Die etwas anderen Cops – Filmkritik

Die etwas andere Actionkomödie?

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von Martin Beck, 13. Oktober 2010 10:09 Uhr

Wir begeben uns in die Betstellung und hoffen mal wieder auf eine gelungene amerikanische Komödie, die nicht animiert ist, eine stringente Geschichte erzählt und bis zum Ende smarte Gags ohne allzu intensives Herumpuhlen in haarigen Nasenlöchern auffährt. Bis jetzt war 2010 eine einzige Komödienwüste (zumindest was größere Kinostarts angeht), so dass es nun an Will Ferrell ist, das bisherige Thrönchen namens „Cop Out“ mit einem soliden weiblichen Furz auf den ersten Verliererplatz zu pupsen.

Alleine schon dieser Umstand jedoch spricht Bände: Wenn Will Ferrell, der jeden „Anchorman“ mit mindestens zwei Krepierern à la „Stiefbrüder“ beantwortet, inzwischen als humoristische Kinohoffnung ausgerufen werden muss, sollte schleunigst damit begonnen werden, am Grab von Louis de Funès die grüne „Re-Animator“-Spritze aufzufüllen. Zugegeben, „Anchorman“, „Stranger than fiction“ und, mit Abstrichen, auch „Blades of glory“ sind wirklich gute Filme, aber trotzdem ist ihr Hauptdarsteller bis heute eine vorwiegend amerikanische Erfolgsgeschichte. Will Ferrell ist der erträglichere Adam Sandler.

Verschnittene Holzpistolen

Auf immerhin unterhaltsame Weise zusammengeholzte Buddy-Actionkomödie, deren anvisierter Lachorkan dank eines schlecht inszenierten Durcheinanders kaum bleibende Zwerchfellschäden anrichtet.FazitNun denn: Eine zum hemmungslosen Wiehern einladende Szene wie das „best of“-Verhör von Tracey Morgan in „Cop Out“ findet sich „Die etwas anderen Cops“ zwar nicht, doch dafür gibt es z.B. eine formschöne Holzpistole, ein himmlisches Abendessen mit Eva Mendes, gelungene Bestechungsversuche mit Musical-Karten und ein wunderschön animiertes Saufgelage in 3D. Keiner darf behaupten, dass hier nicht nachhaltig versucht wird, die Lachmuskeln anzuheizen, selbst wenn die Reaktionen darauf nur selten über ein breites Grinsen und/oder leichtes Kichern hinausreichen.

Screenshot zu: Die etwas andere Actionkomödie?Samuel L. Jackson und Dwayne Johnson sind die härtesten Bullen der ganzen Stadt und Vorbild...

Das Problem von „Die etwas anderen Cops“ ist sein irritierendes Durcheinander von einem Drehbuch, das viele Szenen für sich alleine lässt, Übergänge gerne mit der Axt vollzieht und sich im letzten Drittel in einen ermüdenden Geldwäscheplot verstrickt. Wenn es einfach nur mal um die große Überschrift der Buddy-Actionkomödie geht, kommt der Film durchaus auf Touren und mehr als einmal wünscht man sich, dass die Kamera einfach noch viel länger am Schreibtisch der beiden zentralen Loser-Cops bleibt, während das ganze andere Geschehen gerne schon mal ohne uns weiterlaufen kann.

Das Zusammenspiel von Will Ferrell und Mark Wahlberg besitzt schwer unterhaltsamen Zunder, den die beiden durch ihre süffisant ausgespielten Rollen-Klischees (=dorkiger Pedant & wutentbrannter Actionfan) wunderbar anheizen. Auch die um sie herum entsponnene Geschichte, die sie nach dem überraschenden Tod der Revier-Hengste Samuel L. Jackson und Dwayne Johnson auf großen Einsatz schickt, hat saftiges Lacherpotential, so dass es letztendlich umso „komischer“ ist, dass die Chose einfach nicht richtig in Schwung kommen mag.

Screenshot zu: Die etwas andere Actionkomödie?...für die etwas anderen Cops: Will Ferrell und Mark Wahlberg.

