„Wir leben in einer computererschaffenen Realität, und das fällt uns nur dann auf, wenn eine Variable verändert wird und damit eine Veränderung unserer Realität stattfindet. Wir haben dann das Gefühl, dass wir das gerade Gesehene schon einmal gesehen haben – ein Déjà Vu.“

Das klingt wie eine Beschreibung der Matrix. Nur dass dies kein Zitat aus dem Film der Wachowski-Geschwister ist, sondern von Schriftsteller Philip K. Dick im Jahr 1977 auf einer Convention in Frankreich als Teil einer Rede erzählt wurde. Dick war davon überzeugt, dass wir alle nur in einer Illusion leben, einer vom Kollektiv anerkannten Realität, die jedoch nicht wahr ist und die immer wieder angepasst wird, was sich in Déjà Vus äußert.

Selbst Trinity nahm er in seiner Rede vorweg. Er erzählt, dass in seinen Geschichten immer der Moment kommt, an dem eine schwarzhaarige Frau an die Tür des Protagonisten klopft und ihm dann erklärt, dass seine Welt nicht real ist. Selbiges will Dick auch erlebt haben, aber als es klopfte, wusste er schon vor dem Öffnen der Türe, dass die Haare der Frau schwarz sein würden.

Dick war gewillt über diese, seine Weltanschauung zu sprechen. Er hatte den Mut, diese kühne Theorie vor der Öffentlichkeit zu formulieren, wobei es für ihn mehr als nur eine These war. Er glaubte daran und war sich sicher, dass es viele andere Menschen gab, denen es wie ihm erging, die Erinnerungen nicht an ein vergangenes Leben, sondern an ein zukünftiges bzw. paralleles besitzen. Der einzige Unterschied: Außer ihm war niemand bereit, darüber zu reden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Ob man Dick nun glauben will oder seine Ansichten für Spinnerei hält, die Idee ist faszinierend, ganz und gar würdig der Geschichten, die der Autor der Welt geschenkt hat.

Im Rausch der Sinne

Eine wahrscheinlichere Erklärung für Dicks Glauben mag vielleicht darin liegen, dass der Schriftsteller über Jahre hinweg Amphetamine eingenommen hatte. Tatsächlich erzählte er, dass er alle seine Bücher vor dem Jahr 1970 geschrieben hatte, während er auf Speed war. Kurioserweise ist „A Scanner Darkly“ der erste Roman, den er ohne den Einfluss von Drogen verfasst hatte.

Er hatte auch mit Halluzinogenen experimentiert, darunter LSD, dem stärksten von allen. Einem Interviewer erklärte er Jahre später jedoch, dass die Drogen nie Auswirkungen auf ihn gehabt hätten. Laut seinem Doktor hätte seine Leber sie verarbeitet, bevor sie sein Gehirn erreichen konnten.

Er hatte auch religiös motivierte Halluzinationen, die immer länger und ausführlicher wurden, weswegen er zu dem Schluss kam, ein paralleles Doppelleben zu führen: das eine als Philip K. Dick, das andere als Thomas, ein Christ, der im ersten Jahrhundert nach Christus von den Römern verfolgt wurde. Außerdem war Dick zeitweise überzeugt, dass der Geist des Propheten Elija in ihm wohnte.

Von der Science-Fiction zum Mainstream?

Philip Kindred Dick wurde am 16. Dezember 1928 in Chicago geboren. Er hatte eine Zwillingsschwester namens Jane, die sechs Wochen nach der Geburt verstarb. Das hatte profunde Auswirkungen auf Dicks Leben und sorgte dafür, dass er in seinen Büchern auch immer wieder das Motiv eines Phantomzwillings einbaute.

Im Alter von fünf Jahren kam er mit seiner Familie nach San Francisco, später kam er mit seiner Mutter – sie hatte sich scheiden lassen – nach Washington. Im Alter von zwölf Jahren erwarb er sein erstes Science-Fiction-Magazin und seine Faszination für das Genre begann.

