In einem Interview mit dem Hero Complex-Magazin sprachen Regisseur Josh Trank und Produzent Simon Kinberg noch einmal über ihre Casting-Entscheidungen und wandten sich direkt an die Fans.

Fantastic Four - Regisseur Josh Trank und Produzent Simon Kinberg sprechen über die kontroverse Besetzung

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Fantastic Four ist durch und durch Josh Tranks Vision
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"Ich wusste, dass es hässlich würde", so Regisseur Josh Trank. Er spricht in diesem Fall seine bewusste Entscheidung an, die Story und vor allem die Charaktere entscheidend zu verändern. Allen vorran Johnny Storm / Human Torch, Ben Grimm / The Thing und Victor Domashev / Doctor Doom.

"Ich habs kapiert", so Trank. "Ich habe viele Freunde, die älter sind als ich und die Comicfans sind und es ist wirklich schwer für sie zu verstehen mit all diesen Veränderungen. Sie kennen Fantastic Four schon länger wie ich am Leben bin."

Dennoch sei es wichtig für alle Beteiligten, offen zu bleiben für neue und frische Interpretationen und mit der Zeit zu gehen. Es spreche schließlich für die Geschichte, dass die Leute sie nach Dekaden noch immer hören wollen. "Aber man kann sie nicht immer und immer wieder auf ein und dieselbe Art und Weise erzählen. Und ich denke, es hilft der Welt, ehrlich mit kleinen Kindern zu sein und ihnen die Welt zu zeigen, die sie draußen sehen."

Damit will Trank wohl unterstreichen, dass eine realistische Herangehensweise mit einer Welt, die glaubwürdiger ist, wesentlich hilfreicher sei als diese bislang unnahbar unrealistische Welt, in der Fantastic Four spielte. Und dazu gehört es wohl auch, dass aus dem genialen Erfinder und Magier Victor Von Doom mit eigenem Land (Latveria) ein Computerhacker namens Victor Domashev mit Nicknamen Doctor Doom wird.

Hinter dem Casting stecken aber auch künstlerische Gründe, die gut durchdacht wurden, so Simon Kinberg, Produzent und Co-Autor von Fantastic Four. "Die Änderung mit Jamie Bell als Ben, der ein kleinerer Kerl ist statt ein kräftiger war Absicht. Es ist wesentlich dramatischer, wenn dieser Charakter zu einem riesigen Steinwesen wird - das ist eine größere Transformation. Die Vorstellung von einem toughen Kerl aus der Arbeiterklasse, der sein ganzes Leben lang von seinen größeren Brüdern herumgeschubst wurde, erschien uns als wesentlich interessanterer Charakter als der Typ, der als Footballspieler beginnt und am Ende gerade mal zehn Zentimeter größer ist."

Bevor die Fans des Comics wütend umherkreischen sollten sie doch erst einmal den Film abwarten und sich eine eigene Meinung bilden. Schließlich sei es nichts Verbotenes, sich eine Lizenz für ein bestimmtes Material zu besorgen und es den Umständen anzupassen. "Schaut euch doch nur mal Hugh Jackman als Wolverine an. Alle waren zunächst aufgebracht darüber, dass Wolverine groß ist und jetzt kann sich niemand mehr jemand anderes als Hugh Jackman in der Rolle des Wolverine vorstellen."

Tatsächlich ist Wolverine in den Comics eigentlich ein 1,60m kleiner Kampfzwerg. Hugh Jackman dagegen ist 1,88m.

Fantastic Four startet hierzulande am 6. August dieses Jahres. Spätestens dann wird man sehen, wie Tranks Version sich im Vergleich zum Comic und anderen Comicverfilmungen so schlägt.

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