Mit Franco Neros „Django“ mag Quentin Tarantinos Film nur wenig zu tun haben, er atmet aber zweifelsohne den Geist des seligen Italo-Westerns, wobei eine ordentliche Portion Blaxploitation beigemischt wurde. Das Ergebnis ist ein fast dreistündiges Werk, das nicht nur Tarantinos Lieblingsfilme zitiert, sondern auch zahlreiche Cameos zu bieten hat.
In der Kürze liegt die Würze. Nicht bei Tarantino, der seinem epischen Western eine fast dreistündige Laufzeit verpasst.FazitDer Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit den Sklaven Django (Jamie Foxx), weil er dessen Hilfe braucht. Nur Django weiß, wie die Brittle-Brüder aussehen, auf die eine hohe Belohnung ausgesetzt ist. Im Gegenzug für seine Freiheit hilft Django beim Einsammeln des Kopfgelds. Schultz ist von dem natürlichen Talent des ehemaligen Sklaven beeindruckt und bietet ihm an, mit ihm als Partner zu arbeiten - nur den Winter über.
Danach wird er Django helfen, seine Frau zu finden, die wie er auf dem Sklavenmarkt in Greenville verkauft wurde. Als beide im Frühjahr herausfinden, wohin Broomhilda (Kerry Washington) verkauft wurde, tut ein elaborierter Plan Not, denn ohne Weiteres wird Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) die Frau wohl kaum verkaufen …
Bei „Django Unchained“ spielt Tarantino nicht mit der Chronologie der Ereignisse. Stattdessen erzählt er die Geschichte geradlinig. Kurze Rückblicke gibt es zwar, die sind aber im Grunde gänzlich überflüssig, zeigen sie doch nur Django und Broomhilda, wie sie als Sklaven gefangen und gefoltert werden. Das hätte man nicht sehen müssen. Jamie Foxx‘ Gesicht ist ausdrucksstark genug, um die gewollte Emotion an das Publikum zu übermitteln.
Der Film ist großartig besetzt, allen voran Christoph Waltz und Jamie Foxx.Die Rückblicke, aber auch andere Szenen blähen den Film etwas auf. Die Geschichte hätte keine ausufernde Laufzeit von fast drei Stunden benötigt. Speziell zum Finale hin erfreut sich Tarantino etwas zu sehr an seinen eigenen Dialogen. Die Dinnerszene mit DiCaprio, Waltz und Foxx wird über Gebühr strapaziert. Zwar sind die Dialoge gut, eine straffere Erzählweise hätte hier aber auch zum Ziel geführt.
Dass ein Cameo-Auftritt für Franco Nero drin ist, versteht sich fast von selbst. Der alte Django trifft auf den neuen. Die Szene wird für einen Lacher genutzt, was insofern schade ist, da Franco Nero mit seinen 71 Jahren noch immer ziemlich cool aussieht.
Insofern hätte man sich eine etwas substanziellere Rolle gewünscht, z.B. die, die Don Johnson übernommen hat. Der Miami-Vice-Star profitiert von Tarantinos Hang, Altstars ins Bewusstsein eines neuen Publikums zurückzubringen. Als Sklavenhalter Big Daddy ist er nur wenige Minuten im Film, hinterlässt aber bleibenden Eindruck.
Regie: Quentin TarantinoGenre: WesternFilmstart:
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...Waltz sowie DiCaprio sind absolut genial....
Fand ihn auch kein bisschen zu lang. Waltz war klasse, besonders mit seiner besonderen Art zu reden.
DiCaprio als richtig fieses Ekel konnte mich ebenfalls voll überzeugen
Foxx und Jackson fand ich gut aber nich so toll, wie die anderen beiden^^
Musik hat mir auch ziemlich gut gefallen.
An manchen Stellen war der Film ziemlich bescheuert aber nichtsdestotrozt sehr unterhaltsam und mehr als 7 Punkte wert...^^
Dem Tarantino ne simple Denkweise andichten und dann von Basterds zu erwarten, dass dort nur Nazis brutal getötet werden?!? Hätte der Quentin nur mal vorher Dich gefragt...
Sehe ich anders.
7/10 ist weit zu wenig.
Bin kein Tarantino Fanboy (bei Inglorious Basterds bin ich eingepennt, lag aber nicht am Film und sonst weiß ich gar nicht welche Filme von ihm sind^^)
aber der Film ist der Hammer, verdammt lustig und einfach ein Muss.
Jeden noch so kleinen Scheiss als genial abtun. Wie kann man nicht sehen, wie simpel seine Denkweise ist.
Du weisst doch, dass er ein Riesen-Film-Fan ist, oder? Wo siehst du Ansätze von gutem Willen seine Filme anders zu machen, etwas neues reinzubringen, oder gute Aspekte von guten Filmen nachzuahmen?
Die wirklich genialen, bleiben in ihren Themen nicht stecken, und probieren neues aus.
Er hat einfach sehr viel Glück, dass er seine fast schon kindlichen Fantasien verwirklichen darf.
So einfach machst du dir das? Wo bist du weniger Hater?