Das College besuchte er nicht lange, beschäftigte sich aber intensiv mit Philosophie, wobei er sich ein eigenes, schon damals von der Norm abweichendes Weltbild aufbaute. Er glaubte, dass die Existenz auf der internen Wahrnehmung des Menschen basiert und nicht zwangsläufig mit der externen Wahrnehmung übereinstimmen muss.

Seine erste Geschichte verkaufte er im Jahr 1951. Von diesem Punkt an wollte er von seiner Schreiberei leben und war auch gewillt, 20 bis 30 Jahre zu opfern, um literarischen Erfolg zu haben. Seinen ersten Roman „Solar Lottery“ („Hauptgewinn: Die Erde“) verkaufte er 1955. Erfolg hatte er jedoch nur im Bereich der Science-Fiction, einem damals wenig angesehenen Feld, das von Verlagen bedient wurde, die nur kleine Honorare bezahlen konnten. Dick lebte darum zusammen mit seiner Familie von der Hand in den Mund. Das Geld war immer knapp.

Er träumte davon, in den Mainstream zu wechseln und verfasste eine Reihe von Romanen abseits der Science-Fiction, doch als sein Agent ihm alle unveröffentlichten Mainstream-Manuskripte zurückgab, schloss er mit diesem Traum ab. Einzig „Confessions of a Crap Artist“ („Eine Bande von Verrückten“) war verkauft worden.

Dick wandte sich wieder der Science-Fiction zu und verfasste zahlreiche Romane. Es dauerte, bis Hollywood anklopfte, doch dann kam Ridley Scott, der Dicks „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ („Träumen Roboter von elektrischen Schafen?“) verfilmen wollte. Doch die Premiere von Blade Runner sollte Dick nicht mehr erleben, er verstarb am 2. März 1982 an den Folgen mehrere Schlaganfälle.

Hollywood entdeckt Dick

Zu Lebzeiten wurde nur eine seiner Kurzgeschichten, „Impostor“ („Hochstapler“), verfilmt, und das nur als Basis einer Episode der Fernsehserie „Out of this World“. Auch in den 80er Jahren war das Interesse verhalten. Lediglich Ridley Scotts „Blade Runner“ wurde produziert (von dem griechischen Film „Proini Peripolos“, der Teile von Dicks Werk nutzt, sie aber auch mit denen anderer Autoren wie Raymond Chandler kombiniert, abgesehen). Erst in den 90er Jahren wurden Dicks Kurzgeschichten und Romane vermehrt zur Grundlage großer Hollywood-Produktionen.

Dicks Roman war 1968 erschienen, Scotts Film debütierte 1982. Über die Jahre gab es zahlreiche Versuche, den Stoff filmische Realität werden zu lassen. Dick wiederum war mit keiner der Drehbuchversionen zufrieden und mochte auch die, der Scotts Werk zugrundelag, nicht besonders. Noch lange vor der Premiere zeigte man ihm jedoch Effektsequenzen von dieser Welt der Zukunft. Von denen war Dick beeindruckt, hatte er doch das Gefühl, genau das vor sich zu sehen, was er während des Schreibens des Romans vor seinen geistigen Augen sah.

„Blade Runner“ behandelt eines der ureigenen Themen Dicks, die Frage nach der eigenen Identität. Der Film ist dabei mal mehr, mal weniger plakativ, je nachdem, welche Fassung man ansieht. Deutete die erste Fassung nur an, dass Replikantenjäger Deckard selbst ein Replikant ist, so stellt der „Final Cut“ dies als Tatsache hin. Welche der zahlreichen Fassungen man präferiert, ist ganz und gar dem persönlichen Geschmack geschuldet.

Wer bin ich?

