Final Destination 4 – Filmkritik

Blutig, dreidimensional und tod-spannend

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von Rajko Burchardt, 02. September 2009 16:57 Uhr

Nach Flugzeugabsturz, spektakulärem Highway-Crash und perfidem Achterbahnmassaker eröffnet die neueste der obligatorischen „Final Destination“-Eingangsvisionen mit einem NASCAR-Rennen, das in einem munteren Happening aus herumfliegenden Motorhauben und die Köpfe der Zuschauer absäbelnden Autoreifen einen hübsch-matschigen Höhepunkt findet. Als besonders unbesonderes Gimmick donnern die Karosserie- und Körperteile dabei direkt vor die Augen des Kinopublikums – „Final Destination 4“ nämlich ist, natürlich, ein 3D-Film.

Und weil dieser alte Hut ja neuerdings als Rettung des Kinos verhandelt – oder vielmehr: nicht verhandelt – wird, darf man sich allmählich (wieder) an die um ihre dreidimensionalen Effekte herum konzipierte Genreware gewöhnen. Nach „My Bloody Valentine 3D“, bei dem der inflationäre Einsatz ausgestellter 3D-Kills selbst noch als reiner Gag ein wenig unbegründet schien, kann das Format der „Final Destination“-Serie hingegen nur dienlich sein.

Vom Mysteryhorror zum Achterbahnkino

Ähnlich amüsant wie die Vorgänger, reiht auch der vierte „Final Destination“-Film einen kreativen Mordeinfall an den nächsten – nicht mehr und nicht weniger.FazitImmerhin reifte die Reihe seit dem ersten, noch recht ernsthaften und Mystery-betonten Film von „Akte X“-Autor James Wong kontinuierlich zu einem Gemisch aus Teen-Slasher und Fun-Splatter, das sich zunehmend als jahrmarktsähnliche Nummernrevue von möglichst hohem Attraktionswert verstand. Die RollerCoaster-Exposition der zweiten Fortsetzung – bezeichnenderweise vom Regisseur des Originals inszeniert – war da nur ein konsequenter Ausdruck des eigenen Selbstverständnisses: Am Effektivsten ist ein „Final Destination“-Film schließlich, wenn er als rasantes Achterbahnkino funktioniert.

Screenshot zu: Blutig, dreidimensional und tod-spannendHeute schon splattert? "Final Destination 4" versteht sich bestens auf die Visualisierung von Gewalt. Und nur darauf.

Da sich die Serie also in eine Richtung bewegt hat, die ihre ursprüngliche und freilich etwas abstruse Idee – den Tod überlisten, seinen „Plan“ durchkreuzen, ihm ein Schnippchen schlagen zu können – nicht weiter ausbaut (indem sie beispielsweise einmal erklärt, warum denn die anfänglichen Schreckensvisionen nun stets irgendeinen Teenie ereilen), sondern ambitioniert auf die Inszenierung von Todessequenzen herunter bricht, ist der Einsatz von 3D-Effekten nur allzu konsequent: Wenn schon kreatives Dahinsiechen am laufenden Band, dann zumindest entsprechend räumlich, fühlbar, mitreißend.

Folglich betont der vierte Film der Serie noch stärker die verspielten und originell konstruierten Kettenreaktionen und Dominoeffekte, die seine Knallchargenfiguren in den sicheren Tod befördern. Als Variation des klassischen Slasherfilms werden die hier nervtötender und konturenloser denn je entworfenen Teenies mit großer Sorgfalt ins Jenseits geschickt und sprichwörtlich an das große Spektakel verfüttert: „Final Destination 4“ ist nunmehr ein einziger langer Bodycount, der sich kaum mehr mit einer Handlungsstruktur aufhält, die die kreativen Tötungsmomente einigermaßen schlüssig verbindet.

Kommentare 6
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HardstyleJunkeeHardstyleJunkee04.09.2009 05:14
Naja der 1. Teil bleibt der beste aber für mich war der Film besser als die letzten 2. Nur leider konte ich ihn mir nicht auf 3D anschauen...
Aber ludtig ist er allemal^^
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-Sisco--Sisco-03.09.2009 15:05
eher zum weinen ist das....wers mag -.-
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accessoire03.09.2009 14:22
Ich ziehs mir nur wegen 3D und hoffentlich schön damit inszenierten Todesfällen rein. Teil 1 war noch richtig geil. Bei Teil zwei habe ich mir mehr erhofft an Story. Bei Teil 3 gings dann komplett flöten. Man hätte die Story der restlichen Teile viel geiler aufziehen können - schade drum aber was solls. Krachbumm-Kino ;).
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harjukenharjuken03.09.2009 10:00
dem kann ich nur zustimmen :-)
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HardstyleJunkeeHardstyleJunkee02.09.2009 23:39
Dann sind wir schon 2 ;)
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Riku ChanRiku Chan02.09.2009 20:42
Mal wieder was richtig schönes aus dem Genre Comedy...
ich krieg bei solchen Filmen seltsamerweise immer einen Lachflash.
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