Knappe 16 Minuten – länger geht „Fist of Jesus“ nicht. Das ist eigentlich eine Schande, denn Freunde gepflegten Funsplatters sind hier gut aufgehoben. Aber gut, die Laufzeit hat auch einen Vorteil: Das Ding ist schnell, es rockt und es gibt keine Sekunde Leerlauf.

Fist of Jesus - Teaser Trailer

„Fist of Jesus“ ist beim österreichischen Label Illusions Unlimited erschienen und auch exklusiv für den Verkauf in Österreich und der Schweiz gedacht, wird aber über gängige Händler auch und gerade in Deutschland vertrieben. Den Umweg ging man, weil man sich die FSK-Prüfung sparen wollte. Angesichts des Splatter-Crescendos eine wohl weise Idee.

Die spanische Produktion beginnt damit, dass Jesus vor seinen Jüngern spricht, als Jakob hinzukommt. Er ist am Boden zerstört, weil sein Sohn Lazarus gestorben ist. Doch Jesus bittet ihn, nicht zu verzagen. Er lässt sich zu Lazarus führen, fasst ihn an und erweckt ihn zum Leben. Naja, mehr oder weniger.

Fist of Jesus - Monty Python stößt auf Peter Jacksons frühe Splatterfilme

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Die Waffen eines friedlichen Zombiemetzlers.
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Denn das, was sich erhebt, ist ein Zombie, der sich sofort auf Jakob stürzt. Die Zombie-Plage breitet sich in Windeseile aus, so dass Jesus und seinem treuen Gefährten Judas nichts anderes mehr übrig bleibt, als gegen die untote Horde vorzugehen. Da trifft es sich gut, dass Jesus Fisch vermehren kann, denn irgendwelche Waffen gegen die Zombies braucht man ja …

Wie Braindead, nur komprimiert

Nach ein paar Minuten geht es mit dem Gemetzel eigentlich auch schon los. Wie Jesus die Zombies mit Fischen niederringt, wie er sie mit Gräten verprügelt, wie er am Ende wie weiland Peter Jacksons „Braindead“-Star durch die Fleischfresser watet, das hat schon was. Rasenmäher hat Jesus natürlich nicht, dafür aber einen Schwertfisch. Mit dem lässt sich auch allerhand kaputtmachen.

Packshot zu Fist of JesusFist of Jesus

Die Geschichte ist natürlich mickrig, denn nach Lazarus‘ Erweckung gibt es nur noch eine langgezogene, aber sehr phantasievolle Schlachtplatte, bei der Jesus und Judas als Tag-Team des Herrn so zulangen, dass kein Auge trocken bleibt.

Fist of Jesus - Monty Python stößt auf Peter Jacksons frühe Splatterfilme

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Jetzt kann man nur noch auf einen Langzeitspielfilm hoffen.
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Denn natürlich ist „Fist of Jesus“ vor allem ein sehr humoriger Film, wenn auch vielleicht nicht für jeden. Man muss ihn sich so vorstellen, als wenn Monty Python einen biblischen Film mit den Splattereinlagen der frühen Peter-Jackson-Filme gemacht hätte.

Das Tolle dabei: Die Effekte sind handgemacht, nur ein paar blutige Spritzer sind offenbar computeranimiert. Aber davon abgesehen gibt es gute, echte Handarbeit, die für eine solche Low-Budget-Produktion auch erstaunlich effektiv ist.

Als ob Monty Python auf Peter Jacksons frühe Splatterfilme stoßen würde.Fazit lesen

Once Upon a Time in Jerusalem

Die Regisseure Adrian Cardona und David Munoz wollten eigentlich auch einen Langfilm produzieren. Der entsprechende Teaser zu „Once Upon a Time in Jerusalem“ ist auch auf der DVD enthalten. Was zu sehen ist, verspricht noch weit größer als „Fist of Jesus“ zu sein. Endzeit meets Bibelhistorie meets jede Menge Explosionen und Schießereien.

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Abgesehen von diesem Teaser gibt es aber nichts weiter dazu, eine Crowdfunding-Kampagne verlief im Jahr 2014 fruchtlos. Aufgegeben haben die zwei deshalb noch lange nicht, aber wer weiß schon, wann der Film kommt.

Wer sich derweil die Zeit mit Spielen vertreiben will, kann auch das. Auf der DVD gibt es einen Game Trailer, der ein kostenpflichtiges Spiel bewirbt, das wohl auch hauptsächlich dazu da ist, Gelder für den erhofften Langfilm einzusammeln.