Kaum jemand dürfte noch "ach, wirklich?" ausrufen, wenn man feststellt, dass Animationsfilme schon lange keine geschlossene Kinderveranstaltung mehr sind. Der größte Beweis hierfür trägt natürlich das Pixar-Logo, doch auch z.B. die Stop Motion-Filme von Henry Selick, wie z.B. "Coraline" oder "A Nightmare Before Christmas", können Jung und Alt an den Kinokassen vereinen.
"Der fantastische Mr. Fox" nun platziert sich ebenfalls in der Henry Selick-Abteilung und erfreut als farbenprächtiges Stop Motion-Abenteuer, das selbst -oder wahlweise auch gerade- in Anbetracht hyperrealistischer CGI-Animationen eine schier magische Freude an detailversessener Einzelbild-Photographie entfachen kann. Die einzigen Leute, die diesen Mr. Fox nicht in ihr Herz schließen werden, sind fiese Bauern mit Namen wie Grimm, Gräulich oder Grob.
"Der fantastische Mr. Fox" begeistert mit Witz, Energie und quirliger Fröhlichkeit; ein überaus charmanter Hit am Animations-Himmel!FazitJene drei Bauern sind nämlich die erklärten Feinde von Mr. Fox, einem strammen Hühnerdieb, und setzen alles daran, ihr gebeuteltes Federvieh vor weiteren Beißattacken zu schützen. Eigentlich ist Mr. Fox ja der Mittelpunkt einer zugleich beschaulichen und langweiligen Familienidylle, doch irgendwann bricht einfach das Tier im Tier hervor. Zusammen mit einem verpeilten Opossum geht es auf Caper-mässige Beutezüge und schon sind wir mitten in einer wilden Mischung aus schlauem Humor, wüsten Shootouts, munteren Tanzeinlagen und herzerweichender Familientragik.
Fox'ens Eleven: George Clooney spricht im Original den dandyhaften Fuchs."Der fantastische Mr. Fox" ist ein immer wieder überraschender und Haken schlagender Film, der seinem Regisseur, Wes Anderson, wie auf den Leib geschrieben ist. Das große Thema bei Anderson war schon immer die verschrobene, dysfunktionale Familie, zwei seiner prägnantesten Merkmale sind die liebevolle Zeichnung schrulliger Außenseiter und der Einsatz eines leichten, verspielten offbeat-Humors, und selbst Animationen sind, siehe "Die Tiefseetaucher", kein Neuland mehr. Kaum blickt man hier etwas schief und schon wird "Der fantastische Mr. Fox" zur Fell-Ausgabe von " Die Royal Tenenbaums".
Die inhaltliche Vorlage des Films stammt von Roald Dahl und es scheint fast so, als hätten sich hier zwei gefunden. Diese homogene Nähe zwischen morbider Dunkelheit und fröhlicher Sonne, diese kindliche Ader für sorgloses Herumprobieren, dieses Händchen für klare, spannende Charaktere, dieser charmante und fantasievolle Ideenreichtum - all das ist hier wie dort in üppiger Fülle vertreten. Anderson bleibt der Geschichte einerseits äußerst treu und versteht es doch ebenso, z.B. über die Herausarbeitung der Familienbeziehungen oder die schillernde Visualisierung des Geschehens, seiner eigenen Handschrift ebenbürtiges Gewicht zu verleihen.
Regie: Wes AndersonGenre:AnimationFilmstart: Spieldauer: 90 min
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Völlig mir unverständliche Wertung. Leider.