Der Grund dafür ist tatsächlich vor allem das Drehbuch, das immer wieder den Eindruck macht, von ca. 10 verschiedenen Köchen zu stammen, die sich untereinander höchstens über facebook kennen. Am Anfang gibt es überkandidelten und leider völlig verschnittenen Action-Radau, dann folgen „Stromberg“-mäßige Büroeskapaden, megaplattes Buddy-Bonding, ebenso platte Liebeseinlagen, etliche „humorige“ Tiefschläge à la Penner-Gangbangs in dem schicken Prius von Mr. Ferrell und schließlich auch noch die zugleich lahmarschige und verwirrende Hauptaufgabe, Geldwäscher Steve Coogan dingfest zu machen.

Kommentare 9
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Kreldor29.10.2010 17:37
Ein einziges Mal gelacht, wenn ich den Film im Kino angesehen hätte, würd ich mein Geld zurück verlangen.
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JonasWekenborgJonasWekenborg18.10.2010 18:00
hey vood, da is doch ne frau bei, sogar mehrere ^^
ivy, die hexe, häh?
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VoodjinVoodjin13.10.2010 20:02
@also: Mit anderen Worten. Der Film ist gut, weil Du Dich mal endlich eine rangelassen hat? Das ist ein Argument. ^^

@Sebastian: Siehst Du! Da hat einfach eine Frau bei dem Arcania Test gefehlt. Dann wäre der Test um einiges positiver ausgefallen. xD
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quakegottquakegott13.10.2010 19:20
ruhe sonst steck ich dir die hand in den arsch und benutz dich als handpuppe XD
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Nero13.10.2010 18:01
Herr Beck,
so sehr ich Ihre kritische Art auch schätze, aber ich hatte doch etwas mehr erwartet.
Was genau meinen Sie, wenn Sie in Ihrem Fazit Folgende schreiben: "[...]deren anvisierter Lachorkan dank einem schlecht inszenierten Durcheinander[...]".
Ich hielt bisher viel von Ihnen und dachte, in Ihnen einen der wenigen Menschen gefunden zu haben, die noch wissen, was der Genitiv ist.
Wirklich bedauerlich.
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mithamitha13.10.2010 14:20
ICH HATTE AUCH SCHON MAL SEX!

Oder wie soll man den ersten Kommentar sonst interpretieren? Manche Leute sind schon etwas sehr einfach gestrickt... Oder ich wurde getrollt, in dem Fall 2/10.
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Eden13.10.2010 13:32
Will Ferrell Filme sind der burner. Angefangen mit Ricky Boby, weiter mit den Eisprinzen und Fast vergessene Welten, um ein paar gute Filme mit ihm zu nennen. Will Ferrell ist für mich Kult. Bisher haben mich nie seine Filme enttäuscht. Großartiger Komödiant. Wie auch dieser Film der ist gut und macht echt Laune zu sehen

"Wenn ich will das du redest, schiebe ich dir die Faust in den Ar*** und benutze dich als Handpuppe"

Ach 8 Punkte ist der Film allemal Wert ^^
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ElunirElunir13.10.2010 12:25
Braucht da jemand bischen Aufmerksamkeit? ;)
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also13.10.2010 11:58
ich hab dem film 10 punkte gegeben aus folgenden gründen:

- den stiefbrüder film angesehen, der doch komisch ist, aber das highlight war ne heisse nummer mit meiner ex auf der hinteren reihe.. ich sag nur umgekehrtes reiten ;).

- mark wahlberg, einfach cool der typ, besonders bei "unbesiegbar"

- michael keaton als einzig waren bruce wayne zu betiteln verdient einen 11. punkt!

- über die mendes könnte man auch öfters drüberrutschen, angefangen mit ihrem mund
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Die etwas anderen Cops
Die etwas anderen Cops FilmplakatRegie: Adam McKayGenre:KomödieFilmstart: Darsteller:Steve Coogan, Damon Wayans, Anne Heche, Eva Mendes, Dwayne Johnson, Samuel L. Jackson, Michael Keaton, Mark Wahlberg, Will Ferrell
Interessiert mich!
Hab ich
Will ich
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