Noch länger als an „Blade Runner“ wurde an Total Recall – Die totale Erinnerung gearbeitet. Seit 1974 arbeitete Drehbuch-Autor Ronald Shusett an einer Adaption von Dicks Geschichte „We Can Remember It For You Wholesale“ („Erinnerungen en gros“). Mehr als 15 Jahre vergingen, bis der Film Gestalt annahm. Regisseure wie Bruce Beresford und David Cronenberg entwickelten das Projekt, Shusett schrieb eine Skriptversion nach der anderen und hatte immer Probleme damit, ein adäquates Ende zu finden. In einem hätte Quaid erkannt, was er wirklich ist: Ein von den Marsianern erschaffenes Wesen, in dem ihre Rasse fortleben soll. Am Ende hätte sich Quaid zu den anderen umgedreht und gesagt: „Es wird sicherlich Spaß machen, Gott zu spielen.“

Als Paul Verhoeven zu dem Projekt hinzustieß und dann Arnold Schwarzenegger für die Hauptrolle angeheuert wurde, kam Bewegung in das Ganze. Shusett war nicht sehr erfreut über Schwarzenegger, denn er wollte einen „richtigen“ Schauspieler, doch der erklärte ihm nur, mit ihm würde der Film ein Hit, aber seine Dialoge müssten simpler werden. Denn er wäre eine Präsenz, kein Schauspieler. Aber er verstand das Skript – und das gefiel Shusett.

Ob Dick auch der Film gefallen hätte, ist natürlich reine Spekulation. Er beinhaltet viele Dicksche Themen und befasst sich mit der Frage, was Phantasie und was Realität ist. Ebenso wird der Film in seiner Entwicklung immer abgedrehter und natürlich hat die Hauptfigur mit Identitätszweifeln zu kämpfen.

Unter der Erde hört man sie sehr wohl schreien

In Frankreich verfilmte man Dicks „Confessions of a Crap Artist“ als „Confessions d’un Barjo“ (1992) und die Dokumentation „Drug-Taking and the Arts“ (1994) befasste sich natürlich auch mit Dick, wobei sie auch Spielszenen beinhaltete.

Im Jahr 1995 debütierte Screamers, der auf Dicks Kurzgeschichte „Second Variety“ („Variante Zwei“) basiert. In Dicks Geschichte ist der Spielort eine vom Krieg verheerte Erde, im Film von Christian Duguay findet das Geschehen auf einer fremden Welt statt. Paul Weller ist einer von mehreren Soldaten, die aufbrechen, um für ein Ende der Kriegshandlungen zu sorgen. Das Problem dabei? Die autonomen mobilen Schwerter, die Screamers. Dies sind selbstreplizierende Roboter, die sich unter der Erdoberfläche fortbewegen, Menschen attackieren und zerstückeln.

Da Dicks Vorlage nur eine Kurzgeschichte ist, nimmt sich der Film mit Peter Weller („Robocop“) in der Hauptrolle einige Freiheiten. Er erweist sich jedoch als erstaunlich intelligenter Film, der lediglich im letzten Akt schwächelt und das Ganze ein wenig antiklimatisch zum Abschluss bringt.

Dicks Interesse für den Krieg, mehr noch: seine Verachtung für ihn, wird in „Screamers“ jedoch gut herausgearbeitet. Zugleich befasst sich der Film auch mit der Frage der Wahrnehmung, der inneren, wie der äußeren, denn die Screamers machen eine Evolution durch, die sie immer menschenähnlicher werden lässt. Ein im Vergleich ziemlich schwaches Sequel für den DVD-Markt, Screamers: The Hunting, wurde 2009 produziert.

Der Preis der Freiheit

Auf der gleichnamigen Kurzgeschichte basiert Impostor aus dem Jahr 2001, der im deutschen den dümmlich-anbiedernden Untertitel „Der Replikant“ erhalten hat. Zwar gibt es einen Androiden im Film, an „Blade Runner“ sollte man hier aber nicht denken. Vielmehr ist Gary Sinise als Spencer Olham ein Waffenentwickler für die Weltregierung, die im Kampf gegen die übermächtigen außerirdischen Centauri auf die ultimative Waffe, eine alles vernichtende Bombe, wartet. Olham wird verdächtigt, durch einen Roboter ersetzt worden zu sein, der das Projekt sabotieren soll. Darum muss er fliehen und beweisen, dass er ist, wer er zu sein vorgibt.

Auch dieser Film lebt von Dicks liebstem Thema, der Frage nach der Identität. Denn nicht einmal Olham kann letzten Endes sicher sein, ob er ist, wer er zu sein glaubt. Und da dies ein Hollywood-Film ist, geht es eben nicht nur um den internen Konflikt, sondern vor allem auch um einen externen. Darum gibt es reichlich Action, wenn Olham, wie so viele Dicksche Filmhelden, von Häschern verfolgt wird.

