Die Animeverfilmung Death Note wird noch diesen Freitag über Netflix verfügbar sein. Fast wäre es aber nicht so gekommen, denn das ursprünglich bei Warner Bros. befindliche Projekt wäre um ein Haar eingestellt worden.

Jahrelang befand sich die Animeverfilmung zu Death Note in den Händen der Verantwortlichen bei Warner Bros.. Doch das Studio hatte wohl kein allzu großes Vertrauen in einen Erfolg, weswegen das Projekt genauso wie David Ayers Bright von Warner Bros. zu Netflix wechselte.

Die richtige Entscheidung, wie Regisseur Adam Wingard findet. Bevor der Horror-Spezialist (You’re Next, The Guest) hinzustieß, waren vor ihm Shane Black und Gus Van Sant als Regisseure mit dem Projekt betraut. Wingard strebte von Anfang an ein R-Rating an, da er wusste, dass das Budget niedrig sein würde. Es gab im Grunde also keine allzu hohe Risiken. Umso größer saß der Schock, als Wingard von seinem Manager erfuhr, dass Warner Bros. das Projekt fallen lassen wollten.

"Es kam wie aus dem Nichts", so der Filmemacher. "Das darf nicht passieren, dachte ich mir. Niemand wird die Produktion aufgreifen, dafür ist sie zu bizarr, dachte ich mir zunächst. Und nicht gerade günstig. Es gab Interessenten, aber einige Studios wollten noch weniger investieren, obwohl wir es bereits so günstig wie möglich hielten. Aber innerhalb von ein, zwei Tagen kam Netflix ins Spiel. Dieser Film existiert nur, weil wir in Zeiten leben, wo es Unternehmen wie Netflix gibt, die genau nach Projekten wie diesem hier suchen. Projekte, die durchaus dem Mainstream entsprechen, aber nur ganz am Rande."

Andererseits muss man aber auch sagen, dass genau solche Projekte, sei es als Film oder als Serie, auch den Untergang des Streaming-Dienstes bedeuten könnten.

Synopsis

Basierend auf dem erfolgreichen Manga von Tsugumi Ohba und Takeshi Obata, folgt Death Note den Spuren des High-School-Schülers Light Turner, dem ein übernatürliches Notizbuch in die Hände fällt. Langsam erkennt er, welch ungeheure Macht dem Buch innewohnt: Wenn der Besitzer den vollen Namen hinein schreibt und sich dabei das Gesicht der Person vorstellt, wird der- oder diejenige sterben. Von seinen neuen gottgleichen Kräften in den Bann gezogen, tötet Light all jene, denen er das Recht zu Leben abspricht.

Drehbuchautor Jeremy Slater, der gemeinsam mit Anthony Bargarozzi, Charley Parlapanides, Vlas Parlapanides, Chuck Mondry und Kyle Killen für das Drehbuch der US-Verfilmung zuständig ist, beschrieb den Film in einem früheren Interview als "Heat mit Teenagern". Was zunächst seltsam anmutet, könnte durchaus funktionieren. In der Netflix-Produktion übernimmt Nat Wolff die Rolle von Light Turner, während Lakeith Stanfield L spielt.

Death Note ist ab dem kommenden Freitag, 25. August, auf Netflix abrufbar.