Das hätte sich James Wan ganz sicher nicht träumen lassen, als er 2003 bei einem kleinen Horrorfilm namens „Saw“ Regie führte. Jener kleine Horrorfilm nämlich mauserte sich zu einem veritablen Box Office Hit, der alleine im Kino auf ein weltweites Einspiel von über 100 Millionen Dollar kam. Innerhalb eines Jahres folgte auch schon „Saw 2“, der ebenfalls groß abräumte, und spätestens mit dem Erfolg von „Saw 3“ war dann klar, dass hier jemand eine Goldader aufgespürt hat: torture porn.
„Body horror“, weitergedacht
Der Begriff „body horror“ war einst ein etwas schwammiger Oberbegriff für diverse Filme David Cronenbergs und erfuhr durch die „Saw“ Filme eine ganz neue Bedeutung. Wo Cronenberg den Körper in Ekel-Klassikern wie „Die Fliege“ oder „Parasitenmörder“ als sich veränderndes und damit Bedrohung auslösendes Wesen betrachtet, steht die moderne Ultragore-Fraktion lieber auf exzessive Vernichtung. Nicht mehr Leben ist der Auslöser von Schrecken, sondern alles was mit dem Tod zusammenhängt.
Startschuss: Mit "Saw" kam plötzlich eine neue Gewaltwelle in die Kinos.Als „torture porn“ werden Filme bezeichnet, die gewalttätige Szenen zeigen und diese mit Folter und einem ausgedehnten Leidensprozess der Opfer verbinden. Die Tötung an sich ist zwar immer noch wichtig um die Geschichte voranzutreiben, doch die Zeiten karger Kopfschüsse oder Genickbrüche scheinen vorbei. Dank moderner Filmtechnik darf mit einer Autopsie-gleichen Detailverliebtheit in der menschlichen Physis gewühlt werden, was mindestens in seinen Spitzen den Zuschauern flaue Mägen beschert. Auch wenn viele „torture porn“ Filme gerne dem Horrorbereich zugeordnet werden, kommt ihre Wirkung doch eher einer Terror-Situation gleich. Man sieht sein Leben ernsthaft bedroht, man kann nicht entkommen und man wird leiden – je länger desto intensiver.
Wo früher noch weggeblendet wurde, darf man in „Saw 3“ nun eine Operation am offenen Schädel in voller Detailfülle erleben – ganze zehn Minuten lang, die Kamera so nah an die glibbrige Hirnmasse herangezoomt, dass es den Anschein erhebt, als würden die schnibbelnden Hauptdarsteller den Zuschauer jeden Moment um Sauger und Tupfer bitten. In „Hostel“ wird fröhlich am lebenden Objekt herumgesägt, „The Hills have Eyes“ lässt die Vergewaltiger aus dem Käfig. Mittendrin,statt nur dabei.
Blazblue: Calamity Trigger Test PS3 Nackenschlag für Streetfighter: Der Beat'emUp-Geheimtipp im Test11
Kommentare 65
"Solche Filme" ist sowieso etwas allgemein. Wie in jedem Genre (wenn man denn SOLCHE FILME als Genre bezeichnen möchte...) gibt es gute und schlechte Vertreter.
Lies mal das Fazit, dann weisst Du zumindest, welche Filme ich gut finde:-)
Müssen Filme uns helfen oder uns weiterbringen? Lieber nicht - zumindest nicht unbedingt. Es geht bei der zunehmend extremen Darstellung von Gewalt lediglich um das Interesse des Zuschauers. Eine weitere Verbindung zu realer Gewalt oder gar sozialen Beziehungen halte ich für kaum haltbare Hobbypsychologie.
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Die Behauptung das Puplikum würde sich immer weiter "öffnen" stimmt meiner Meinung in diesem Fall nicht im Geringsten.
Ganz im Gegenteil! Die Intensivierung von dargestellter Gewalt in sämmtlichen Medien, seien es Bücher oder Fernsehen führen viel mehr zu einer "Abstumpfung" wie es oft genannt wird. Ich möchte es eher ein "Verschließen" nennen. Wir müssen uns vor dem was beim betrachten eines solchen Gewaltexzesses auf uns wirkt verschließen, um solche Bilder aus zuhalten. Gleichzeitig haben wir den Wunsch von einem Film oder Buch angerührt/erreicht zu werden. Um das zu erreichen müssen Diese zunehmend brutaler/extremer werden, um durch unsere Schutzbarrieren - vor genau solcher Gewalt - (Die meiner Erfahrung nach meist aus Gleichgültigkeit bestehen) zu dringen.
