"Der dritte Teil weiß zu überraschen. Wo man nichts erwartet, erweist sich der Film als solide Fantasy-Unterhaltung." - Peter Osteried

„Dungeons & Dragons 3“ hat das Problem, dass er zwei schwachen Vorgängern folgt. Das ist in diesem Fall eine Bürde. Dabei ist der dritte Teil die erste gelungene Verfilmung des Pen-&-Paper-Klassikers, die sich vor diesem verbeugt, aber so gestaltet ist, dass man kein altgedienter Spieler sein muss, um seinen Spaß zu haben. Dabei verzichtet der Film auf unnötigen Humor – etwas, das speziell den ersten Film geplagt hat. Mutmaßlich lustige, aber letzten Endes dümmliche Sprüche gibt es hier nicht. Stattdessen wird eine ernsthafte Fantasy-Geschichte mit soliden Effekten und actionreicher Inszenierung erzählt.

Gerry Livelys Film übertrifft die Erwartungen des Zuschauers. Trotz überschaubaren Budgets wird hier Fantasy geboten, die nicht nur mit ein paar Figuren aufwartet, die durch den Wald spazieren. Es gibt auch genügend Monster, die das Salz in der Suppe von „D&D“ sind.

„Dungeons & Dragons 3“ ist ein guter Neustart des Franchises, dem gerne noch weitere Filme folgen dürfen. In dieser Form lässt sich die vielfältige „D&D“-Welt nämlich sehr schön ausbauen und erkunden. Das Ende deutet dann auch die Möglichkeit weiterer Abenteuer an – ob diese kommen, wird sich zeigen.

Abseits von „Der Herr der Ringe“ gibt es kaum anständige Fantasy-Filme. Noch mehr gilt das, wenn das Budget richtig klein wird. Umso schöner ist ein Film wie „Dungeons & Dragons 3“, der aufzeigt, dass man mit ein wenig Phantasie und Sorgfalt auch mit kleinem Budget gute Fantasy-Unterhaltung bieten kann.

Dungeons & Dragons 3 - Das Buch der dunklen Schatten - Trailer