In der letzten Woche zeigte Peter Jackson einen zehnminütigen Clip zu Der Hobbit - Eine unerwartete Reise, in dem eine neue Filmtechnik vorgeführt wurde. Die lässt das Bild klarer wirken und läuft mit 48 Bildern in der Sekunde - herkömmliche Filme bislang nur mit 24 Bildern.

Wie 48 Bilder in der Sekunde wirken, sehen die deutschen Kinos erst am 13. Dezember.

Das sorgte sowohl für positive als auch für negative Stimmen. Vor allem das Verhältnis von Kontrast und Belichtungen sei noch nicht ausgereift und das Bild wirke insgesamt viel zu "sauber". Dadurch seien sogar Masken und Perücken erkennbar gewesen.

Nun bezog Peter Jackson Stellung dazu und betonte, dass sich die Technologie noch weiterentwickeln werde. Am Anfang sei es sehr ungewöhnlich, da man einen Film so noch nie gesehen habe. Es wäre eine vollkommen neue Erfahrung, das "seltsame Gefühl" aber würde nicht die gesamte Zeit über dauern. Bei einem ganzen Film sei es ein anderes Gefühl, als bei einer 10-minütigen Präsentation, in welcher nur schnell zusammengeschnittenes Material gezeigt wurde.

Laut Jackson könne man sich erst eine Meinung darüber bilden, wenn man den ganzen Film mit 48 Bildern in der Sekunde gesehen habe. Mehr könne er dazu nicht sagen. Schließlich könne er auch keinen Fisch-Hasser davon überzeugen, plötzlich Fisch zu essen. Man könne nicht weiter erklären, warum der Fisch gut schmecke und man ihn genießen sollte.

"Als die letzte Szene mit Bilbo und Gollum in den Höhlen des Nebelgebirges gezeigt wurde, da fiel es [den Kritikern] nicht weiter auf und sie hatten sich daran gewöhnt. Wie der Rest auch, wurde das ebenfalls mit der 48-Bildrate gefilmt. Ich frage mich, ob sie in dieser Szene doch in die Geschichte eintauchten, den Dialogen folgen und endlich in der Geschichte ankamen", sagte er noch dazu.