Wer sich derzeit für längere Zeit vor einem x-beliebigen Kino aufhält und wartet, bis die Vorführungen beendet sind, kann ein interessantes Schauspiel bewundern: Dutzende staunender Menschen verlassen wild argumentierend, lobend und einfach begeistert den dunklen Saal. Der Grund für die einstimmige Euphorie heißt "District 9" und begeistert derzeit die Massen (und gamona-Filmkritiker).
Anlässlich des Kinostarts hatten wir die einmalige Gelgenheit mit Jung-Regisseur Neill Blomkamp über sein faszinierendes Debüt zu plaudern und entlocken nebenbei Hauptdarsteller spannende Anekdoten zum Film. Wem es also nach Insider-Fakten bezüglich des Halo-Films gelüstet, Details zur Zusammenarbeit mit Peter Jackson erfahren möchte oder bisher nicht wusste, dass jeder Dialog in "District 9" improvisiert wurde - liest hier weiter.
"Halo ist grandios gescheitert"
gamona: Die Kernidee zu „District 9“ basiert auf „Alive in Joburg“, einem vier Jahre alten Kurzfilm von Dir. Du scheinst eine sehr enge Bindung zu dem Stoff zu haben. Oder warum schleppst Du ihn seit 2005 mit dir herum?
Neill Blomkamp: Zu der Story selbst habe ich eigentlich keine so starke Bindung. Aber ich besitze ein großes Interesse an meiner Heimat Südafrika, an dem dort vorherrschenden Rassismus und dem auftretenden Hass gegenüber Flüchtlingen aus anderen afrikanischen Ländern. Außerdem ist Johannesburg eine unglaublich verrückte Stadt und wie gemacht dafür, um Filme in ihr zu drehen. Eines Tages merkte ich, dass es geradezu perfekt ist, die für mich relevanten Themen in Johannesburg spielen zu lassen. Und Science Fiction bietet mir die Möglichkeit, diesen Themen auch eine ansprechende Form zu geben.
"Eine Stadt wie Johannesburg fühlt sich für Amerikaner und Erupäer fremd an - das brauchte ich."gamona: Also ist es eher das Setting, das dich fasziniert, die vielen Probleme, die sich in Johannesburg einem Mikrokosmos versammeln?
Neill Blomkamp: Ja genau. Es ist einfach etwas anderes, eine Science-Fiction-Geschichte in einer Stadt in Afrika spielen zu lassen als beispielsweise in Seattle. Ich wollte, dass sich Afrika und besonders die Stadt Johannesburg fremd anfühlt für Zuschauer aus Nordamerika oder Europa. Denn die Idee, dass Aliens auf die Erde kommen, ist nicht wirklich revolutionär. Es ist die Stadt, die Dinge anders macht.
gamona: Hast du denn überhaupt schon an den Spielfilm gedacht, als du den Kurzfilm gedreht hast?
Neill Blomkamp: Nein, das kam erst später. Als ich den Kurzfilm gedreht habe, wollte ich ihn nicht zu einer großen Geschichte ausweiten. Es ist eher ein verrückter kleiner Film, der für ich selbst steht. Dabei wäre es wohl auch geblieben, hätten wir den „Halo“-Film gedreht.
gamona: Der dann aber gescheitert ist, weil die die Universal-Studiobosse nach fünf Monaten Arbeit an dem Projekt das Vertrauen entzogen haben, weil du ihnen zu jung und unerfahren warst.
"Das Halo-Projekt ist grandios gescheitert - plötzlich standen wir ohne Film da."Neill Blomkamp: Ja, das „Halo“-Projekt ist grandios gescheitert. Was aber auch etwas Gutes hat. Denn wir standen mit dem unbedingten Willen da, einen Film zu machen, hatten plötzlich aber keinen Film mehr. Zum Glück hat uns Peter [Anm. d. Red: Gemeint ist Peter Jackson. Der Regisseur von „Der Herr der Ringe“ arbitete als ausführender Produzent des „Halo“-Films] sofort seine Hilfe angeboten. Aus der Not heraus ist die Idee geboren, aus „Alive in Joburg“ einen Spielfilm zu machen. Und erst das Scheitern des „Halo“-Projektes hat zu der Geburt des Films beigetragen.
gamona: Wer von euch kam denn überhaupt auf die Idee, daraus einen Langfilm zu machen?
