Bis die finale und achte Staffel der Erfolgsserie Game of Thrones über die Mattscheiben flimmert, wird es noch einige Monate dauern. Doch schon jetzt wird den Fans der Mund wässrig gemacht mit der Aussage, dass die Schlacht mit der Armee der Toten selbst die Schlacht der Bastarde wie eine Kinderparty aussehen lassen soll. Und ursprünglich war angedacht, das Finale in Form einer kompletten Filmtrilogie à la Herr der Ringe enden zu lassen.

Die Schlacht der Bastarde soll im Vergleich zur finalen Schlacht der achten Staffel wie ein Kindergeburtstag wirken

Die Schlacht der Bastarde in der sechsten Staffel zur HBO-Serie Game of Thrones, in der sich Jon Schnee und Ramsay Bolton gegenüberstanden und um Winterfell kämpften, gilt als eine der Höhepunkte der gesamten Serie. Und sie stellt eine Superlative in der Geschichte der Fernsehproduktionen dar: Über 500 Statisten, über 600 Crewmitglieder, 65 Stuntmen und Stuntwomen sowie vier Kamerateams waren an der Schlacht in dieser Episode beteiligt, deren Dreharbeiten 25 Tage in Anspruch nahmen. Und mit 30 Millionen Dollar Produktionskosten soll sie die teuerste einzelne Episode einer TV-Serie aller Zeiten sein.

Und wenn man den Berichten glauben darf, erwartet die Fans in der finalen Staffel eine Schlacht bar jeden Vergleichs: 55 Tage sollen die Dreharbeiten an einer Schlacht angedauert haben, besser gesagt, 55 Nächte. Und dabei soll es sich nur um die Arbeiten an den Outdoor-Szenen außerhalb von Winterfell gehandelt haben. Sprich, die tatsächliche Anzahl an Drehtagen für die gesamte Schlacht liegt weit darüber. Wenn das nicht nach einer epischen Begegnung schreit? Immerhin wird es sich dabei um die Schlacht mit der Armee der Toten handeln. "Es ist brutal", so Peter Dinklages Kommentar. "Es lässt die Schlacht der Bastarde aussehen wie ein Themenpark."

Laut den Informationen handelt es sich bei dieser Schlacht zudem um die langanhaltendste jemals in einem Film und in einer TV-Serie. Also auch länger als jede Schlacht in irgendeinem Herr der Ringe- oder Hobbit-Streifen. Peter Jackson, zieh dich warm an! Der Clou bestehe darin, dass der Fokus inmitten der Schlacht laufend zwischen den einzelnen Handlungssträngen der Charaktere springe. "Einfach nur die größte Schlacht zu haben, hörte sich nicht interessant an", so David Benioff, der gemeinsam mit D.B. Weiss als Showrunner dient. "Eigentlich hört es sich sogar langweilig an. Teil der Herausforderung war es demnach, das Ganze fesselnd zu gestalten. Wir haben von Anfang an darauf hingebaut: Die Lebenden gegen die Toten. Und das kann man nicht in einer zwölfminütigen Sequenz abhandeln."

Filmtrilogie als Abschluss?

Und noch ein weiteres Detail dürfte Fans aufhorchen lassen: Ursprünglich dachten die Produzenten doch tatsächlich darüber nach, statt einer letzten Staffel mit zehn Episoden direkt drei Filme mit jeweils zwei Stunden Laufzeit zu produzieren und diese dann als Trilogie à la Herr der Ringe im Kino laufen zu lassen. Ein Milliarden-Einspiel an den weltweiten Kinokassen wäre ihnen sicher gewesen. Es heißt, dieses Vorhaben soll zunächst die einzige Möglichkeit gewesen zu sein, das Geld und die Zeit zu erhalten, um das große Finale produzieren zu können. "Wir hätten das Ganze mit einer epischen Fantasy-Geschichte beendet, aber mit einer gewissen Vertrautheit und Einblicken in die Charaktere, die es so normalerweise bei einem Zwei-Stunden-Film unmöglich gäbe", so Weiss.

Allerdings war das produzierende TV-Studio HBO dagegen. Immerhin läuft Game of Thrones als Bestandteil ihres Streaming-Angebots. Zwar wurde Benioff und Weiss schließlich verwehrt, eine Trilogie zu produzieren, ihnen wurden dafür allerdings die Mittel bereitgestellt, die achte Staffel ganz nach ihren Vorstellungen fertigzustellen - quasi einen Sommer-Blockbuster im TV-Format zu kreieren. Und wenn allein die Produktionskosten für die riesige Schlacht in dieser Staffel weit über die 30 Millionen für Schlacht der Bastarde hinausgeht, kann man nur mutmaßen, wie teuer die gesamte finale Staffel wohl sein dürfte.

Die finale Staffel erscheint 2019.