Das kann immer weiter fort gesetzt werden. - Ich finde das nicht wünschenswert.
Vielmehr wünsche ich mir, dass Kinder in ihrem Leben von solchen Filmen (oder anderen Gewaltexzessen) verschont bleiben können, damit sie erst garkeine Barrieren um sich aufbauen müssen. Das erst, würde eine wahre Öffnung der Welt gegenüber ermöglichen.
Ich bin ein großer Filmfan bzw. vllt. schon ein Cinneast. Düstere Filme können großartig sein. Aber das zeigen von extremer Gewalt ist ebenso unnötig, wie die reale Gewalt es ist. Es hilft uns nicht, es bringt uns nicht weiter. Es macht uns schwerer erreichbar.
Dazu kommt, dass - vor allem Filme wie die in dem Artikel Genannten - , sei es durch Zufall, oder durch Unachtsamkeit/Desinteresse der verantwortlichen Personen, auch für viele Kinder erreichbar sind.
Was unter soeiner Gelegenheit leidet, ist besonders die Kindheit. Ein solcher Film stiehlt uns unsere Kindheit/Kindlichkeit.
(Eventueller Doppelpost, möge mir verziehen sein.)
Da ich bisher keins der Werke gesehen hab wag ich nicht den Verstand zu verurteilen der sich das ausgedacht hat bzw. dieses zu betrachten genießt. Die paar Ausschnitte und beschreibungen reichen mir auch um keinen Versuch zu starten einen zu schauen.
Sexfilme mit einer Intensivierung von Sex? Ich würde mir die nich im Kino angucken, aber im gegensatz zu all den anderen genannten Filmen würde ich mir die wenigstens angucken ;)
Ich denke die wirklich beste "Waffe" die "gegen" solche Filme helfen ist eine gute Vorbereitung und Bildung, vor allem auch ein Bewusstsein für mediale Inhalte und gesellschaftliche Entwicklungen. Medienkompetenz, soziale Kompetenz, das sind Dinge die händeringend in den Schulen gelehrt werden sollten. Die Schule ist in solchen Themen viel zu pragmatisch da es quasi kaum Fächer gibt die sich mit einer ideologischen, sozialen Komponente auseinandersetzt und mithilfe von Werten, Moral, Ethik versucht die Kinder auf das vorzubereiten was sie in unserer Welt erwartet. Medien sind so allgegenwärtig das sich niemand dem entziehen kann, aber es ist auch niemand da der in der Lage ist diese Entwicklungen zu erläutern. Eltern und Lehrer sind nunmal mit der Erziehung oftmals überfordert. Ich denke hier sitzt der wichtigste Ansatz, der auch gleichzeitig eine Vielzahl schwerer Probleme mit lösen könnte bei einer vernünftigen Umsetzung. Problematische Kinder und Familien könnte besser unterstützt werden, Kinder könnten zielsicherer gefördert werden usw. aber auch Eltern müssen in der Erziehung geschult werden.
Ich denke das ist ein wichtiger Ansatz um zukünftig ein Bewusstsein für die tatsächlichen Inhalte dieser Filme zu schaffen. Was meint ihr?
PS: Und nein die Schulen tragen diese Verantwortung nicht allein, da muss etwas auf viel viel breiterer Front passieren damit die Schulen eine besser Wirkung erzielen kann.
Ich empfinde dein Denken enorm als Schwarz / Weiß, das ist deine Sache und dein gutes Recht, ich will dich hier nicht umkrempeln. Aber es ist sehr schwierig mir dir zu diskutieren da du es dir in deiner Argumentation sehr sehr einfach machst.
Somalia versinkt im Bürgerkrieg und Hilfsgüter landen nur bei den Milizen und du willst noch mehr Gründe für Krieg liefern statt zu versuchen den Krieg wenigstens irgendwie zu bekämpfen. Und Bin Laden kann nur so aggressiv vorgehen weil er kein Angriffsziel bietet, Tibet als Land aber sehr wohl, also passt der Vergleich überhaupt nicht, nicht mal ein bisschen.
Du hast sicherlich die besseren Quellen für Griechenlands Geschichte, ich werd mich nicht wieter auf zu dünnes Eis begeben. Meine Quellen zeichnen ein so völlig anderes Bild aber die Diskussion führst du ja anscheinend mit Heimvorteil.
