In einem erstaunlich ehrlichen Featurette spricht Regisseur Peter Jackson über die Probleme, die er und das Team bei den Dreharbeiten zur Hobbit-Trilogie hatten und die Fehler, die dabei gemacht wurden.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere - Peter Jackson: Ich hatte keine Ahnung, was ich tat

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"Also, als Erstes gibt es Kaffee und dann gehen wir essen" "Und was ist mit Tee?"
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Eigentlich wollte Peter Jackson gar nicht mehr bei einer J.R.R. Tolkien-Verfilmung Regie führen. Die damals noch als Zweiteiler geplante Verfilmung von Der Hobbit sollte Guillermo del Toro übernehmen, der auch bereits zwei Jahre in die Planungen investiert hatte. Doch am 29. Mai 2010, kurz vor Beginn der Dreharbeiten, verkündete er seinen Rücktritt. Wie so oft hatte sich Del Toro zu viele Projekte aufgehalst und die Verschiebung der Dreharbeiten aufgrund der Pleite des produzierenden Studios MGM gefährdete den Terminkalender aller seiner Projekte. So zog Del Toro die Reißleine und stieg mit schwerem Herzen aus. Das Ruder musste wieder einmal Jackson übernehmen. Und Jackson hatte natürlich im Gegensatz zur Herr der Ringe-Trilogie nicht genügend Vorbereitungszeit für die Hobbit-Filme.

"Weil Guillermo Del Toto gehen musste und ich einsprang und die Führung übernahm, haben wir nicht etwa die Uhr um eineinhalb Jahre zurückgedreht, um den Film umzuplanen", so Jackson. "Es war unmöglich. Und weil es unmöglich war, habe ich einfach zu drehen begonnen, während das Meiste davon nicht einmal vorbereitet war."

Peter Jackson sprang für Guillermo del Toro ein und wusste nicht, was er tun sollte

So ging Jackson tagein, tagaus an das Set und improvisierte regelrecht bei dieser Multimillionen-Dollar-Produktion. Nicht einmal das Drehbuch war in einer Verfassung, die Jackson, seine Frau Fran Walsh und Philippa Boyens abgesegnet hätten. Alles ging soweit gut, bis sie an den Punkt ankamen, wo die Schlacht der Fünf Heere stattfinden sollte. Das war dann doch zuviel des Guten. Hier konnte man nicht mehr länger improvisieren, sondern musste alles akribisch bis ins Detail planen. Daher wurde Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere um ganze fünf Monate nach hinten verlegt.

"Wir hatten 2012 rund zwei Monate für den Dreh anberaumt und an einem Punkt , als wir uns der Schlacht näherten, ging ich zu unseren Produzenten und zum Studio und sagte, 'Weil ich nicht weiß, was ich gerade tue, weil ich keine Storyboards und keine Vorbereitung habe, warum hören wir nicht eher auf?' Und was diese Verschiebung einem gab, war die Zeit, die der Regisseur braucht, um seinen Kopf klar zu bekommen und etwas Zeit für sich, um sich für die Schlacht inspirieren zu lassen. Und schließlich wirklich etwas zusammenzustellen."

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere erscheint am 26. November dieses Jahres als Extended Edition.

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