Ich fand 'Pulp Fiction' und 'Kill Bill1" gut. Finde auch super, wie er Musik einbindet. Aber ich kann auch sachlich zugeben, dass sonst nicht viel geboten wird.
Antworte mal für mich. (Fand die Kellerszene aber auch gut.)
Ich wollte nur eines: Nazis brutal getötet haben. Hab zuviel erwartet. Was bekam ich? Wieder eeextrem laaange Dialoge, mit nichts dazwischen. Am Ende endlich Gewalt. ...Und das so einfallslos wie es kaum noch geht! Jetzt im Ernst, denk für dich selber, was würde dir alles bei "Nazis brutal getötet haben" einfallen? Alles ist besser.
Stimmt. Da aber auch immer nur die selbe Figur. Wenn auch gut. Ausser bei 'Departed'.
...der Film ist ein absolutes Meisterwerk. Tarantino at its best !
Glaube kaum, dass dieses Jahr noch ein besser Film kommt. Hab jetzt schon viele Tarantino Filme gesehen, aber keiner war bisher so gut wie Django. Wirklich der einzige Kritikpunkt ist, dass der Film etwas lang ist.
Die deutschen Brocken im englisch, die Sprachweise von Walz - sehr Unterhaltsam.
Foxx war meiner Meinung nach gut, aber konnte nicht mit Di Caprio und Walz mithalten. Er ist halt der direkte "auf die Fresse" Typ (in diesem Film) die anderen beiden konnten etwas variabler aufspielen.
Es ist ein typischer Tarantino Film - entweder man mag seine filme oder nicht. Fan oder hater - dazwichen gibt es kaum was.
Also genau das Klientel, dass bis heute noch ganz gerne zwei versuchte Genozide aus seiner fabelhaften Geschichte ausblendet.
Jeder der Basterds mochte kann ich dem Film nhr ans Herz legen.
Wahnsinnig gut gewirden im Stil von Basterds. :)
ohje, dann hast du den Film nicht einen Meter weit verstanden und zudem keinerlei Ahnung von guter Schauspielerei.
Allein schon die Schauspielleistungen von August Diehl und Daniel Brühl sind fantastisch. Die Keller-Szene in welcher die Basterds auf Diane Kruger & die Nazis treffen ist an Spannung kaum zu überbieten wenn man sie zum ersten mal betrachtet. Zudem gelingt Tarantino in diesem Film der perfekte Spagat zwischen der würdevollen Darstellung von "intelligenten Nazis" (die kein Kanonenfutter sind sondern "Füchse") und einer gekonnten Regie-Leistung die Propaganda der Nazis und deren Regime auf gekonnte Art und Weise ins lächerliche zieht - darunter z.B. die Legende vom "Bärenjuden"/ "Judenjäger", "Hugo Stiglitz", "Stolz der Nation" und natürlich die exzellente defdamierung von Goebbels.
Man kann einzig und allein die überarbeitete deutsche Synchronisation bemängeln, die z.B. aus wichtigen Szenen den Witz herausnimmt. Aber dafür kann Tarantino nichts.
Basterds WAR und IST genial.
Erläutere diese Aussage mal bitte genauer.
Vor knapp 10 Jahren war Tarantino noch Kult und weit entfernt von den Massen. Vorallem in Deutschland. Diejenigen die Pulp Fiction kannten waren schon damals begeistert - weil das im großen Teil "Filmkenner" waren.
Bis Kill Bill kam.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass vor mehr als 10 Jahren irgendwo Reservoir Dogs oder Jackie Brown mal im free tv lief, ohne dass es auf einem Nieschensender nach 23 Uhr war... heute läuft Kill Bill zur Primetime.
Und was hat es mit Fanboy Futter zu tun wenn ich, als großer Fan, einfach begeistert bin von einem Mann der es wie kein anderer schafft mich von einem Film fesseln zu lassen? Der Mann ist ein Genie, dass ist Fakt...
Und die Hater werden auch weiterhin alles abscheulich finden.
"German!"
Genialer Film, gerade Caprio und Waltz überzeugen. Hab ihn jedoch auch nur im O-Ton gesehen.
Ganz großes Kino, Mr Tarantino! Hut ab!
Und warum?
Einzig mit Jamie Foxx bin ich die ganze Zeit nicht so richtig auf nen grünen Zweig gekommen, die restlichen Schauspieler bieten aber eine Darstellung par Excellence!
Bei diesem Film war genau die Anfangs Szene mit Walz gut. Der rest wahr wohl der grösste Müll den ich je gesehen habe.
Ohjaaaaa, das ist wirklich Ansichtssache.
Für mich sticht er gerade außerhalb des Thrillers-Genres hervor. Seine Leistung als Howard Hughes oder J. Edgar Hoover waren schon äußerst beeindruckend, ebenfalls gespannt bin ich auf seine Gatsby Interpretation.
Das soll allerdings nicht seine sonstigen Filme schmälern, in denen er jedoch dann etwas zurückhaltender einsetzt und nicht ganz die ganz große Klasse auf die Leinwand "schlägt".
Ich würde mich gerne mal wieder positiv überraschen lassen.