Neill Blomkamp: Es war Fran Walsh, Peters Ehefrau. Die beiden arbeiten eigentlich immer zusammen. Und obwohl das „Halo“-Projekt zu dem Zeitpunkt noch nicht mal unter der Erde lag, war uns innerhalb von ein paar Stunden klar, dass wir trotzdem etwas machen müssen. Ich dachte damals sogar schon an einen Science-Fiction-Film. Doch hatte ich eher etwas Neues im Sinn. Frans war es dann, die vorschlug, „Alive in Jo'burg“ zu nehmen.




























Schaue mir den Film auf jeden Fall morgen an. Danke, Herr Rittmann
Wer sich vorher nicht informiert, wie der Film aufgebaut wurde (siehe auch Gamonas genialer Artikel vergangene Woche, der einen guten Einblick gewärt), wird im Zweifelsfall enttäuscht?
Warum? Weil Einheitsbrei ala "Independence Day" Action-Sci-Fi eben normal sind und man Krach-Bumm-Bang haben will.
Muss es auch geben, kommt dann aber ein zum nachdenken animierter, technisch absolut hochwertiger und schauspielerisch mitreißender Film wie "District 9" muss man zwangsweise das bereits vermoderte Hirn einschalten...und davon haben viele nichts mehr nach "Transformers 2" und Co.
Dirstrict 9 ist genial insziniert, beschleunigt von Anfang bis Ende in der Erzählung und packt ein ganz neues Konzept aus, samt perfekter Umsetzung.
Ich sage nur "in 3 Jahren kommen wir wieder, versprochen".
Man mag vermuten, dass dann der zweite Teil kommt.
Ich zumindest hoffe drauf.
Ich hab weder Trailer noch sonst irgendwas von film gehört oda so .. aber ich fand ich jetz auch net umbedingt umwerfend.
Streckenweise fand ich den film ziehmlich öde und ziehmlich in die länge gezogen, andererseits war er richtig gut inszeniert und total spannend .. aber das auch nur sehr sehr seltend.
Ganz ehrlich .. für mich persönlich war der film das geld nicht wert.
Warum? Was habt ihr erwartet und was habt ihr erhalten?
Mich würde das echt interessieren.
Ich fand den nämlich genial.
... einer der geilsten Streifen die ich in den letzten Jahren gesehen habe ...
Science Fiction [ˌsaɪəns ˈfɪkʃn̩], (auch: Sciencefiction oder Science-Fiction, abgekürzt SF, Sci-Fi oder SciFi [saɪ̯fɪ̯]) ist eine Gattung innerhalb der Literatur und des Films (siehe auch Science-Fiction-Film), aber auch anderer Disziplinen wie etwa der bildenden Kunst oder der Architektur. Science Fiction entwirft den Einzelnen, die Gesellschaft oder die Umwelt in zeitlich, räumlich sowie vor allem technologisch (oft radikal) alternativen Konstellationen und reichert dabei reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten mit fiktionalen Spekulationen an. (Quelle: Wikipedia)
Ich fand den Film grossartig, und darüber war ich sehr überracht eigentlich. Bin aber auch ins Kino gegangen ohne irgendwas von dem Lobeshymnen, Kritiken etc. mitbekommen zu haben.
nix mit science fiction oder sonstiges was man erwartet.. meiner meinung nach kann man sich die teuros zum angucken sparen
Naja, notfalls irgendwann auf Blu-ray schauen... :/