Es gibt Hunde, die ausgezeichnet apportieren können. Es gibt auch Hunde, die exzellent auf ihren Namen hören, niemals Dreck machen und dem Herrchen sogar seine Pantoffeln bringen. Und es gibt Mr. Peabody – den schlausten Hund der Welt, Nobelpreisträger und Adoptivvater eines Menschenkindes, der nun seinen eigenen Film erhält.

Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman - Deutscher Trailer #1Ein weiteres Video

Er kennt Maximilien Robespierre, Leonardo da Vinci und George Washington persönlich, aß mit Marie Antoinette Kuchen, entdeckte mit Benjamin Franklin die Elektrizität und schrieb für William Shakespeare seine bekanntesten Dramen.

Mr. Peabody ist viel in der Welt und in der Zeit herumgekommen. Und das auch noch, obwohl er ein Hund ist - seines Zeichens sogar der intelligenteste Hund der Welt! Er ist ein mathematisches Genie, Nobelpreisträger und Erfinder des Kult-Fitness-Tanzes Zumba. Dabei wirkt der kleine weiße Beagle gar nicht mal so sportlich.

Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman - Dreamworks ist auf den Hund gekommen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 14/171/17
Genie-Hund adoptiert Kind. Hund hat Zeitmaschine. Da sind Probleme schon vorprogrammiert.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Im Tierheim wollte ihn niemand mitnehmen, weil er zu clever war, um blöden Stöckchen hinterherzulaufen, sodass er sich sein Leben lang darauf konzentrierte, noch mehr Wissen in sich aufzusaugen. Eines Tages findet er ein ausgesetztes Menschenbaby und adoptiert es. Ein Hund, der ein Menschenkind adoptiert? Kein Problem, wenn man Nobelpreisträger und zugleich noch Sternekoch, Erfinder und weltberühmt ist. Mr. Peabody ist eben in allen Bereichen ein Genie. Und dieses Wissen möchte er seinem Adoptivsohn Sherman – und den Zuschauern - nun weitergeben.

Zurück in die Vergangenheit

„Mr. Peabody & Sherman“ ist eine Adaption der alten Zeichentrickfigur „Mister Peabody“, der in den späten 1950ern und den frühen 1960ern in diversen Serien im Fernsehen auftauchte und zuletzt auch seine eigene Sendung hatte. In 91 kurzen Geschichten von je 4 ½ Minuten reist Mister Peabody zusammen mit Sherman via Zeitmaschine durch die Zeit, um berühmte Persönlichkeiten zu besuchen oder besonderen Ereignissen der Geschichte beizuwohnen.

Packshot zu Die Abenteuer von Mr. Peabody & ShermanDie Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman

Über 50 Jahre später hat Dreamworks daraus nun einen Animationsfilm gezaubert, der jedoch nicht mehr so recht in diese Zeit zu passen scheint. Die Zeiten, in denen man seinen Zuschauern mit Cartoons bewusst etwas beibringen möchte, sind so gut wie vorbei. Nur den ganz Kleinen sind solche Serien noch zugedacht, während vor vielen Jahren noch die ganze Familie Spaß am Lern-Fernsehen hatte. Heutzutage werden natürlich immer noch Werte und Moral über Filme und Serien vermittelt, aber zumeist nicht so vordergründig, offensichtlich.

Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman - Dreamworks ist auf den Hund gekommen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublenden3 Bilder
Eines dieser Probleme reist ins antike Ägypten und will dort einfach nicht mehr weg: Shermans Freundin Penny.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Doch bei „Mr. Peabody & Sherman“ wird ziemlich schnell klar, dass der Zuschauer etwas über berühmte Personen und Ereignisse aus der Geschichte lernen soll, natürlich immer mit einem Augenzwinkern, da Mr. Peabody & Sherman stets in die Geschichte eingreifen und ihren Teil dazu beitragen. Die Idee des Ganzen ist nett, die Figuren sind liebenswert und auch modernisiert. Dennoch möchten die Witze nicht wirklich greifen, sodass einem höchstens ein Schmunzeln, aber kein herzhaftes Lachen entweicht.

Nett aber ohne Pepp

Auch ist die Geschichte viel zu simpel gestrickt: Mr. Peabody reist mit Sherman regelmäßig durch die Zeit, um ihm etwas beizubringen. Sherman wird dadurch ein richtiger Streber und Besserwisser und legt sich an seinem ersten Schultag prompt mit der zickigen Penny an. Um die Wogen zu glätten, lädt Peabody Pennys Eltern zum Dinner ein, damit sich die Eltern und die Kinder besser kennenlernen können. Doch bei dem netten Abendessen kommt es natürlich, wie es kommen muss: Sherman plaudert die Existenz der Zeitmaschine aus und Penny provoziert ihn so lange, bis er mit ihr in die Vergangenheit reist – womit er ein riesiges Chaos auslöst.

Scheinbar ist Mr. Peabodys Zeitmaschine defekt. Sonst würde er sicher in die Vergangenheit reisen, um diesen Film zu verbessern…Fazit lesen

Penny gefällt es im alten Ägypten nämlich so gut, dass sie nicht mehr in ihre richtige Zeit zurück möchte. Sherman holt daraufhin Mr. Peabody zu Hilfe. Gemeinsam reisen sie in die Zeit zurück, um Penny wiederzuholen. Dabei geraten sie von einem Abenteuer ins nächste – und jedes führt das Dreiergespann in eine andere Epoche.

Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman - Dreamworks ist auf den Hund gekommen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 14/171/17
Aber auch andere Zeiten kommen ins Visier des Films. So finden wir das antike Rom, die Renaissance sowie einige andere, wichtige Epochen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Vom alten Ägypten mit Tutanchamun über den Trojanischen Krieg bis hin zu Leonardo da Vincis Flugapparaten – kein Ereignis entgeht den Zeitreisenden. Doch nicht nur in der Vergangenheit warten vielerlei Gefahren… in der Gegenwart muss sich Mr. Peabody seinem größten Problem stellen: Dem Jugendamt. Denn das zweifelt nach dem Vorfall mit Penny daran, ob ein Hund wirklich ein guter Erziehungsberechtigter für ein Kind sein kann.

Genauso wie Mr. Peabody, scheint es auch der Film stets gut zu meinen. Es ist eine nette Geschichte, mit netten Animationen und netten Schauplätzen. Aber „nett“ allein reicht eben nicht. Der Film zieht sich durch die spannungsentladenen Situationen in die Länge, wirkt leider auch nicht wirklich lustig, höchsten munter, und langweilt mehr, als dass er durchweg unterhält. Wenn überhaupt, ist der Film für die ganz kleinen Kinobesucher geeignet. Für mehr fehlt einfach der gewisse Pepp.