In Deutschland hat es Tradition, x-beliebige Western im Titel einen „Django“ zu verpassen, auch wenn der Film nichts mit Sergio Corbuccis Original aus dem Jahr 1966 zu tun hat. Dutzende falsche Djangos machten die Leinwände unsicher. Mit dem Untergang des Italo-Westerns war damit jedoch erstmal Schluss.

Das deutsche Label dtp lässt nun die alte Tradition aufleben und hat den Film „The Dead and the Damned“ (der sich in USA dank Umtitelung in „Cowboys & Zombies“ an „Cowboys & Aliens“ heranhängen wollte) einfach zu „Django vs. Zombies“ gemacht. DVD und Blu-ray gibt es ab dem 31. Januar.

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Ein Kopfgeldjäger sucht nach einem neuen lukrativen Auftrag. Da wird er auf einen Steckbrief aufmerksam. Gesucht wird der Indianer Brother Wolf, der lebend gefangen werden muss. Da der Indianer schon einige Kopfgeldjäger in die ewigen Jagdgründe geschickt hat, muss sich sein Jäger etwas einfallen lassen. Er stellt ihm mit Hilfe einer Blondine eine Falle.

Kein Django, ein paar Zombies, wenig Unterhaltungswert.Fazit lesen

Derweil machen sich in einer Stadt die Zombies breit, nachdem zwei Dorftrottel einen leuchtenden Meteoriten herangekarrt haben. Das aus ihm austretende Gas hat die Umstehenden verwandelt.

Es kommt, wie es kommen muss: Der Kopfgeldjäger, seine Beute und die Blondine sind auf dem Weg in die Stadt und müssen gegen die Zombiehorden um ihr Leben kämpfen.

Django vs. Zombies - Gott vergibt, Django nie – wir auch nicht!

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Die Blondine und der Rotschopf.
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Der Deutsche

Man hat angesichts der Idee, sich mit diesem Low-Budget-Film an „Django Unchained“ heranzuhängen, sicherlich in die Hände geklatscht, dass es sogar einen deutschen Kopfgeldjäger in diesem Film gibt. Allerdings ist Robert Amstler nun wahrlich kein Christoph Waltz und seine Figur so uninteressant wie die anderen Knallchargen, die durch die Prärie laufen.

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„Django vs. Zombies“ wurde mit einem Budget von ca. 30.000 Dollar umgesetzt. Dafür sieht er relativ gut aus, allerding auch nur, weil die natürlichen Locations einen gewissen Mehrwert bringen. Ansonsten merkt man dem Film schon an, dass an allen Ecken und Enden gespart werden musste. Im Speziellen gilt das für das Zombie-Make-up und die recht kruden Splattereffekte.

Der magische Revolver

Es mag etwas kleinlich sein, wenn man bemängelt, dass der Held öfters gut ein Dutzend Schuss mit seinem sechsschüssigen Revolver abfeuern kann, in storytechnisch erwünschten Szenen dann aber schon nach sechs Schüssen nachladen muss, aber das ist auch ein Indiz dafür, wie wenig Sorgfalt man hier walten ließ. Denn entweder ist Autor und Regisseur Rene Perez inkompetent oder es ist ihm egal – in beiden Fällen spricht das weder für seinen Film noch für ihn.

Laien unter sich

Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich auf sehr niedrigem Niveau. Die versammelte Laienriege hat offenbar bisher nur in Amateurproduktionen mitgewirkt, aber wenn man ehrlich ist, handelt es sich bei „Django vs. Zombies“ auch um nichts anderes.

Besonders übel ist Hauptdarsteller David A. Lockhart, der den harten und coolen Kopfgeldjäger spielt. Rein optisch wird er der Rolle auch durchaus gerecht. Aber er hat eine unglaublich hohe Stimme, die zum Schmunzeln anregt.

Django vs. Zombies - Gott vergibt, Django nie – wir auch nicht!

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Han Solo, du hast dich aber verändert!
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Die übrigen Schauspieler schlagen sich auch nicht besser. Manchmal hat man gar das Gefühl, der Regisseur hätte den Film nur gemacht, weil er ein paar seiner Freundinnen und Bekannten (die unzweifelhaft für diesen Film rekrutiert wurden) mal oben ohne sehen wollte. Blankziehen müssen hier alle Darstellerinnen, auch wenn es für die Handlung vollkommen irrelevant ist.