Gary Fleders Werk war eigentlich als 30-minütiger Kurzfilm für eine Anthologie gedacht. Als diese durchfiel, machte man aus dem Stoff einen Langfilm. Das Strecken hat der Geschichte aber nicht unbedingt gut getan. „Impostor“ ist ein netter Film, aber weit davon entfernt, zu den besten Dick-Adaptionen zu gehören.

Auf der Flucht

Ebenso wie Spencer Olham ist auch John Anderton auf der Flucht – vor den eigenen Leuten. Steven Spielbergs Minority Report (2002) basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte, die im Deutschen „Der Minderheiten-Bericht“ betitelt wurde. Anderton, gespielt von Tom Cruise, ist ein PreCrime-Cop, der Verbrecher festnimmt, noch bevor sie ihre Untaten begehen. Das System der Prävisualisierung der Verbrechen soll perfekt sein, doch dann wird Anderton zum Gejagten, weil er selbst in Kürze einen Mord begehen soll.

Wie so häufig wurde im Film viel hinzugedichtet. Die Drehbuchautoren Scott Frank und Jon Cohen werten das Ganze jedoch auf, da sie sich verschiedener Dickscher Themen und Motive bedienen, diese in den „Minority Report“ einfließen lassen und das Ganze in einem Action-Korsett verpacken.

Und noch ein Fliehender

Spätestens mit Paycheck – Die Abrechnung aus dem Jahr 2003 wäre eine Variation der Formel schon ganz nett gewesen. Denn auch Ben Affleck ist auf der Flucht. Das wäre an sich noch nicht so schlimm, wenn das Skript nicht jedes Mann-auf-der-Flucht-Klischee dankbar aufgreifen und bis zum Exzess auswringen würde.

Affleck ist Jennings, ein Mann, der als Reverse-Engineer Großprojekte betreut, die so wichtig sind, dass nach Erledigung seine Erinnerung gelöscht wird. Und zwar nicht nur an das Projekt, sondern an alles, was in der Zeit des Projekts passierte. Nach einem mehrjährigen Projekt steht er vor den Trümmern seines Lebens. Das Geld, das er bekommen sollte, wird ihm vorenthalten und das FBI ist ihm auf den Fersen.

„Paycheck“ basiert auf der Kurzgeschichte „Zahltag“ und wurde von John Woo inszeniert. Die Action sollte eigentlich gut aussehen, doch selbst die ist abgeschmackt und unoriginell. So wie der ganze Film.

Wie im Drogenrausch

A Scanner Darkly entstand, ohne dass Dick auf Speed war. Dabei ist gerade diese Geschichte am ehesten so, wie man sich einen Drogentrip vorstellt. Das überträgt der gleichnamige Film von Richard Linklater auch sehr gut, schon allein durch die Optik. Denn er wurde real gedreht und dann per Rotoskopverfahren übermalt, so dass man einen sehr realistisch anmutenden Zeichentrickfilm hat, in dem die Darsteller wie Keanu Reeves und Robert Downey Jr. eben auch wie sie aussehen.

Der Roman trägt im Deutschen den Titel „Der dunkle Schirm“. Der Film aus dem Jahr 2006 erzählt davon, wie ein Undercover-Cop sich auf eine neue gefährliche Droge einlässt und dabei seine eigene Identität verliert. Dies ist ein typisches Thema für Dick und von Linklater interessant aufbereitet, aber zugleich ein Film, der es dem Zuschauer nur schwer erlaubt, sich auf ihn einzulassen.

Der Nächste bitte!

In Next, der von Lee Tamahori inszeniert wurde und 2007 in die Kinos kam, spielt Nicolas Cage die Hauptrolle. Er ist ein Bühnenmagier, der in die Zukunft schauen kann. Als das FBI darauf aufmerksam wird, versucht man ihn in Gewahrsam zu nehmen, denn er soll helfen eine nukleare Bedrohung durch Terroristen zu verhindern.

