Klischees sind per se nichts Schlechtes. Tatsächlich sind sie sogar etwas Gutes. Denn Klischees sind nichts anderes als erprobte Story-Mechanismen, die funktionieren. Natürlich nerven sie, wenn man schon ein- bis zweihundert Filme eines Genres gesehen hat, aber man darf nie vergessen, dass ein jeder Film immer auch der erste für irgendjemanden ist.

Es ließe sich argumentieren, dass der Horrorfilm noch stärker auf Klischees setzt, als das bei anderen Genres der Fall ist. Manche Spielarten des Genres sind praktisch nichts anderes als eine Klischee-Sammlung, so vor allem Slasher- oder Backwoods-Filme.

Aber auch abseits der maskierten und degenerierten Killer folgt man immer wieder gängigen Mustern. Sollte man sich jemals in einer Situation wiederfinden, die einem Horrorfilm gleicht, könnte es Sinn ergeben, den Klischeefallen zu entgehen…

10. Aus der Gruppe ausscheren

Im echten Leben weiß man eins: In größerer Menge ist die Gefahr kleiner. Warum alleine durch den dunklen Wald oder den düsteren Keller schlurfen, wenn man es auch zu zweit oder dritt machen kann? Klar, wenn man alleine ist, lässt sich das nicht ändern. Aber in Horrorfilmen sind die Opfer selten allein. Was sie jedoch sind, ist strunzdumm.

Irgendeine Leuchte hat immer die grandiose Idee, sich zu trennen, um so bei der Suche (nach dem Ausgang, den verschwundenen Freunden, dem Killer, was-auch-immer…) mehr Fläche abdecken zu können. Dass man so dem Killer alleine in die Arme läuft, wird dabei schnell vergessen.

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