Und die brisanten Details hören nicht auf. Jetzt sind völlig neue Informationen bezüglich Regisseur Josh Tranks seltsamen Verhalten am Set von Fantastic Four aufgetaucht, die kein gutes Licht auf ihn werfen.

Fantastic Four - Weitere Details zu Regisseur Josh Tranks bizarren Verhalten am Set

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 22/241/24
Streitet jegliche Schuld an diesem Desaster ab
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Eigentlich könnte man ja meinen, dass sich Josh Trank und 20th Century Fox die Schuld am Fiasko von Fantastic Four mittlerweile genug einander zugeschoben haben. Doch nun setzen Insider noch einen drauf. Dass sich Trank am Set sehr eigenwillig verhalten haben soll, das weiß man bereits. Sein Verhalten soll auch mit einer der Gründe sein, warum man ihn vom Regieposten an einem der Star Wars Anthology-Streifen entbunden hat. Aber wie bizarr er sich tatsächlich verhalten hat, das war bislang nur vage kommuniziert worden.

Bekannt war bislang nur ein Vorfall während der Dreharbeiten in Baton Rouge, Louisiana, als Trank mitsamt seiner Frau und seiner beiden Hunde in einem Haus untergebracht wurden. Dabei soll es zu Schäden in Höhe von 100.000 Dollar gekommen sein. Eine Zivilklage wurde durch eine außergerichtliche Einigung zwischen Trank und Martin Padial, dem Besitzer, beigelegt.

Auch soll sich Trank alles andere als kooperativ gezeigt haben. Sein gefilmtes Material bot keinerlei Möglichkeit für die Produzenten, den Film in irgendeiner Weise zu retten. Doch statt sich einsichtig zu zeigen und dabei zu helfen, den Film wieder auf Kurs zu bringen, soll sich Trank "in sein Zelt zurückgezogen und sich von allen abgeschottet haben". Und mit Zelt ist das Ganze nicht einmal metaphorisch gemeint. Trank hatte sich tatsächlich eine Art Minizelt um seinen Monitor herum aufgebaut und sich auf diese Weise von Cast und Crew abgeschottet. Den Schauspielern sagte Trank sogar, wann sie zu blinzeln und wann sie zu atmen hätten, so ein Insider. "Er trieb sie immerzu an, eine möglichst flache Darbietung hinzulegen." Und zwischen den einzelnen Szenen verschwand Trank in seinem Wohnwagen.

Trank hatte sich mit seinem Debüt Chronicle - Wozu bist du fähig einen Namen gemacht. In dem Film ging es um die Frage, wie man mit urplötzlichen Superkräften umgeht. Der düstere und geerdete Dokumentarstil ließ die Verantwortlichen bei 20th Century Fox glauben, Trank könne das auch bei Fantastic Four vollbringen und den Film auf diese Weise von allen anderen Superheldenfilmen und vor allem von den beiden Vorgängern abheben.

Fantastic Four - Weitere Details zu Regisseur Josh Tranks bizarren Verhalten am Set

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 22/241/24
Vielleicht hätte es Fox Bernd Eichinger gleichtun sollen?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Allerdings ist die Schuld nicht allein bei Trank selbst zu suchen. Auch das Studio trage eine große Mitschuld an diesem Fiasko. So solle der Film schlecht durchdacht gewesen sein. Das Studio haben den Film aus den falschen Beweggründen gemacht und keine Vision gehabt. Im Grunde ging es 20th Century Fox nur darum, nicht die Rechte zu verlieren. Doch statt wie Bernd Eichinger einen möglichst billigen Film produzieren zu lassen, den man anschließend für immer wegschließen kann, habe man einen Neuling wie Trank an Bord geholt und ihm ein Budget von über 120 Millionen Dollar anvertraut.

Zu spät habe man versucht, die Notbremse zu ziehen. Der Film war bereits zur Hälfte im Kasten. Wie sollte man nochmal von vorn beginnen? Bei dem Budget, das bis dahin verbraucht wurde und dem engen Terminplan der Crew- und Castmitglieder ein Ding der Unmöglichkeit. Und im Gegensatz zu Ant-Man würde kein Regisseur den Film zu Ende bringen, der nicht "verzweifelt nach Arbeit betteln würde", so eine wichtige Quelle.

Also stellte 20th Century Fox ein Dreamteam rund um Drehbuchautor Drew Goddard zusammen, um das letzte Drittel des Films zu retten. Trank war noch immer zugegen, aber durch ein Komitee außer Kraft gesetzt. Er war buchstäblich zu Sue Richards aka The Invisible Woman geworden, nur ohne jegliche Kräfte.

Wenige Tage vor Kinostart schickte Trank eine E-Mail an einige Crew- und Cast-Mitglieder, in der er davon sprach, dass er sehr stolz auf den Film sei und dieser besser sei als 99 Prozent aller Comic-Verfilmungen. Einer der Schauspieler antwortete: "Das glaube ich nicht."

Bilderstrecke starten
(60 Bilder)