Basis für den Film stellt „The Golden Man“ („Der goldene Mann“) dar, allerdings wurde nur die Grundidee verwendet. Ansonsten hat man auch hier, wie schon bei „Paycheck“, einen uninspirierten und langweiligen Mann-auf-der-Flucht-Film gestaltet, der mit Dick nicht viel gemein hat.

Dick gegen den Totalitarismus

Weitgehend unbekannt ist der 2010 entstandene „Radio Free Albemuth“, da dieser bislang nur auf Festivals zu sehen war. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman (im Deutschen: „Radio Freies Albemuth“). Es geht um einen Mann, der seltsame Visionen von einer Entität namens VALIS erhält, mit seiner Familie nach Los Angeles zieht, dort Philip K. Dick und die geheimnisvolle Silvia (Alanis Morisette) kennenlernt und einer Verschwörung von kosmischen Ausmaßen auf die Schliche kommt.

Das Ganze spielt in einem parallelen Amerika des Jahres 1985, das unter der autoritären Kontrolle von Präsident Fremont steht.Der Film ist nahe an Dicks Vorlage, die als satirische Betrachtung der Nixon-Ära verstanden werden kann. 1976 wurde der Roman mit autobiographischen Elementen erstmals publiziert und zeigt die USA im Griff eines totalitären Regimes.

Er hat einen Plan

Auf der Kurzgeschichte „Adjustment Team“ („Umstellungsteam“) basiert George Nolfis „Der Plan“, in dem Matt Damon als Politiker David Norris in eine Frau verliebt ist. Er muss um diese Liebe kämpfen, denn es gibt Kräfte, die versuchen, eine Romanze zwischen den beiden mit allen Mitteln zu verhindern. Sie wäre gegen den Plan.

Nolfi hat nur Basis-Elemente der Kurzgeschichte übernommen und sie weitergesponnen. Wie Dick beschäftigt er sich aber mit der Frage, was unser Dasein bestimmt: der freie Wille oder das Schicksal. Ist alles, was wir tun, vorherbestimmt oder gar gelenkt, oder können wir entscheiden, wie wir unser Leben leben wollen? Der Film gibt eine klare, ernüchternde, schreckliche Antwort und ist zugleich faszinierendes Gedankenspiel. Denn was wäre, wenn es wirklich so wäre?

Was die Zukunft bringt

Nach nur gut 20 Jahren gibt es nun mit „Total Recall“ von Len Wiseman und mit Colin Farrell in der Hauptrolle ein Remake des Schwarzenegger-Films. Oder eine Neuadaption der Dick-Geschichte. Das kann man sehen, wie man will.

Es ist nicht die einzige Produktion nach einer Dickschen Vorlage. Schon seit ein paar Jahren bastelt man bei Disney an „King of the Elves“ („Der König der Elfen“), der als Animationsfilm kommen soll und von „Bolt“-Regisseur Chris Williams gemacht wird. Michel Gondry ist daran interessiert, „Ubik“ zu verfilmen, bei Halcyon arbeitet man an „Flow My Tears, the Policeman said“ („Eine andere Welt“) und Ridley Scott bereitet als Produzent eine Miniserie für das britische Fernsehen vor, die auf „The Man in the High Castle“ („Das Orakel vom Berge“) basiert und davon erzählt, wie im Jahr 1962 die USA nach einer Niederlage im Zweiten Weltkrieg unter Kontrolle der Achsenmächte stehen.

Weiterführende Links

Philip K. Dick hat heute Erfolge, die er zu Lebzeiten nie gekannt hat. Würde er noch leben, wäre er angesichts der vielen hochbudgetierten Filme, mit denen sich Hollywood seiner Geschichten angenommen hat, ein wohlhabender Mann. Wie so vielen großen Künstlern war es ihm nicht vergönnt, den ganz großen Erfolg selbst zu erleben. Hinterlassen hat er jedoch ein Werk höchst interessanter Science Fiction, die von faszinierenden Gedankenspielen lebt und Seh- und Denkweisen offeriert, die Stoff für nachhaltige Diskussionen darstellen.