Mittelerde ist eine sehr vielschichtige Welt. Weil J.R.R. Tolkien sie nicht nur als Hintergrund für eine Fantasy-Geschichte erschuf, sondern weil die Kulturen und die Sprachen Mittelerdes zuerst kamen. Die Geschichten waren dann nur ein Weg, sie zu transportieren.

Der Hobbit: Smaugs Einöde sorgt derzeit erwartungsgemäß für prall gefüllte Kinosäle und reichlich Gesprächsstoff. Grund genug also, noch einmal einen Blick auf die ursprüngliche Fantasy-Trilogie und ein paar interessante Fakten zu werfen, die vermutlich nicht jeder Tolkien-Fan von euch kennt.

Tolkiens Schöpfung ist immens reichhaltig und wurde von Peter Jackson mit „Der Herr der Ringe“ genial umgesetzt. Mit der neuen Trilogie rund um „Der Hobbit“ schickt sich Jackson nun an, sich selbst zu wiederholen, vielleicht sogar zu übertreffen.

Hier nun 25 amüsante und interessante Fakten über „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, die euch – so hoffen wir – noch nicht ganz geläufig sind.

25. Wer ist Azog?

Azog ist der König der Orks. Er ist größer als seine Lakaien, eine Gestalt mehr wie ein Uruk-hai als ein Ork. Da er Thorins Vater tötete, indem er ihm den Kopf abschlug, gab man ihm den Beinamen „Der Schänder“. In „Der Hobbit“ ist er eine vollkommen digital erschaffene Figur. Aber dafür war ein Schauspieler nötig, der per Motion Capture die Grundlage für Azog lieferte und ihn auch spielte: Manu Bennett. Der Name sagt euch nichts? Das Gesicht bestimmt. Er wurde als Gladiator Crixus in „Spartacus: Blood and Sand“ bekannt.

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24. Ein Mann mit vielen Ork-Gesichtern

Der Australier Stephen Ure spielt in „Der Hobbit“ gleich zwei Orks: Fimbul und Grinnah. Für ihn ist das nichts Neues gewesen, er war schon zehn Jahre zuvor ein Ork. In „Die zwei Türme“ spielte er Grishnákh und in „Die Rückkehr des Königs“ Gorbag. Aufgrund der Prosthetics, mit denen aus einem Menschen ein Ork wird, sieht er jedoch gänzlich anders aus.

Der Hobbit: Smaugs Einöde - Aus dem Archiv: 25 Dinge, die ihr über „Herr der Ringe“ und "Der Hobbit" noch nicht wusstet

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23. Doctor Who

Eigentlich sollten gleich zwei ehemalige Doktoren in „Der Hobbit“ mitspielen – geblieben ist nur einer: Sylvester McCoy. Er war der die siebte Inkarnation des Doktors. Für die Rolle des Elben Thranduil wollte Peter Jackson eigentlich David Tennant, der den zehnten Doktor gespielt hat. Aus dieser Wunschbesetzung wurde nichts, weswegen nun Lee Pace den Vater von Legolas spielt.

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22. Der Sauron-Troll

Im Finale von „Die Rückkehr des Königs“ sollte Aragorn eigentlich gegen den körperlich gewordenen Sauron kämpfen. Kurz vor Kinostart entschied sich Peter Jackson jedoch anders, weswegen Sauron in der Schlacht vor dem Schwarzen Tor durch einen Troll ersetzt wurde.

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21. Wie im Dschungelcamp

Stephen Fry, der den Bürgermeister von Seestadt spielt, musste Sachen essen, die man kaum in den Mund nehmen möchte. Er erzählte Digital Spy: „Er ließ mich Hoden essen … wirklich widerlich. Ich kann nicht zu viel über meine Rolle sagen, aber man hat mir eine künstliche Glatze verpasst und darauf eine ganz miese Perücke, die so aussehen soll, als wolle der Bürgermeister die kahlen Stellen verbergen. Dazu kommen noch wirklich eklige Fingernägel.“

Drachen und Spinne im Rentenalter

20 bis 16...

Packshot zu Der Hobbit: Eine unerwartete ReiseDer Hobbit: Eine unerwartete Reise

20. Schwergewichte

Für die Darsteller der 13 Zwerge waren die Dreharbeiten alles andere als leicht. Jeder von ihnen hatte mehrere Kilogramm an Zwergen-Utensilien mit sich herumzuschleppen. Dazu befanden sie sich teilweise in Fat Suits und waren über und über mit Prosthetics und falschem Haar bedeckt.

