Folterhorror: Ein Fazit
Wie kaum eine weitere filmische Entwicklung der letzten Jahre polarisiert „torture porn“ die Gemüter. Es kann leicht passieren, dass irgendwann diese Welle abebben wird, doch die hier losgetretene Intensivierung der Darstellung von Gewalt wird sich auf jeden Fall fortsetzen. Natürlich steht es jedem frei, darauf mit entrüsteter Ablehnung zu reagieren, doch trotzdem: eine Auseinandersetzung mit dem Thema bleibt niemandem erspart.

Die Gier nach Gewalt: Bild 1Wer's wirklich wissen will, darf sich "Martyrs" aus dem vergangenen Jahr zu Gemüte führen - einem Film, bei dem angeblich Kinobesucher kollabiert sein sollen.Wer sich tatsächlich auf das Terrain „torture porn“ wagen möchte, dem seien vor allem „High Tension“, „Inside“, der erste „Saw“ und „Martyrs“ ans blutende Herz gelegt. Und wer tatsächlich jenseits dieser Filme immer noch Gelüste auf „mehr“ verspürt, dem sei mal folgende Knobelaufgabe unters Kopfkissen geschoben: Wieso eigentlich kam noch niemand auf den Trichter, der Intensivierung von Gewalt eine ebenbürtige Intensivierung von Sex folgen zu lassen? Also das, meine verehrten Damen und Herren, DAS wäre dann wirklich mal ein Aufreger.

07.02.2009
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12.03.2010 13:38
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