Nach dem tragischen Unfalltod von Darsteller Paul Walker am vergangenen Samstag hat Universal die Produktion von Fast & Furious 7 offiziell auf Eis gelegt. Dennoch erwäge man mehrere Optionen, wie man den Film noch beenden könne. Zudem wurde nun das Ergebnis der Obduktion bekannt gegeben.

Fast and Furious 7 - Produktion offiziell auf Eis gelegt, Todesursache bekannt gegeben

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Der verstorbene Paul Walker zusammen mit Vin Diesel und Regisseur Justin Lin am Set von Fast & Furious 6
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Der plötzliche und schockierende Tod von Paul Walker hat Fans auf der ganzen Welt aufgewühlt. Am vergangenen Samstag verlor sein Freund und Fahrer des Porsche Carrera GT aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über den Rennwagen und krachte erst gegen eine Straßenlaterne und dann gegen einen Baum. Für ihn und Paul Walker kam jede Hilfe zu spät, beide verstarben noch an der Unfallstelle.

Nach dem Tod von Paul Walker wurden die Dreharbeiten vorerst ausgesetzt, um die Lage zu sondieren. Nun habe man sich dazu entschieden, die Produktion an Fast & Furious 7 vorerst auf Eis zu legen.

"Momentan sind wir alle bei Universal damit beschäftigt, Pauls Familie und unserer erweiterten Familie aus Cast, Crew und Filmemachern bei Fast & Furious Unterstützung zu bieten", so das Studio. "Zu diesem Zeitpunkt haben wir das Gefühl, dass es unsere Verantwortung ist, die Produktion an Fast & Furious 7 für eine gewisse Zeit auf Eis zu legen, damit wir alle möglichen Optionen bewerten können, um mit der Reihe fortzufahren. Wir fühlen uns verpflichtet, die 'Fast & Furious'-Fans auf dem Laufenden zu halten, und wir werden weitere Informationen teilen, sobald wir welche haben sollten. Bis dahin wissen wir, dass sie mit uns gemeinsam den Tod unseres Freundes Paul Walker betrauern werden."

Wie diese Optionen aussehen, hat The Wire mithilfe einiger Insiderquellen herausgefunden. Was die Produzenten schon ganz sicher ausschließen, ist ein kompletter Neubeginn. Auch wenn Universal, wie jedes Studio bei einer Multimillionen-Dollar-Produktion auch, gegen jede Eventualität, darunter auch den Tod eines Darstellers, abgesichert ist, wäre ein Neubeginn der Dreharbeiten eine kostspielige Sache, zumal bereits über die Hälfte des Filmes abgedreht sei. Leider fehlen viele wichtigen Schlüsselszenen mit Paul Walker, die eigentlich nach Thanksgiving gedreht werden sollten.

Man wolle aber auch nicht einen anderen Darsteller nehmen und Paul Walkers Gesicht über CGI darüberlegen. Es sei zwar möglich, doch Universal wolle allgemein die ganze Reihe nicht zu sehr von den Darstellern abhängig machen. Jedoch kam bereits der Einwand, dass ein 'Fast & Furious'-Film ohne Paul Walkers Charakter des Brian O'Connor kaum denkbar sei.

Wichtig sei es, die Integrität der Reihe aufrechtzuerhalten. Schließlich ist die 'Fast & Furious'-Reihe die erfolgreichste Reihe, die Universal derzeit besitzt und brachte dem Studio bereits über 2 Milliarden Dollar an Einnahmen ein.

Indes wurde die Todesursache der Verstorbenen vom L.A. County Gerichtsmediziner bekannt gegeben. Basierend auf der Obduktion, ergab sich bei Roger Rodas, Fahrer des Porsche Carrera GT, die Todesursache durch mehrere traumatische Verletzungen, die beim Aufprall erlitten wurden. Paul Walker hingegen verstarb an traumatischen Verletzungen und Verbrennungen. Das könnte also ein Hinweis darauf sein, dass Walker nach dem Aufprall noch am Leben war und erst durch den daraufhin folgenden Brand verstarb. Bei Rodas wurde Feuer nicht als Todesursache benannt.

Beide Männer konnten durch zahnmedizinische Untersuchungen einwandfrei identifiziert werden. Eine bloße Identifizierung anhand der äußeren Erscheinung konnte aufgrund der starken Verbrennung nicht gewährleistet werden. Beide Männer waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und verkohlt. Die Ergebnisse der Drogen- und Alkoholtests sollen in sechs bis acht Wochen vorliegen, um auszuschließen, dass derartige Substanzen im Spiel waren.

Momentan gehen die Behörden davon aus, dass der Tod der beiden durch einen Unfall verschuldet wurde. Gerüchte, wonach sie an einem Straßenrennen teilgenommen hätten, erwiesen sich als haltlos, da Sicherheitskameras nur den Porsche erfassen konnten und auch Zeugenberichten zufolge nur von einem Wagen die Rede ist. Dieser fuhr allerdings mit knapp 160km/h eindeutig viel zu schnell auf der Straße, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung von umgerechnet 70km/h hat.

Universal hat auch noch ein offizielles Tribute-Video für Paul Walker veröffentlicht:

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