Wieso du weiterhin die Politik ausser Acht lassen möchtest verstehe ich nicht und es ist auch völlig unlogisch weil die Politik ja die Gesellschaft zu einem starken Teil lenkt. Aber okay, wenn du der Meinung bist das man eine Gesellschaft Politikfrei betrachten kannst dann tu das. Aber ich wäre sehr vorsichtig mit der Aussage das die Gesellschaft im dritten Reich ja im Grunde eine ganz tolle war. Keine freie Meinung, Diskriminierung von Minderheiten, SA, SS, Gestapo, Meinungsgleichschaltung, Propaganda, Hitler als neuer "Kaiser" und Held, mal ein paar Beispiele zum Drübernachdenken. Ich möchte mal nciht glauben das die Gesellschaft im Herzen eine so wirklich glückliche gewesen ist sondern vollkommen oberflächlich und distanziert war und gar nicht in der Lage ihre Situation zu reflektieren. Wenn man von einer manipulierten und gesteuerten Gesellschaft spricht, dann sollte das dritte Reich ganz vorne stehen.
Aber egal, ich möchte mit dir nicht mehr weiterstreiten und mich ab jetzt wieder dem Thema widmen. Du siehst die Dinge halt nur schwarz und weiss, was mich durchaus erschreckt weil ich der Meinung bin das solche Überlegungen eben größtenteils grau sind und mal etwas mehr schwarz und etwas mehr weiß.
@ Wayne: Was du hier formulierst ist doch eine scheinheilige Doppelmoral. Ich klau doch auch nicht und schimpf anschliessend auf die Gesetze weil die mir nicht passen und ich in den Knast wander.
Deine Freundin hätte sich klar sein müssen was sie tut wenn sie sich auf diese Art und Weise der (katholischen?) Kirche verpflichtet. Es gibt immer noch andere Kirchen (evangelische?) die das laxer handhaben.
Das liegt mit ganz großer Sicherheit an der Kirche <- das is sind ja eh die tollsten.
Sagen von sich selbst wie gute Menschen sie doch sind. Und dann hört man immer wieder solche Storys. Z.b. einer Freundin von mir. Die hat einen Freund und studiert Religionslehrerin. Wenn Sie ein Kind bekommt ohne mit ihm verheiratet zu sein dann würde sie ihre Tätigkeit einmal nicht mehr ausüben dürfen.
Also echt lauter so Blödsinn. Und dann immer die ganzen Leute die sich die Fahne "Christ" aufsetzen und immer brav in die Kirche gehen um dem sozialen Druck nachzugeben "wer nicht in die Kirche geht ist böse" und dann über Leute lästern, die wieder nicht in der Kirche waren. Und dann zuhause jedes mal Streit mit der Familie anfangen, so viel dann zum Thema "Toleranz und Nächstenliebe" ... DAS kotzt mich ECHT an.
Aber das ist ein anderes Thema, das ich nur hier irgendwie mal loswerden wollte, weiß au net warum ;-)
P.S.: Ich habe nichts generell gegen Christen. Diejenigen, die wirklich verstanden haben, um was es beim Christentum wirklich geht und das auch wirklich umsetzen vor denen habe ich ultra Respekt und finde ich super. Aber das sind von alllen Leuten die sich hier Christen schimpfen vielleicht 0,1% !!
Viele haben ja gesagt, dass Leute, die sich sowas ansehen irgendwie ihre kranken Bedürfnisse befriedigen wollen oder ähnliches.
Das glaube ich nicht. Ich glaube die sehen sich das eher an um ihre psychischen Grenzen auszutesten (hat auch ganz am Anfang mal einer geschrieben). Das heißt ausprobieren, ob man so eine psychische Belastung aushalten kann, betrachten es quasi als Herausforderung. So was fände ich auch einmal interessant aber ich glaube ich werde mir solche Filme nicht anschauen, die Bilder hat man ja ewig im Kopf ... will ich mir nicht antun.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich vor Problemen wegschaue. Wie jemand hier schon angemerkt habe, glaube ich nicht, dass solche Filme irgendwelche Missstände aufzeigen wollen.
Die Darstellung von Gewalt generell finde ich gut, wenn es wirklich auch reale Szenen nachspielt -> erinnert die Menschen an diese Problematik in ihrer isolierten Welt in Deutschland. Man könnte ruhig mal einen Film zeigen wo ein kleines Mädchen in Afrika den Hungertod stirbt oder ähnliches.
Das jemand sich solche Filme wirklich zum Spaß anschaut, weil er daran Gefallen findet wie jemand fürchterlich gefoltert wird, glaube ich nicht. Bzw. wenn dann nur ein paar ganz ganz wenige - und die sind dann auch meiner Meinung nach wirklich krank <- krank sei hier nicht als herabwertend zu betrachten sondern im Sinne von wirklich psychisch krank, diesen Leuten sollte man helfen.