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19. Wie spricht man Smaug aus?

Der Drache Smaug ist die große Bedrohung in der Trilogie. Es gab durchaus Kontroversen darüber, wie man den Namen ausspricht. Naheliegend wäre die englische Betonung, was sich „smog“ lesen würde. Tatsächlich bestand der Linguist Tolkien jedoch, dass das Wort Deutsch ausgesprochen wird. Er wollte spezifisch den ''au''-Klang haben.

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18. Der Geschmack fürs Abenteuer

Bilbo ist erstaunlich abenteuerlustig für einen Hobbit. Das hat er von seiner mütterlichen Seite. Sein Vater war Bungo Beutlin, seine Mutter Belladonna Tuk. Es heißt, dass die Tuks schon immer eine abenteuerlichere Seite an sich hatten.

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17. Im Rentenalter

J.R.R. Tolkien schrieb „Der Hobbit“ in den Jahren 1929 bis 1936. Die erste Edition des Romans wurde 1937 veröffentlicht. Damit ist der Roman nun schon stolze 75 Jahre alt.

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16. Spinnen

Als Kind wurde J.R.R. Tolkien von einer großen südafrikanischen Tarantel gebissen. Bedenkt man Kankra, aber auch die Spinnen in „Der Hobbit“, dann darf man wohl davon ausgehen, dass dies bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Der hat den Kürzesten

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15. Beren & Luthien

Auf dem Grabstein von J.R.R. und Edith Tolkien sind auch die Namen zweier Mittelerde-Figuren zu finden: Beren bei J.R.R. und Luthien bei Edith. Dies sind zwei Figuren aus den zahlreichen Appendixen, die lange Zeit vor dem Ringkrieg gelebt haben. Beren und Luthien erinnern an Aragorn und Arwen, waren doch auch sie ein menschlich-elbisches Paar.

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14. Der Zauberer

Als J.R.R. Tolkiens Sohn Michael sich der Armee anschloss, vermerkte er auf dem Antrag als Beruf seines Vaters „Zauberer“. In gewisser Weise hatte er Recht, hat Tolkien doch noch lange über den eigenen Tod hinaus mit seinen Geschichten die Menschen verzaubert.

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13. 27 Editionen

Beim Schreiben des Drehbuchs zur „Der Herr der Ringe“-Trilogie benutzten Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens insgesamt 27 Editionen des Romans, da sie Seiten entfernten, markierten oder anderweitig nutzten, um eine Struktur für ihre Drehbücher zu finden.

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12. Der Kürzeste

„Der Hobbit“ hat eine Laufzeit von 164 Minuten. Damit ist er der Kürzeste der bisherigen vier Filme. „Die Gefährten“ läuft 171 Minuten (Extended Edition: 218 Minuten), „Die zwei Türme“ läuft 172 Minuten (Extended Edition: 225 Minuten) und „Die Rückkehr des Königs“ läuft 192 Minuten (Extended Edition: 240 Minuten).

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11. Schlechte Gesellschaft

Der Höhlentroll, der in der Moria-Sequenz in „Die Gefährten“ zu sehen ist, ist laut Peter Jackson kein schlechter Kerl. Jackson erklärte: „Er ist nicht wirklich böse. Er hat sich nur auf die falsche Gesellschaft eingelassen.“

''Bin ich im Film dabei?''

10 bis 6...

10. „Bin ich im Film dabei?“

Sean Bean und Viggo Mortensen sind seit den Dreharbeiten zu „Der Herr der Ringe“ befreundet und verbringen jedes Jahr auch einen gemeinsamen Urlaub. Bei einem dieser Urlaube fragte Bean seinen Kumpel, ob er denke, dass Boromir in „Der Hobbit“ auftauchen könnte.

Viggo musste ihn enttäuschen, da die Filme etwa 80 Jahre vor der alten Trilogie spielen, tröstete ihn aber: „Meine Figur ist zu der Zeit etwa 16 Jahre alt.“ So gut Viggo Mortensen auch ist, als 16-Jähriger geht er nicht mehr durch.

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9. Geborene Reiter?

Gimli ist kein begnadeter Reiter, auch wenn er von sich behauptet, einer zu sein. Er erweckt tatsächlich den Eindruck, dass Zwerge gar nicht reiten. Doch weit gefehlt. Die 13 Zwerge aus „Der Hobbit“ sind mit Ponys unterwegs.

