Die Olympiade ist schuld: Wegen den Winterspielen in Vancouver wurde der wichtigste Filmpreis der Branche verschoben und wir müssen noch eine weitere Woche bangen, ob unsere Lieblingsfilme nun den wohlverdienten Hauptpreis abräumen. Um bei all den Nominierten die Übersicht zu behalten, stellen unsere vier Kinoexperten Rajko, Martin, Peer und David die aussichtsreichsten Kandidaten vor und küren ihre persönlichen Favoriten.
Die Liste bietet in diesem Jahr gleich einige große Überraschungen. Zum einen wurde die Vergabemethode geändert und doppelt so viele Filme nominiert wie sonst – was den Platz geschaffen hat, um (nächste große Überraschung) sogar zwei waschechte Science-Fiction-Filme und einen komplett animierten Film ganz oben zu sehen.
- Avatar
- The Blind Side
- District 9
- An Education
- The Hurt Locker
- Inglourious Basterds
- Precious: Based in the Novel „Push“ by Sapphire
- A Serious Man
- Up
- Up in the Air
Peers Tipp: Avatar
Ich hoffe auf eine große Überraschung bei der Oscar-Verleihung, falls sie meinen persönlichen Liebling District 9 zum besten Film des Jahres ausrufen sollten. Allerdings glaube ich nicht wirklich daran, und es schmerzt mich, hier Avatar als Oscar-Tipp benennen zu müssen. Ich halte ihn nicht für den besten Film der Liste, dafür ist die Story zu flach und die Charaktere zu unglaubwürdig – kein anderer Film der Liste leistet sich solche Schwächen. Aber der Erfolg gibt Herrn Cameron nun einmal recht. Und wenn es wieder Erwarten nicht die Blaumänner werden sollten, hat Camerons Frau Kathryn Bigelow mit The Hurt Locker eine sehr gute Chance auf den wichtigsten Oscar.
"The Hurt Locker" ist großes Kino - finden auch Martin und Rajko.Martins Tipp: The Hurt Locker
Mal ganz davon abgesehen, dass „The Hurt Locker“ ein großartiger Film ist, kann man in dieser Kategorie auch durch das Ausschlußprinzip zum Ziel kommen: „Avatar“ ist nur was für die technischen Kategorien, „Blind Side“ erschaudert mit grauenvoller Groschen-Sentimentalität, „District 9“ setzt zu stark auf Genre und Splatter, „An education“ kennt kein Mensch, „Inglorious Basterds“ kann nur in Teilen, aber nichts als Ganzes überzeugen, bei „Precious“ geht’s zu tief in den ungemütlichen Sozialdrama-Keller, „A serious man“ gilt mehr als Fingerübung, denn als wirklich großes Werk, „Oben“ ist animiert und „Up in the air“ bleibt stets etwas zu leichtfüßig.
Rajkos Tipp: The Hurt Locker
Es wird wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen „Avatar“ und „The Hurt Locker“, zwischen Ex-Mann und Ex-Frau. Das gigantische Cameron-Kino gegen die kluge Kriegsanalyse Bigelows. Ich tippe und hoffe auf letzteres. Unter den 10 nominierten Filmen dieses Jahr klar der beste.
Genialer Film: Für David gibt es 2010 nur eine Wahl für den Hauptoscar - den wunderbar smarten "Up in the Air".Davids Tipp: Up in the Air
„Avatar“ war sicherlich das dickste Kinoerlebnis seit Langem. Aber aus filmischer Sicht gab es im letzten Jahr kaum etwas Besseres als „Up in the Air“. So clever, so präzise, so spritzig und dabei dennoch so ergreifend sind nur wenige Filme. Hoffentlich erkennt das auch die Oscar-Jury. Eigentlich mag die Jury intelligentes Kino. Wenn „Up in the Air“ nicht gewinnt, darf aber gern „The Hurt Locker“ absahnen – der ist fast genauso gut.
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Aber tatsächlich - super Film!
Der Film gehört zum besten was in letzter Zeit zu sehen war. Und Tom Hardy liefert in der Rolle als Großbritaniens gewalttätigster Häftling eine Wahnsinnsleistung. Schade das der Film nicht berücksichtigt wurde.
Wird der erst 2011 nominiert oder wie?
Ich fand Avatar auch ganz gut, ist aber eher "Popcornkino".
The Hurt Locker sollte abräumen was geht. Der war klasse!
dass twilight aber fehlt, schmerzt. gibt es einen größeren stuss als sowas? nein.
und soooo schlecht ist "In meinem Himmel" nun echt nicht.
und es ist nicht mode, transformers2 schlecht zu reden, das macht der film selbst;)
bzw. mein aufreger bei den Oscars ist heuer ganz klar die nominierung von Avatar für den beste OST