Besonders kritisch finde ich auch, wenn es Kinder in die Hände bekommen oder Jugendliche. Die stehen in größerem Zugzwang sich so etwas anzusehen, Gruppenzwang "man will ja cool sein". Ein Verbot ist hier in Zeiten des Internets absolut nutzlos. Für alle die, die es nicht wahrhaben wollen: Ich konnte mir in meiner Jugend ALLES besorgen, das ich wollte. Es gibt keine Grenzen mehr, man kann sich alles irgendwo ziehen. Verbot ist zwecklos und lenkt unsere Politiker nur von den Dingen ab, um die sich wirklich gekümmert werden muss.
So zum Beispiel wie jemand vor mir erwähnt hat, wie es sein kann, dass Leute hier Hunger leiden müssen und man sich trotzdem noch anmaßt sich "Sozialstaat" zu nennen. Na ja
Und wie ich schon sagte, es gibt verschiedene formen der Barberei, ob diese physisch oder psychisch passiert wie es eher hier in unserem Lande der Fall ist.
Die dortige Situation beurteile ich wie folgt:
Sehr traurig , von der westlichen "Zivlisation" Ausgeplündert und dann im Stich gelassen. Alles im Namen des Imperialismus der sich heutzutage so schön Globalisierung schimpft.
Den Leuten da unten bleibt auch nichts anderes übrig als Piraterie im am Leben zu bleiben, sie versorgen ja auch nicht nur eigennützich sich damit sondern Dörfer, und anstatt Hilfslieferungen schickt man nun die Bundeswehr. So wird sich die Situation dort sicher entscheident verbessern, wer erschossen wird braucht immerhin nichtmehr zu hungern, danke Deutschland, danke Kapitalismus.
Zu Bin Laden, du nennst es Terror, er befreiung der Muslimischen Welt...wo wäre da der Unterschied hätte Tibet so etwas gemacht? China hätte es Terror genannt und Tibet die Befreiung ihrer selbst. Die mittel allerdings sind absolut nicht tragbar, aber es ging ja nur darum dem Punkt "Sie konnen sich ja sowieso nicht wehren" zu widersprechen.
Und warum ich die Regierungsform auslassen?
Nationalsozialismus - eines der größten Verbrechen der Zeitgeschichte dessen Führer definitiv eines der größten Arschlöcher dieser Galaxie war, Gesellschaftlich hingegen lief es Prima, die Deutschen unter sich waren offener, freundlicher. Es gab eine Atmosphäre die den namen Gesellschaft verdiehnt hatte. Wenn also die Regierung eine Terrorherrschaft nach aussen hin betreibt und intern Menschen ermordet ohne das die normale Bevölkerung davon bescheid weiß (was ja zumindest immer alle meinen) muss das nicht heissen das die Gesellschaft an sich genauso bewertet werden muss.
Wenn Bin Laden nur in einem Berg hocken würde dann wären die Amerikaner womöglich darauf gekommen ihn sich zu holen wie auch China es mit Tibet getan hat. Zumal die Frage ist wie sich Tibet entwickelt hätte wenn es nicht frühzeitige Machtansprüche militärisch mächtigerer Nationen gegeben hätte, die Monarchie war da und hatte sicherlich ihre "Fans" sowie ihre Opfer, das kannst du nciht wegdiskutieren, nach China gab es gar keine Chance mehr auf eine reelle militärische Auseinandersetzung und der Terror durch Bin Laden ist so viel anders wie eine nationale Auseinandersetzung.
Ich finde es fragwürdig das du bei deiner kulturellen/gesellschaftlichen Betrachtung die Staatsform so vehement ausser Acht lassen möchtest. Du kannst keine Kultur als Ganzes betrachten und was nicht passt wird ausgeblendet.
Zu deinem weiteren Abriss über Griechenland finde ich haufenweise Quellen wo eben genau das widerlegt wurde, es gab die Prostitution und sie wurde auch dankend angenommen, es gab großangelegten Sklavenhandel und Aristoteles selbst sagte ganz klar das alle Barbaren für Sklavenarbeiten herhalten sollten und bezeichnete mit Barbaren alle nicht-griechisch sprechende Menschen. Auch gab es Tyrannen die innerhalb einer Polis ihre machtpolitische Situation ausnutzten und zu erhalten wussten.
Die Griechen hatten kein echtes Nationalgefühl sondern bestanden vor allem aus vielen einzelnen autonomen Stadtstaaten was eher zu Dauerkriegs-ähnliche Zustände führte nur um mal spontan das ein oder andere zu benennen. Es gab auch eine Zeit in der die Gesellschaft, Kunst, Philosophie, Technologie aufgeblüht ist aber stell Griechenland nciht als lupenrein dar wenn dem nicht der Fall gewesen ist.
Ich bin immer gern bereit mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Woher nimmst du deine Informationen?
Interessnat find ich das wir in einer Illusion leben. Ich bin mir sehr bewusst was auf der Welt schief läuft und versuche meinen Teil zu tragen. Aber man muss nicht zur ultimativen Schwarzmalerei und "früher war alles besser heut ist alles scheisse" übergehen und sich dabei auf einen kurzen Augenblick in der Geschichte stützen. Das ist absoluter Quatsch, man sollte die Situation im Ganzen betrachten, das Leben ist nicht schwarz und weiß, es ist grau. Mal etwas dunkler und mal was heller aber im groben immer noch grau und die Grenze zwischen Schwarz und Weiß liegt irgendwo mittendrin.
Zur Begrifflichkeit der Barbarei: Erstmal sowas hab ich nciht gesagt und zweitens: Vollkommen richtig, es gibt viele Dinge die in Deutschland falsch laufen. Und trotzdem behaupte ich das so vieles richtig gut läuft. Ich muss mir keine Sorgen machen das mir in einer Notsituation nicht geholfen wird. Ich möchte mal gerne sehen wie Menschen aus zB Somalia dieses Thema behandeln. Bürgerkrieg von der allerschlimmsten Sorte. Das ist Barbarei. Wenn es Deutschland so schlecht geht, wie bezeichnest du die dortige Situation? Wenn du denen was erzählst das hier jedes 5. Kind zu arm ist und das ja Barbarei wäre will ich nicht wissen wie die reagieren. Ich halte so eine Aussage für sehr gefährlich und auch schlicht beleidigend die nicht die Chance haben in gesicherten Verhältnissen aufzuwachsen. Sei froh um das was wir hier an unserem Deutschland haben und versuch das beste draus zu machen. Das alles so schlecht ist liegt vielleicht auch einfach daran das man hier von überall auch das Negative mitbekommt, was sich bei der zeitlichen Verschiebung zum antiken Griechenland und dem weit entfernten Tibet mehr als schwer gestaltet.
@tar
deine klugscheisserische geschichtsstunde ist doch leider sehr oberflächlich.
1. Demokratie
Ich kritisierte niemals eine Staatsform sondern das Kulturelle und Gesellschaftsliche miteinander der Menscheit welches von Staatsformen oder Grenzen unabhängig ist.
2. Sklave
Ja es gab dort Sklaven,
diese wurden allerdings nicht wie im "großen" Rom oder in den frühen Kolonialstaaten der heutigen USA aus ihren Ländern verschleppt. Sie bestanden aus Kriegsgefangenen und Kriminellen. Zu den Kriegsgefangenden möchte ich anmerken das bis Alexander der Große kam Griechenland in keinem dieser Kriege als Aggressor zu nennen ist sondern als Defensivmacht.
Diese Sklaven wurden auch nicht wie in den Kolonialstaaten oder in Rom wie Dreck behandelt, sie hatten vernünftige Unterkünfte auf dem Besitz ihrer Herren. Sie hatten nach der Arbeit freigang und genug essen, durften sogar oftmals am Abendmahl ihrer Herren teilnehmen. Sie wurden auch nicht Ausgepeitscht sondern Arbeiteten von sich aus, warum? Gute Verhältnisse und von ihren Herren für die Arbeit gezollter Respekt. = Funktionierende Gesellschaft + Bestrafung von Kriminellen und Verbrechern. Wir reden hier also nicht von Menschenhandel sondern über das unterbringen von Kriegsgefangenen (oder sollte man sie besser töten?..) und Kriminellen. Wenn das Falsch ist solltet ihr besser schnell für die schliessung aller Gefängnisse demonstrieren, diese sind nämlich unhumaner. Die fehlende soziale Absicherung...schönes Thema...ohne Bismarck hätten wie sie heute auch nicht, und ausser Deutschland haben diese auch nur sehr sehr wenige andere Nationen. Wobei es im alten Griechenland bereits Genügend Institutionen gab die sich um soziales Handeln bemüht haben sofern es notwendig war, so wurden schon damals, wie hier teils durch "Die Tafeln" praktiziert Essen und Trinken an die Armen und Obdachlosen verteilt.
3. Stimmenkauf:
Du bist da im falschen Gebiet und verwechselt Griechenland (ich rede immernoch von dem VOR Alexander des Großen) mit dem alten Rom. Wer sich näher mit dieser Zeitepoche innerhalb dieser Kultur befasst sollte Wissen das weltliches Gut dort nicht so hoch gehandelt wurde wie das Leben seiner selbst, sowie das der Nachbarn , der Familie und der Nation. Macht und Geld spielten dort nicht im Ansatz eine so große Rolle wie Verwaltung und Kulturelle Entwicklung, Korruption hindert beides immens. Die Griechen dachten schlauer.
