Die jährliche Oscar-Verleihung ist nicht einfach nur die Auszeichnung herausragender Talente im Filmgeschäft, sie ist auch eine Show, ein Entertainment-Event, der Zeitpunkt, an dem die ganze Welt Richtung Hollywood schaut und mit Spannung die Gewinner des Abends erwartet. Damit einher gehen bewegende Reden, amüsante Comedy-Einlagen und so manch Kontroverse.
Bei den Oscars dreht sich nicht alles nur um die goldenen Statuen...Parallel zu den Oscars fand die Verleihung der "Razzies" 2010 statt – der Preis, den niemand in der Filmindustrie haben möchte. Außer Schauspielerin Sandra Bullock, die sowohl den Oscar für beste Schauspielerin in "The Blind Side" als auch die goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin für "All About Steve" erhielt. MTV News fragte Bullock, was sie denn davon hielt, und scheinbar könnte sie glücklicher kaum sein: "Ich nahm das Baby mit nach Hause," sagte sie, außerdem will sie den Razzie gleich neben den Oscar stellen. "Oh ja, die gehören alle zusammen."
Neu war dieses Jahr auch die Besinnung der Oscar-Organisation auf ihre Wurzeln, denn statt fünf gab es zehn Nominierte auf den Preis der Preise für den besten Film des Jahres. Das ist sicherlich auch einer der Gründe, weshalb die Verleihung die besten Zuschauerzahlen seit fünf Jahren verzeichnen konnte - 43 Millionen Menschen verfolgten das Fernseh-Event.
Für einen der größten Schocks sorgte dieses Jahr der fehlende Tribut an die am 25. Juni 2009 verstorbene Schauspielerin Farrah Fawcett, die vor allem für ihre Rolle in "Drei Engel für Charlie", "Apostel!" und "Extremities" bekannt war. Die Academy verteidigt nun ihre Entscheidung: "Es ist der wohl schwierigste Moment einer jeden Oscar-Verleihung," erklärte Bruce Davis, Executive Director der Oscars. "Denn wir können nicht jeden Menschen in dieses Segment aufnehmen, der in diesem Jahr gestorben ist. Man lässt Menschen aus, die die Leute kennen. Das ist einfach unbehaglich."
Für Freude und Gelächter sorgten hingegen die zahlreichen Sketches der Show, zu den Comedy-Einlagen gehörten u.a. Ben Stiller als Na'vi oder eine Parodie des Horror-Streifens "Paranormal Activity" – hier könnt ihr euch die witzigen Clips anschauen. Highlight war jedoch der Auftritt von Oscar-Gewinner Christoph Waltz in "Der Humpink", einer Parodie auf ein YouTube-Video eines merkwürdigen russischen Sängers, die am Folgeabend bei Jimmy Kimmel ausgestrahlt wurde.