Was war der Aufschrei groß, der im Jahr 2000 durch die amerikanische Schauspielergemeinde ging. Im Vorfeld zum Kinostart des 3D-Spektakels Final Fantasy: The Spirits Within unkten viele Großverdiener, die digital animierten Kollegen könnten ihnen den Rang ablaufen. Und tatsächlich: Virtuelle Stars, ohne Allüren, ohne Gehaltsforderungen – keine schlechte Vorstellung für Hollywoods Produzenten.
Später zeigte sich, dass die Sorgen unnötig waren – Final Fantasy floppte kläglich. Seither versuchen sich nur noch wenige Regisseure an Animationsfilmen mit beinahe lebensnahen, menschlichen Protagonisten. Einer von ihnen ist Robert Zemeckis (Oscar für Forrest Gump), der nach seinem „Polarexpress“ nun die nordische Sage um Beowulf und Grendel zum Leben erweckt.
Hrodgar, König der Dänen, hat ein Problem: Das Menschen fressende Ungetüm Grendel sucht das Land heim. Ein Heldengesuch soll willige Recken locken, die dem dunklen Treiben ein Ende machen. Beowulf, ein mächtiger Krieger der Gauten, erhört seinen Ruf und reist mit seinen Männern an, um Dänemark zu befreien. In einem grausigen Kampf stellt er sich Grendel – doch der schwerste Test soll noch auf ihn warten.
Nicht zu feste Feiern: Laute Musik und Gesang locken das Biest Grendel an.So etwas hat man bisher auch noch nicht im Kino gesehen: Oscarpreisträger Anthony Hopkins torkelt sturzbetrunken durch eine riesige nordische Festhalle, begrabscht blutjunge Mädchen und ist dabei nur mit einem Bettlaken bekleidet. Es gibt viel zu feiern, in der eindrucksvollen Methalle Heorot – da fällt es kaum auf, dass hier gar nicht der echte Charaktermime im Bild steht. Beowulf ist komplett am Computer entstanden.
Plötzlich kippt die Stimmung: Das mächtige Tor der Halle zerspringt in tausend Stücke, die Kerzen erlischen und grausige Schreie erhellen die Nacht – Grendel, ein zorniges Etwas aus Blut und Schleim verwandelt das frohe Treiben in ein Blutbad. Tote, offene Wunden, zerrissene Körper – Allen, die bis zu diesem Zeitpunkt dachten, „Beowulf“ wäre ein kindgerechter Animationsspaß im Stil von Rattatouille und Co., rückt Regisseur Zemeckis eindringlich das Bild zurecht.
Regie: Robert ZemeckisGenre:AnimationFilmstart: Spieldauer: 94 minDarsteller:Alison Lohman, Angelina Jolie, Anthony Hopkins, Brendan Gleeson, Charlotte Salt, Chris Coppola, Chris Mala, Crispin Glover, Dominic Keating, Emily Johnson, Greg Ellis, Jared Weber, John Littlefield, John Malkovich, Kevin Dorman, Leslie Harter Zemeckis, Nadine Stenovitch, Nick Jameson, Randy Shelly, Ray Winstone, Richard Burns, Rik Young, Robin Wright Penn, Sebastian Roché, Sharisse Baker-Bernard, Shay Duffin, Tim Trobec, Tom West, Tyler Steelman, Woody Schultz ... mehr
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Für mich persönlich trotzdem endlich mal wieder ein gelungener Fantasystreifen. Bezüglich der Vorlage kann man sich streiten... siehe z.B. Herr der Ringe. Gestört haben mich nur die HighHeels, welche Angelina Jolie kurzzeitig an den "Füßen" hatte. Seltsamer Einfall.
Anspruchsvolle Kinogänger... naja, deine Definiton ist wohl auch nicht grad von Feinsinn geprägt. Vielleicht gefällt dir das Genre einfach nicht. Mir persönlich und sogar meiner Freundin (die gar nicht auf so Fantasyzeugs steht) gefiel der Film. Mir schon mal deshalb, weil ich nordische Sagen mag. Von der Technik her ist der Film klasse. Die Animationen sind super, die Atmosphäre stimmt, die Kämpfe sind
spannend, aber stellenweise auch wirklich brutal. Grendel selbst sorgt für einige Schockmomente in denen man auch mal kräftig erschrickt. Der Kampf gegen den Drachen ist ebenfalls ein Highlight. In den knapp 2 Stunden kommt auf jedenfall keine Langeweile auf. Für jeden Fan von Fantasystreifen, nordischen Sagen und/oder Animation zu empfehlen.
Aber für jemand, der das nicht weis, fällt das nicht auf^^
Wäre mal interessant zu sehen, wie der in bewegung aussieht, denn nach Final Fantasy gab es keinen annähernd ähnlichen film.
Ich werd' mir den Film ganz bestimmt anschauen gehen! Hoffentlich kann ich zeitgleich mit meiner Schwester gehen.
Gruß Missy