4. Krieg untereinander
Ja verschiedene griechische Provinzen haben sich bekämpft, am ENDE von Alexander und DANACH, nicht davor wo es noch eine Philosophisch wie Technologische und Gesellschaftliche Hochkultur war.
5. Wahlrecht für Frauen
Dazu muss ich nicht viel sagen ausser die Frage offenstellen was ein Reich vor dekaden von Jahren besser indem hätte machen sollen was bis vor 100 Jahren hier nicht anders war. Immerhin wurde der Wert der Frau weit höher gehalten als wie es bis vor einigen Jahrzehnten noch üblich war. So war Prostitution verboten und wurde hart bestraft sowie es ebenso von der Gesellschaft mehr als verachtet. So gab es nur extrem wenige Fälle von diesem Handeln, sehr extrem wenige (soweit ich mich aus dem Studium erinnere wurden bis heute nur 12 Verfahren aus dieser Zeit diesbezüglich überliefert).
Dein Griechenland wissen rührt wohl von zuvielen schlechten N24 Dokumentationen.
Das Prinzip der Macht und Besitzgier ist nicht auf jede Nation/Kultur hinzuzufügen, die Griechen waren Geistig weiter als sonst jemals jemand...bei ihnen war es ein Miteinander, kein Gegeneinander so wie es heute, und sonst in allen Zeitepochen gang und gebe war seid der Steinzeit, wie gesagt Evolution rückwärts.
Zu Tibet:
ähm...als bsp. Bin Laden sitzt nicht nur auf einem Gebirge, nein er sitzt IN einem und Haut KRÄFTIG zu...warum sollte es so den Tibetern nicht gelungen sein wenn sie es vorhätten? Und der "gute" Herr hat mehr als nur ein paar Nationen um sich rum, er hat die gesammte "vereinigte" westliche Welt gegen sich.
Und JA Tibet war eine Monarchie, doch welchen Einfluss hatte dies auf den einfachen Menschen dort? KEINEN, politisch zu sagen brauchten diese Menschen nichts zu haben, da damals wie heute diese Orte dort oben beinah Menschenleer und unberührt sind. So hatten sie also dennoch für eine Monarchie genügend freiraum. Die einzigste Konsequenz die dieses Land jemals erlitten war war die verbannung des Dalai Lhama und die Versklavung durch angrenzende Nationen.
kurze Geschichtsstunde:
Griechenland war natürlich eine frühzeitliche Demokratie, wo jeder Freie Bürger wählen konnte!
Jeder? Ja Jeder...Vollbürger: bis auf Sklaven! Frauen, nicht dort Geborene +1 bis 2Generationen danach und Arbeitslose.
Von den Stimmenkauf, fehlende soziale Absicherung,Sklaverei! und ständigen Kriegen untereinander fang ich lieber garnicht an.
Tibet: ist natürlich voller braver Buddisten. Nur blöd, dass Tibet eine Monarchie war, dass heißt die Leutchen hatten in ihren Lehmhütten auf den Bergen nix politisch zu sagen.
Aber die Verallgermeinerung "die Tibeter sind lieb" muss ja stimmen, haben ja kein gehauen.
Stell dir mal vor du bist auf deiner Alm und umkreist von großen bösen Männern, nennen wir sie mal China, Mongolei und Indien.
In welche Richtung willst du hauen?
Mach mal weiter mit dein Schwar/Weiß denken.
Allerdings, das mit dem Verbieten, das würde ich pauschal abschmettern. Sowas verschiebt nur die Verantwortung auf den Staat und fördert dabei neues Interesse - so von wegen: warum ist das eigentlich verboten?
