20 Jahre nach dem ersten Kinoeinsatz kehren Steven Spielbergs Dinosaurier 2013 wieder in die Kinos zurück – diesmal jedoch in 3-D. An einem vierten Teil der „Jurassic Park“-Reihe wird auch gearbeitet. Grund genug also, einen Blick zurückzuwerfen und sich anzusehen, was die zehn besten Dinosaurierfilme sind.

Eine entsprechende Auswahl zu finden, ist dabei alles andere als leicht. Nicht, weil es solche Massen an großartigen Filmen gäbe, sondern weil das meiste sich im Mittelfeld abspielt, um nicht zu sagen, zum filmischen Bodensatz gehört. Ein paar Highlights hat aber auch dieses merkwürdige Genre zu bieten, das im nächsten Jahr immerhin sein 100. Jubiläum feiert, da Winsor McCays „Gertie the Dinosaur“ 1914 das Laufen lernte.

Dennoch gibt es durchaus mehr als zehn Filme, die für eine Top Ten in Frage kämen, aber es eben haarscharf nicht mehr geschafft haben, z.B. „Baby – Das Geheimnis einer verlorenen Legende“ (1985), in dem im Hier und Heute ein Dinosaurierbaby gefunden wird. Das ist etwas kitschig, die Effekte sind jedoch bemerkenswert. Eher für Kinder ist Don Bluth‘ bezaubernder Zeichentrickfilm „In einem Land vor unserer Zeit“ (1988), dem zahlreiche Sequels folgten.

Als Trash-Perle muss hingegen die Roger-Corman-Produktion „Carnosaur“ (1993) dienen, der aber deutlich mehr Spaß macht als seine Fortsetzungen. Nun jedoch ohne weiteres Aufhebens zu den zehn besten Dinosaurierfilmen. Wer andere Favoriten hat, möge davon Gebrauch machen, in den Kommentaren davon zu berichten.

10. Das von der Zeit vergessene Land

Caprona (1975)

„Caprona“ ist ein fabelhafter Film, der Edgar Rice Burroughs’ Geschichte höchst ansprechend umsetzt. Im Jahr 1975 waren die Spezialeffekte hervorragend. Und auch heute noch können sie gefallen, wenn man keine CGI-Perfektion erwartet. Dabei ist es nicht nur die rosarote Nostalgie-Brille, die den älteren Semestern unter den Zuschauern helfen wird, diesen Fantasy-Reigen auch fast vier Jahrzehnte nach seiner Entstehung zu genießen. Es ist die wunderbar dargebotene Unschuld der Geschichte, die frei von Zynismen jeder Art ein phantastisches Abenteuer erzählt, bei dem selbst gestandene Männer wieder Kinder mit großen Augen sein dürfen.

Doug McClure ist ein hervorragender Actionheld, was sich in der deutschen Fassung noch mehr ausprägt, da ihm Thomas Danneberg, der später Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone sprechen sollte, seine Stimme leiht. Was „Caprona“ auszeichnet, ist der naive Glaube an vergessene Länder und sagenhafte Welten, die es auf der Erde gibt. In heutiger Zeit, in der ein jeder Quadratzentimeter des Globus erforscht ist und es keine weißen Flecken mehr auf der Landkarte gibt, ist ein solcher Stoff umso faszinierender, regt er doch die Phantasie an, darüber nachzudenken, was sein könnte.

Das Ende ist immens düster ausgefallen, was auch dazu beiträgt, dass der Film nachhaltige Wirkung besitzt. Ein Happyend ist es nur bedingt. Perfekt ist es auch, weil es die Tür für eine Fortsetzung offen ließ. Die gab es 1977 mit „Caprona II“.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: