Als der erste „Hulk“ im Jahr 2003 erschien, hatten Spidey und die X-Männer Comicverfilmungen im Kino bereits etabliert und salonfähig gemacht. Dementsprechend einfach hätte es der grüne Koloss an den Kassen haben müssen, zumal man das Wagnis einging, sich mit Regisseur Ang Lee einen Querdenker und Geschichtenerzähler ins Boot zu holen. Ein Fehlgriff, wie sich herausstellte – die Mär vom Prügelklops mit Seele verstimmte Fans und Kritiker, blieb finanziell hinter den Erwartungen zurück.
Zu überladen, zu bunt war er den einen, wieder andere verärgerte Ang Lees verkopfter Ansatz: Dieser konzipierte Hulk in erster Linie als Charakterstudie, stellte die brachialen Actionkeilereien in den Hintergrund und drehte das CGI-Spektakel entgegen der Zielgruppenaffinität ab der zweiten Filmhälfte zum moralinsauren Vater/Sohn-Drama – sicherlich nicht das, was sich die Leser der Marvel-Heftchen erhofft hatten.
Der Comic-Konzern reagierte: Mit neuem Team, anderen Darstellern, frischer Story und „originalgetreuerer“ Herangehensweise soll der grüne Gigant wiederbelebt und am besten gleich noch von den Fehlern der Vergangenheit bereinigt werden. Das Ergebnis hört auf den leicht irreführenden Namen „Der unglaubliche Hulk“ und soll die „einzig wahre Vision der legendären Vorlage“ aufzeigen.
Banner versucht seine gigantischen Kräfte los zu werden.Zum Glück verzichtet die „Neuinterpretation“ darauf, die Entstehung des Wüterichs einfach aufs Neue zu erzählen, sondern setzt einzig die Ausgangprämisse, sprich Bruce Banners Verstrahlung und anschließende Wandlung zum Muskelprotz, voraus. Die Geschehnisse des ersten Teils – also der Konflikt mit Banners Vater oder Hulks Kampf gegen das Militär – werden geschickt unter den Teppich gekehrt und zu keiner Zeit erwähnt.
Nach seinem folgenschweren Strahlungsunfall ist Bruce Banner auf der Flucht. Das Militär unter Führung des skrupellosen General Ross will den Wissenschaftler als biologische Waffe einsetzen. Doch Banner will das Monster in ihm nicht benutzen – er will es loswerden. Als sich auch noch die abscheuliche Kreatur „Abomination“ an seine Fersen heftet, wird Bruce richtig wütend. Und das ist keine gute Idee…
Auf der Flucht: Der Beginn erinnert stark an die TV-Serie aus den 80ern.Bruce Banner bettelt am Straßenrand, arbeitet in einer abgewrackten Lagerhalle und wohnt in der letzten Ecke einer typischen mexikanischen Favela – umgeben von Schmutz, Gewalt und Armut. Das soll ein Superheld sein? Ja, ist er. Der neue Ansatz der Marvel-Studios „tiefere Charaktere, gewohnt gute Action“ kommt auch in „Der unglaubliche Hulk“ voll zum Tragen, stellt den Menschen Banner in den Vordergrund und baut auf Emotionen.
Regie: Louis LeterrierGenre:ActionFilmstart: Spieldauer: 114 minDarsteller:Aaron Berg, Adrian Hein, Al Vrkljan, Anderson Paz, Aric Dupere, Arnold Pinnock, Avi Phillips, Billy Parrott, Carla Nascimento, Carlos A. González, Chris Owens, Chris Ratz, Christina Cabot, David Alexander Miller, David Collins, David Meunier, Débora Nascimento, DeShaun Clarke, Desmond Campbell, Edward Norton, Fabio Dorea, Genelle Williams, Grant Nickalls, Greg Bryk, Imali Perera, James Downing, Jason Burke, Jason Hunter, Javier Lambert, Jee-Yun Lee, Jim Annan, Joe La Loggia, John Carvalho, John MacDonald, Joris Jarsky, Julio Ceasar Torres Dantas, Krista Vendy, Kristina Pesic, Lenka Matuska, Liv Tyler, Lou Ferrigno, Martin Starr, Matt Purdy, Maxwell McCabe-Lokos, Michael K. Williams, Mila Stromboni, Moses Nyarko, Nicholas Rose, Nick Alachiotis, P.J. Kerr, Paul Soles, Pedro Salvín, Peter Mensah, Raimundo Camargo Nascimento, Rickson Gracie, Robert Downey Jr., Robert Morse, Roberto Bakker, Robin Wilcock, Ruru Sacha, Russell Yuen, Scott Magee, Shaun McComb, Simon Wong, Stan Lee, Stephen Broussard, Stephen Gartner, Tamsen McDonough, Tig Fong, Tim Blake Nelson, Tim Roth, Todd Hofley, Tony Nappo, Tre Smith, Ty Burrell, Wayne Robson, Wes Berger, William Hurt, Yan Regis ... mehr
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Allerdings kann ich von einem Kinobesuch nur abraten, denn neben einigen Schnitten im Mittelteil fehlt fast der gesamte Endkampf. Das zerstört leider das ganze Filmerlebnis.
Wartet lieber, bis der Film als uncut DVD zu haben ist.
und dann noch beim endkampf.. da fass ich mir nur wieder an den kopf...
typisch deutsch
der film ist echt sehr gut ABER diese scheiss SCHNITTEREI is mal VOLL fuern arsch! wer 7euro (oder so) fuer die geschnittene version ausgibt ist echt selber schuld! ich kann niemand raten den im kino zu sehen. da fehlt einfach zuviel und das beste des schluss, der endkampf, fehlt fast KOMPLETT.......total mies leute!
Der erste Hulk Film hat mir eigentlich auch gut gefallen, gerade die künstlerische Herangehensweise mit dem Bildaufbau à la Comic Panels. Was ihn mir leider etwas vermiest hat, war dieses an den Haaren herbeigezogene Ende bzw. der Endgegner. Da geht die Neuverfilmung schon dem Original getreuer an die Sache. Und gerade die ein oder andere Szene, wenn Bruce per Anhalter weiter will und die Titelmelodie der Serie erklingt, läßt Kindheitserinnerungen wach werden.
Nur die FSK Verstümmelung hatt einen sehr faden beigeschmack hinterlassen.
Da der Schlusskampf wirklich böse geschnitten wurde und plötzlich von einer Szene in die andere Gesprungen ist.
Bei Hulk musses auf die Fresse geben - genau das versprech 8ich mir vom neuem Hulk.