jedes 5. Kind unter der Armutsgrenze lebt (toller sozialstaat),
die Bevölkerung durch Lügen ruhig gehalten wird (zahl der Arbeitslosigkeit z.B. Hartz IV Empfänger werden nicht als Arbeitslose gerechnet um eines zu nennen, was die offizielle Zahl deutlich pushen würde...aber das könnte ja probleme geben), mehr als eindeutig genug "Isch geb disch Messa! Leute die unterwegs sind, Mobbing als dauersport in Deutschen Schulen...dies alles fällt für sehr wohl unter den begriff Barberei , wenn du meinst das das alte Griechenland längst nichtmehr als vergleich mithalten kann (warum eig nicht? nur weils ein paar..jährchen her ist? gut in ein paar hundert Jahren vergisst man dann den Holocaust usw. und macht das nochmal, warum denn aus dem alten dann noch lernen? ist ja soo lange her) solltest du auch das Wort Barberei auf die neuzeit Um-Definieren, das fängt bei oben genannten beispielen an und endet bei Dingen wie dem Palästinensischen Völkermord durch ein Volk was es besser wissen sollte oder Naturtötenden Megakonzernen. Und Tibeter...tut mir leid das 85% der Tibetanischen Bevölkerung Buddhisten sind...diese meinte ich aber nicht Explizit sondern das Volk als Ganzes welches wohl mit als einzigstes noch nirgenswo den Aggressor gespielt hat. Dazu wenn es hier um Kulturen geht, warum sollte eine Religion dann nicht auch als solche gesehen werden? Oder was soll das darauf aufmerksam machen das der Buddismus eine Religion darstellt?...
-> workin heute abend gerne mehr
Durch Errungenschaften wie die Schrift, wohl die absolut ultimativste von allen, hat der Mensch den Grundstein für die Entwicklung von Hochkulturen gelegt was ein wesentlicher Unterschied zu der Tierwelt darstellt. Auch die Fähigkeit zur Selbstreflexion und dem bewussten Ich und die zumeist stark ausgeprägte emotionale Intelligenz gepaart mit der kognitiven Fähigkeiten die weit über denen von nahezu allen Tierarten liegt, macht den Mensch einzigartig. Ist der Mensch deshalb besser als andere Tiere? Nein. Er ist nur EINZIGARTIG. Er ist anders. Und es gibt kein Tier das so ausgeprägt über diese Qualitäten verfügt. Der Mensch hat gutes wie schlechtes erreicht, trotzdem ist es nciht verkehrt stolz auf die Leistungen unserer Gesellschaft zu sein.
Worauf du anspielst ist die emotionale Intelligenz. Nur weil es Menschen gibt die keine Skrupel haben zu töten ist nicht gleich jeder Mensch schlecht. Oder bist du auch so ein toller Kampfhund-Hasser? Einer hat gebissen dann ist gleich die ganze Rasse verdorben und schlecht und gehört am besten weggeschlossen. So ein Gedanke wie du hier portierst ist widerlich. Setz nicht alle Menschen mit einigen wenigen gleich, das nehm ich persönlich. Ich würde niemals ein anderen Menschen töten, auch wenn du versuchst hier dem Menschen eine Rassenschuld anzuheften. Nachdem ich deine Hasspredigten hier gelesen habe will ich zwangsläufig auch nciht mehr mit dir in Verbindung gebracht werden aber wir gehören nunmal zur selben Art und haben nur diesen einen Planeten.
Und trotzdem fühl ich schon fast mit dir das es dir nicht gegeben ist auch das gute im Menschen zu sehen.
Wie kommst du darauf das die Tibeter die einzigen zivilisierten Menschen sind? Warum überhaupt die Tibeter? Meinst du nicht eher die Buddhisten? Zivilisation bedeutet vor allem eine zunehmende Vernetzung zwischenmenschlicher Abhängigkeiten und Beziehungen mit gegenseitiger Rücksichtnahme, mal so ganz grob umrissen. Wer in Deutschland als Sozialstaat, das er wir immer noch sind, keine Zivilisation entdecken kann der will die Wahrheit einfach nicht sehen. Das Gegenteil von Zivilisation ist die Barbarei, willst du ein Land wie Deutschland mit seinem technologischen Errungenschaften und seinem sozialen Sicherungsnetz also als ein Land der Barbarei bezeichnen?
Ich für meinen Teil kann mir jederzeit sicher sein das wenn ich in eine persönliche Notlage gerate, ich durch Ordnungskräfte, Rettungsdienste und auch das soziale Netz vor nahezu allen Notlagen abgesichert bin, und der Laden um die Ecke wird immre was zu futtern haben.
Interessant finde ich deine überaus hasserfüllte Predigt gegen das moderne Mensch-sein und deinen ständigen Vergleichen von wohl in deinen Augen "Überkulturen" wie Griechenland oder dem Buddhismus (was jedoch eine Religion darstellt!). Du scheinst am liebsten so vollständig auch die schweren Wege auszublenden die eine Hochkultur zu einer Hochkultur werden lassen. Auch das antike Griechenland ist nicht von heute auf morgen vom Himmel gefallen sondern brauchte auch erhebliche Entwicklungsprozesse um sich zu entfalten. Auch unsere moderne Gesellschaft entwickelt sich immer weiter. Auch technologisch stolpert unsere moderne Welt mehr voran weil sich Entwicklungen überschlagen.
