"Passend zum Thema ähnelt Frisch gepresst dem Anblick einer Frau in den Wehen: Es schmerzt beim Zusehen und man möchte einfach nur den Saal verlassen." - Kim Reichard

Es gibt Filme, die sind so unnötig wie Fußpilz. Sie kommen und sie gehen wieder, ohne bleibende Spuren hinterlassen zu haben. Ein solcher Film ist eben auch die romantische Komödie „Frisch gepresst“, die weder sonderlich lustig, noch sonderlich innovativ ist. Regisseurin Christine Hartmann kümmert sich wenig um ihre Figuren, sodass sich diese viel mehr mit dem Charisma einer Tupperdose als oberflächliche und eindimensionale Platzhalter durch die Szenen bewegen.

Die charakterlichen Zuschreibungen der Hauptfiguren (die tollpatschige Heldin, der gefühlskalte Macho und der liebevolle Waschlappen) werden höchstens angerissen, aber nicht konsequent durchgezogen. Viel zu schnell verlieren sie sich in unübersichtliche Zwiespälte und schlagen auf Knopfdruck mit Gefühlen um sich, die wie aus dem Nichts zu kommen scheinen, eben so, wie es die Handlung gerade benötigt.

Zudem ist von Anfang an klar, wie die Geschichte enden wird. So kommt der Film gänzlich ohne überraschende Wendungen und ohne spannende Höhepunkte aus. Die einzeln im Handlungsverlauf verstreute Unterschicht der deutschen Roten-Teppich-Prominenz macht das Ganze keineswegs interessanter, sondern noch lachhafter. Nächstes Mal vielleicht doch lieber ins Dschungelcamp.