der Familie abgesehen. Als die Familie schließlich umzieht, scheint sich alles zu normalisieren. Doch der Geist ist ihnen gefolgt, denn es ist nicht das Haus, auf das er fixiert ist.

Insidious“ lebt von der unerklärlichen Angst vor dem Unbekannten, der Furcht vor dem, was sich in dunklen Schatten aufhalten könnte. Dabei generiert der Film ein paar gruselige Szenen, die eine solch unheimliche Atmosphäre erzeugen, dass sie körperlich spürbar wird und sich die Nackenhaare aufstellen.

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Zugleich nimmt die Handlung ein paar Wendungen, die durchaus ungewöhnlich sind. Im besonderen Maße gilt das für das Finale, das mit Erwartungen spielt, dann jedoch in eine gänzlich andere Richtung geht.

Das Ergebnis ist ein Film in der Tradition solcher Klassiker wie „Bis das Blut gefriert“ oder „Poltergeist“, nur in gewisser Weise deutlich direkter und für den Zuschauer erlebbarer. Dies ist der Stoff, aus dem die Alpträume sind.

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