Nach Flugzeugabsturz, spektakulärem Highway-Crash und perfidem Achterbahnmassaker eröffnet die neueste der obligatorischen „Final Destination“-Eingangsvisionen mit einem NASCAR-Rennen, das in einem munteren Happening aus herumfliegenden Motorhauben und die Köpfe der Zuschauer absäbelnden Autoreifen einen hübsch-matschigen Höhepunkt findet. Als besonders unbesonderes Gimmick donnern die Karosserie- und Körperteile dabei direkt vor die Augen des Kinopublikums – „Final Destination 4“ nämlich ist, natürlich, ein 3D-Film.
Und weil dieser alte Hut ja neuerdings als Rettung des Kinos verhandelt – oder vielmehr: nicht verhandelt – wird, darf man sich allmählich (wieder) an die um ihre dreidimensionalen Effekte herum konzipierte Genreware gewöhnen. Nach „My Bloody Valentine 3D“, bei dem der inflationäre Einsatz ausgestellter 3D-Kills selbst noch als reiner Gag ein wenig unbegründet schien, kann das Format der „Final Destination“-Serie hingegen nur dienlich sein.
Immerhin reifte die Reihe seit dem ersten, noch recht ernsthaften und Mystery-betonten Film von „Akte X“-Autor James Wong kontinuierlich zu einem Gemisch aus Teen-Slasher und Fun-Splatter, das sich zunehmend als jahrmarktsähnliche Nummernrevue von möglichst hohem Attraktionswert verstand. Die RollerCoaster-Exposition der zweiten Fortsetzung – bezeichnenderweise vom Regisseur des Originals inszeniert – war da nur ein konsequenter Ausdruck des eigenen Selbstverständnisses: Am Effektivsten ist ein „Final Destination“-Film schließlich, wenn er als rasantes Achterbahnkino funktioniert.
Heute schon splattert? "Final Destination 4" versteht sich bestens auf die Visualisierung von Gewalt. Und nur darauf.Da sich die Serie also in eine Richtung bewegt hat, die ihre ursprüngliche und freilich etwas abstruse Idee – den Tod überlisten, seinen „Plan“ durchkreuzen, ihm ein Schnippchen schlagen zu können – nicht weiter ausbaut (indem sie beispielsweise einmal erklärt, warum denn die anfänglichen Schreckensvisionen nun stets irgendeinen Teenie ereilen), sondern ambitioniert auf die Inszenierung von Todessequenzen herunter bricht, ist der Einsatz von 3D-Effekten nur allzu konsequent: Wenn schon kreatives Dahinsiechen am laufenden Band, dann zumindest entsprechend räumlich, fühlbar, mitreißend.
Folglich betont der vierte Film der Serie noch stärker die verspielten und originell konstruierten Kettenreaktionen und Dominoeffekte, die seine Knallchargenfiguren in den sicheren Tod befördern. Als Variation des klassischen Slasherfilms werden die hier nervtötender und konturenloser denn je entworfenen Teenies mit großer Sorgfalt ins Jenseits geschickt und sprichwörtlich an das große Spektakel verfüttert: „Final Destination 4“ ist nunmehr ein einziger langer Bodycount, der sich kaum mehr mit einer Handlungsstruktur aufhält, die die kreativen Tötungsmomente einigermaßen schlüssig verbindet.
Regie: David R. EllisGenre:HorrorFilmstart: Darsteller:Shantel VanSanten
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Aber ludtig ist er allemal^^
ich krieg bei solchen Filmen seltsamerweise immer einen Lachflash.