Es ist ein wenig erstaunlich, dass Universal auf dieses Franchise zurückgekommen ist. Nach dem Kinoerfolg aus dem Jahr 1996 gab es vier Jahre später eine erbärmlich schlechte Fortsetzung für den Heimkinomarkt. 15 Jahre später macht man sich eigentlich nicht allzu viele Hoffnungen, aber – Überraschung, Überraschung – „Dragonheart 3 – Der Fluch des Druiden“ ist ein gelungener Fantasy-Abenteuer-Film mit guter Besetzung und schönen Effekten.

Dragonheart 3 - Der Fluch des Druiden - Official Trailer

Gareth möchte ein Ritter werden. Auf jeden Fall hält er sich für einen. Als er einen herabstürzenden Kometen beobachtet, sucht er danach, weil es heißt, dass in solchen Himmelsternen Gold enthalten sein soll. Aber tatsächlich findet er den Drachen Drago – und neun Dracheneier.

Der Ritter verteidigt die Eier gegen Schergen, wird dabei aber verwundet. Drago rettet ihn, indem er sein Herz mit ihm teilt. Gareth und seine Begleiter, darunter die schlagkräftige Rhonu bitten Drago um seine Hilfe im Kampf gegen einen bösen Zauberer, der den Drachen jedoch mit einem Fluch belegt. Drago kann sich nur noch bei Nacht zeigen.

Dragonheart 3 - Der Fluch des Druiden - Ben Kingsley ist der mächtige Drache Drago

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Der Film erscheint am 26.03.2015 auf Blu-ray und DVD.
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Die Fantasylande von Rumänien

Obwohl „Dragonheart 3 – Der Fluch des Druiden“ ein klein budgetierter Film ist, sieht er nicht so aus. Zwar setzt man die Dracheneffekte dosiert ein, sie sind aber das Salz in der Suppe. Die Computeranimationen sind dabei so gut, dass der Drache echte Persönlichkeit entwickelt. Dabei ist auch behilflich, dass er im Original von Ben Kingsley gesprochen wird.

Das ist kurios, allerdings hat sich Kingsley in den letzten Jahren schon für allerhand fragwürdige Produktionen hergegeben – und diese tut wenigstens nicht so, als ob sie mehr wäre, als das, was sie ist.

Von den Originalschauplätzen in Rumänien, wo auch „Scorpion King 4“ gedreht worden ist, kann der Film profitieren. Die Landschaften sind schön, die Burg mächtig, das sorgt für reichlich Flair bei einem recht günstigen Film.

Packshot zu Dragonheart 3 - Der Fluch des DruidenDragonheart 3 - Der Fluch des Druiden

Es ist nicht alles Drachengold, was glänzt

Natürlich hat eine Direct-to-DVD-Produktion auch immer Probleme. Abstriche muss man einfach machen. Hier ist es die narrative Struktur, die im Mittelteil etwas zum Erliegen kommt. Die Spannungskurve geht nicht konstant nach oben.

Dragonheart 3 - Der Fluch des Druiden - Ben Kingsley ist der mächtige Drache Drago

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Die Effekte können sich auf jeden Fall sehen lassen.
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Darüber hinaus sind die Handlungsträger nicht besonders stark herausgearbeitet. Aber das ist klassische Fantasy mit einer klaren Gut-Böse-Verteilung, die gar kein Interesse an Schattierungen in grau hat.

Ein Highlight des Films sind auf jeden Fall die Actionsequenzen, bei denen auch der Drache effektiv eingesetzt wird. In der zweiten Hälfte des Films kommt die Magie des Drachen stärker zum Tragen.

Alles in allem hätte man den Film stärken können, wenn man ihn ein wenig gekürzt hätte. Zehn bis fünfzehn Minuten weniger hätten Wunder wirken können.

Ein überraschend guter, kleiner Fantasy-Film mit ansprechenden Effekten.Fazit lesen

Von einem Drachen zum nächsten

Hauptdarstellerin Tamzin Merchant, bekannt aus einer wiederkehrenden Rolle in „Die Tudors“, spielt eine formidable Kämpferin und macht dabei eine gute Figur. Mehr sogar als ihr männlicher Kollege, der weit weniger imposant zu kämpfen weiß.

Interessant ist, dass Merchant hier doch noch auf einen Drachen trifft. Das hatte ihr das Schicksal schon einmal vorherbestimmt, aber dann kam im buchstäblich letzten Moment – eigentlich sogar fünf nach zwölf – die Umbesetzung. Merchant war bei „Game of Thrones“ als Daenerys Targyaren unter Vertrag genommen worden. Sie hat auch alle Szenen für die Pilotepisode abgedreht, aber dann entschieden sich die Macher, dass sie für den Part doch nicht richtig war, heuerten Emilia Clarke an und drehten die schon existenten Szenen mit Daenerys nach.