Das du gerade Beispiele wie Griechenland wählst sollte dabei sehr klar herausgehoben werden, du versuchst hier dem Leser die anscheinende glorifizierte Vollkommenheit dieser längst untergegangenen Kultur suggerieren zu wollen, hauptsache man hat mal irgendwas tolles aus der Vergangenheit benannt und damit gerechtfertigt das heute ja alles so schlecht ist, gell? Dahinter steht Null-Argumentation.
Das du nun als offensichtlicher Freigeist und Verfechter der philosophischen Errungenschaften des antiken Griechenlands die arrogante Dreistigkeit, die du selbst so harsch an deinen Mitmenschen kritisierst, besitzt und alle Andersdenkenden, unsere gesamte Gesellschaft und den Menschen an sich als widerlich und abstoßend empfindest, ist ein Paradoxon sondergleichen. Indem du diesen Gedanken so aussprichst zeigst du keinerlei Missestände unserer Gesellschaft auf und versuchst etwas zu ändern, du stellst dich selbst unter sie. Vorurteile, Verachtung und Arroganz, das trieft aus deinen Aussagen. Genau das was du selbst so abgrundtief hasst und verurteilst, machst du deiner eigenen Argumentation zu Eigen was dich in sich schon selbst demontiert. Verflogen sind alle Gedanken an ein philosophisches Griechenland oder ein freigeistig-buddhistischer Gedanke, ich würd schon fast sagen das du diese Gedanken mit deiner Hetze durch den Schmutz ziehst.
Und der Hintergrund unserer verdorbenen Gesellschaft auf Basis dieser Filme zu rechtfertigen ist ja wohl mal wirklich arm.
Auf die ganzen inhaltlichen Unzulänglichkeiten, Verallgemeinerungen und wild herausgeschrieenen Thesen (wie war das noch? wer am lautesten schreit hat am wenigsten Ahnung?) will ich mal unkommentiert lassen. Genug demontiert.
Wir sind (fast) alle organische zwei oder vierbeinige Säugetiere (bevor hier wieder was dämliches zugeschrieben wird das FAST bezieht sich auf säugetiere) von daher finde ich diesen Vergleich garnicht weit hergeholt, aber die Typische Menschliche Arroganz sich selbst als etwas besseres und das höchste zu sehen...arm.
ich rede nich von vor 200 jahren...ich rede hier von Philosophischen und Technologischen Hochkulturen wie dem Alten Griechenland, heutzutage sind die einzig "zivilisierten" Menschen wohl nurnoch die Tibeter.
Ich persönlich schaue mir Lieber "Horror" Filme an mit den Klassischen Figuren.
Auch ein Freddy oder Jason fand und find ich persönlich angenehmer zu schauen als der Heutige Brutalo Streifen.
Ich verurteile niemanden der solche Filme gerne sieht, es ist ja jedem selber überlassen was er in seinen DVD Player schiebt aber die Übertriebene Härte wie dort geschlachtet und gemetzelt wird finde ich echt erschreckent.
ich für meinen Teil mache einen Bogen umd diese "neuen" Filme und Freue mich um so mehr auf komende (hoffentlich) verfilmungen der "Alten" Klassiker.
Es ist natürlich so, dass die Mehrzahl der "erwachsenen" Menschen sich gut ihre eigen Meinung bilden können.
Trotz Altersbeschränkung, mal ehrlich wer hält sich da dran, sind die Hauptkonsumenten dieser Filme aber Jugendliche, die sich wie ein Schwarm Fliegen um jede Scheiße sammeln.
Ist ja gut, so ist die Pupertät. Für die Entwicklung der Vorlieben in diesen jungen Jahren, seh ich in diesen Filmen aber keine guten Aspekte.
Und was verstehst du unter Bevormunden?
Bervormunden heißt für mich, dass ich jemanden sage was er machen soll. Oder siehst du das Verbot von Diebstahl oder Kinderpornos ebenfalls als Bevormundung an?
"Kritisiere also bitte nicht die leute die sie sich ansehen sondern die Filmemacher!"@Theni
Gute Logik.
Aber stell dir bitte mal die Frage, ob diese Filmemacher nicht stattdessen Filme über "tanzende Spreewaldgurken" drehen würden, wenn die Leute diese, anstatt Folterfilmekucken wollten.
Die Fahne weht nur in die Richtung in die der Wind bläst.
Das ist die selbe diskussion wie bei pc- und videospielen.
also, nichts zensieren, nichts verbieten. der mensch ist an sich schlau genug, um solche sachen bei ncihtgefallen maximal einmal zu gucken.