Eine Studie der Universität von Waterloo in Kanada hat ergeben, dass E.L. James Bestseller den Pornokonsum von Frauen gesteigert haben soll.

Fifty Shades of Grey - Fifty Shades of Grey steigert den Pornokonsum der Frauen

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Fifty Shades of Grey - Fluch und Segen?
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Die Erotikverfilmung Fifty Shades of Grey hat an diesem Wochenende einen gewaltigen Start hingelegt. Satte 240 Millionen Dollar konnte der Film über das Wochenende weltweit einspielen. Und das bei Produktionskosten von gerade mal 40 Millionen Dollar. Eins ist klar, auch die Verfilmung von Autorin E.L. James' Erotik-Trilogie hat das Zeug zum Welthit. Und wenn man bedenkt, dass noch zwei weitere Filme folgen werden, eröffnet das auch anderen Studios die Möglichkeit, mit diversen Erotikfilmen schnelles Geld zu machen. Mit Bound hat Mockbuster-Spezialist The Asylum bereits ein Knock-off abgekurbelt, das mit Charisma Carpenter aus der Kultserie Buffy - Im Bann der Dämonen aufwarten kann.

Ob der Erotikfilm dadurch wiederbelebt werden kann, das muss sich wohl erst zeigen. Aber eines scheint laut einer Studie der Universität von Waterloo in Kanada bereits sicher: Der Konsum erotischer Medien durch Frauen ist nach der Veröffentlichung von Fifty Shades of Grey gestiegen.

"Für viele Frauen ist Fifty Shades of Grey der erste Kontakt mit Pornografie, die von Frauen für Frauen geschrieben wurden", so Diana Parry, Professorin an der Universität von Waterloo. "Es öffnete vielen Frauen die Tür, die erkannten, dass ihnen diese Art von Material gefällt, und die dann anfangen, online ähnliche Inhalte zu suchen."

Aber diese neu entfachte Neugierde beschränke sich keineswegs nur auf literarische Ergüsse. Wollten Frauen sich inspirieren lassen, dann suchten sie diese in erotischer Literatur, aber ähnlich wie Männer griffen sie auf Pornofilme zurück, wenn es ihnen um schnelle sexuelle Befriedigung ging, oder wenn sie einen Partner miteinbeziehen wollten.

"Die Annahme, dass Frauen es bevorzögen, pornografisches Material zu lesen statt es zu sehen, ist nicht mehr länger akkurat. Was wir von vielen Frauen zu hören bekamen, war, dass sie online gehen, um sich zu befriedigen."

Ein Grund für die Annahme, Frauen würden keine Pornos ansehen, liegt sicher darin, dass Pornos über Jahrzehnte hinweg im Grunde nur für heterosexuelle Männer ausgelegt wurden. Doch es werden immer mehr Pornos produziert, die von Frauen für Frauen und Paare gedreht werden, und von daher auf die Bedürfnisse und Vorlieben dieser Zielgruppe eingehen, was solche Filme auch für Frauen interessanter macht.

Für diese Studie sprach Parry mit 28 Frauen im Alter zwischen 21 und 54 Jahre, und befragte sie zu ihrem Pornokonsumverhalten, ihren sexuellen Vorlieben, und deren Einfluss auf ihre sexuelle Aktivität. Zugegeben, eine recht kleine Studie, doch sexuell unterscheiden sich die meisten Menschen nicht sonderlich voneinander, oder?

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