Michelle Rodriguez ist als toughe Letty Ortiz ein fester Bestandteil der Crew der Erfolgsreihe Fast and Furious. Doch fast wäre sie gar nicht dabei gewesen. Denn Rodriguez wollte das Publikum nicht an der Nase herumführen.

Fast and Furious 7 - Warum Michelle Rodriguez fast die Reihe verließ

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuFast and Furious 7
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 19/201/20
Michelle Rodriguez im ersten Fast and Furious
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Fast and Furious-Crew ist mit Unterbrechung im zweiten und dritten Teil immer eine Familie gewesen, die zusammenhält, sowohl auf der Leinwand als auch im echten Leben. Das Credo von Doms Crew im Film, dass die Familie alles bedeutet, gilt auch am Set zwischen den Schauspielern. Und seit dem tragischen Unfalltod von Paul Walker gilt das umso mehr. Eine, die von Anfang an dabei war, ist Michelle Rodriguez, die mit The Fast and The Furious anno 2001 ihr Hollywood-Debüt gab. Doch fast wäre es gar nicht dazu gekommen, denn Rodriguez wollte aufgrund des ursprünglichen Drehbuchs aussteigen.

Der Grund war der, dass sie ihren Charakter Letty Ortiz für zu stereotypisch und unglaubwürdig hielt. Ursprünglich sah das Drehbuch vor, dass es zu einem Liebesdreieck zwischen Letty, Dominic Toretto und Brian O'Conner käme. Rodriguez unterschrieb dennoch den Vertrag, denn sie glaubte, sie könne das Drehbuch noch am Set ändern lassen, so wie bei ihrem ersten Film Girlfight unter Regisseurin Karyn Kusama. Das Problem war allerdings, dass Girlfight ein Independent-Streifen war und The Fast and The Furious ein Millionen-Dollar-Projekt eines Hollywood-Studios.

"Sie folgten einfach der Formel ohne über die Realität nachzudenken", so Rodriguez. "Ist es realistisch für eine Latina, die mit dem alpha-mässigsten Alpha-Männchen zusammen ist, ihn mit dem süßen Kerl zu betrügen? Da musste ich ein Machtwort sprechen. Ich habe praktisch hingeworfen und sagte, 'Verklagt mich bitte nicht, Es tut mir leid, aber ich kann das nicht vor Millionen von Menschen durchziehen. Mein Punkt als Schauspielerin ist es, dass ich einen Traum leben kann. Und ich träume nicht davon, eine Schlampe zu sein! Ihr etwa?'"

Sie wollte auch nicht, dass Letty das typische Flittchen spielte. Letty sollte tough und hart im Nehmen sein. So habe sie dafür gekämpft, dass Letty ebenso mit den Fäusten sprechen konnte - nicht nur mit ihren Reizen. "Wart ihr jemals im Ghetto? Wenn deine Jungs kämpfen und du nicht, dann machen sie sich über dich lustig, sie schmeißen dich wahrscheinlich sogar aus der Gruppe."

Rückendeckung erhielt sie schon damals von Vin Diesel, der sie beiseite nahm und ihr versprach, dass er sich darum kümmern werde. Und das hat er wohl auch, denn Michelle Rodriguez ist seitdem ein festes Mitglied der Familie.

Fast and Furious 7 startet am 1. April in den Kinos.