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8. Er traf Tolkien

Es gibt nur ein Mitglied der Produktion der „Herr der Ringe“- und „Hobbit“-Filme, das tatsächlich J.R.R. Tolkien persönlich getroffen hat: Christopher Lee. Er erzählte „The One Ring Net“: „Ich traf Tolkien in Oxford. Wir sprachen ein paar Minuten miteinander. Ich glaube, er war ein Genie, weil er eine ganze Welt erfunden hat.

Andere Autoren haben das auch, aber Tolkien war einzigartig. Er hat nicht nur die Welt und die Völker erfunden, sondern ihnen auch neue Sprachen gegeben, die man tatsächlich auch lernen kann! Es gibt zwei elbische Sprachen. Die eine heißt Quenya und basiert auf dem Finnischen, die andere ist Sindarin, das auf dem Walisischen basiert. Tolkien sprach all diese Sprachen.“

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7. Gandalf und Harry Potter

Als Harry in „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ Dumbledores Raum betritt, kann man einige Gemälde anderer Zauberer an der Wand sehen. Manche behaupten, auf dem Gemälde in der Mitte sei Gandalf abgebildet. Darüber lässt sich aber sicherlich streiten.

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6. Angst vor Ents?

Peter Jackson leidet an Entomophobie. Nein, das ist nicht die Angst vor Ents. Dies ist eine Phobie vor Insekten. Umso ironischer ist, dass Jackson seine Firma Weta nannte. Ein Weta ist ein riesiges Insekt, dessen Wurzeln 180 Millionen Jahre zurückreichen und das eine Zeitlang als ausgestorben galt.

Kein Hobbit für die Nazis

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5. Nordisches Gedicht

Die Namen für seine Zwerge entlieh J.R.R. Tolkien einem alten nordischen Gedicht, dem „Gylfaginning“, einer Skalden-Dichtung, die den Hauptteil der prosaischen Snorra-Edda darstellt.

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4. Led Zeppelin

Die britische Rockband Led Zeppelin hat drei Songs, in denen auf „Der Herr der Ringe“ eingegangen wird. In „Ramble On“ werden sowohl Mordor als auch Gollum erwähnt, in „The Battle of Evermore“ tauchen die Ringgeister auf und in „Misty Mountain Top“ gibt der Titel schon vor, wovon der Song erzählt: vom Nebelgebirge.

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3. Der Terminus „Hobbit“

Gemeinhin denkt man, dass J.R.R. Tolkien das Wort „Hobbit“ erfunden hat. Die 2003er-Ausgabe des „Oxford English Dictionary“ erklärt jedoch, dass das Wort in einem Buch über Folklore aus dem 19. Jahrhundert vorkam und Teil einer Liste von obskuren Wörtern ist, die benutzt werden, um Feen oder kleine Leute zu beschreiben.

Heutzutage benutzt man den Begriff auch in der Anthropologie, nachdem die Überreste einer Menschenart auf einer Insel entdeckt wurden, die sehr klein war. Scheinbar schrumpften diese Menschen im Lauf der Evolution, da die Insel einen begrenzten Lebensraum darstellte.

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2. Großfüße

J.R.R. Tolkien hat in seinen Geschichten nie gesagt, dass Hobbits große Füße haben. In den meisten bildhaften Darstellungen der Auenlandbewohner werden sie jedoch mit disproportional großen Füßen gezeigt. Das Einzige, was Tolkien wirklich spezifiziert hatte, war das Fell, das die Hobbits auf den Füßen haben.

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1. Kein Hobbit für die Nazis

In Deutschland war J.R.R. Tolkien wegen seiner akademischen Schriften über alte germanische und nordische Kulturen populär. Als man in Deutschland eine Übersetzung von „Der Hobbit“ herausgeben wollte, verweigerte Tolkien die Zustimmung dazu.

Denn gemäß nationalsozialistischen Gesetzen wurde Tolkien schriftlich darum gebeten, nachzuweisen, dass er Arier ist. Tolkien reagierte darauf, indem er einen Brief zurückschrieb und sein Bedauern darüber ausdrückte, dass er keine jüdischen Vorfahren habe. Tolkien war von Nazi-Deutschland angewidert und nannte Hitler einen „dümmlichen, kleinen Ignoranten.“ Der Roman wurde erst 1957 in deutscher Sprache verlegt.