Wer sich leider nicht zu den Glücklichen zählte konnte, die auf den Fan-Events in Los Angeles und New York den kompletten Deadpool-Streifen sehen durften, braucht nicht traurig sein, denn ein Gutes hat das Ganze trotzdem: Die Macher sprachen nach der Aufführung ausführlich über den Film.

Deadpool - Ryan Reynolds, Tim Miller, Rob Liefeld und Stan Lee sprechen über Deadpool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 24/271/27
Deadpool wird definitiv ein durchgeknalltes Erlebnis
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Mit den beiden überraschenden Vorführungen des gesamten Films im Rahmen der Fan Appreciation VSauce Event in New York und Los Angeles haben die Verantwortlichen ja bereits die Herzen der anwesenden Fans gewonnen. Vor allem nachdem sich der Film für viele unter ihnen als grandios herausstellte. Noch besser wird das Ganze aber, wenn man liest, was Deadpool Ryan Reynolds, Regisseur Tim Miller, Schöpfer Rob Liefeld und Marvel-Legende Stan Lee im anschließenden Q&A zu sagen hatten.

Hauptdarsteller Ryan Reynolds

Für Hauptdarsteller Ryan Reynolds ging mit Deadpool ein Traum in Erfüllung. Ein Traum, den er elf Jahre lang verfolgte. tatsächlich hatte er bereits 2004 für einen Deadpool-Film unterschrieben. Doch so wirklich wollte sich nichts tun an der Front. Bis das Demo Reel von Regisseur Tim Miller und Blur Studio von der Comic Con leakte. Daraufhin ging alles ganz schnell.

"Jede Sekunde, die ich damit verbringen konnte, diesen Film zu machen, ein Teil davon zu sein, das Makeup und das Kostüm zu tragen - dieser ganze Mist, der normalerweise ziemlich ermüdend ist - ich konnte mich zu keiner Sekunde darüber beschweren."

Am Ende habe das Team so viel abgedreht, so viel Material zusammenbekommen, dass es nicht alles in den Film geschafft hat. Selbst, wenn es gutes Material war.

"Dieser Film wird eine ganze Ladung an DVD-Extras haben", so Reynolds. "für jeden Witz im Film gibt es wahrscheinlich drei bis zehn Alternativen. Wir haben so viele unterschiedliche Dinge ausprobiert. Es war herzzerbrechend, weil man nicht alles reinpacken kann. Wir saßen Monate im Schnittraum und gingen schmerzerfüllt durch den Film - man muss einige Lieblinge auf der Strecke lassen."

Deadpool - Ryan Reynolds, Tim Miller, Rob Liefeld und Stan Lee sprechen über Deadpool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 24/271/27
T.J. Miller ist fest im Griff
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der Grund sei auch ganz einfach: "Es gab Momente, wo einige Witze durch das ganze Gelächter einfach verschwunden sind. Einer meiner Lieblingswitze wurde dadurch einfach überrollt - man konnte ihn nicht einmal hören."

Das nennt man dann wohl Jammern auf hohem Niveau.

Regisseur Tim Miller

Dem kann Regisseur Tim Miller nur beipflichten. Für ihn begann der wahre Kampf erst beim Schnitt.

"Es gab so einiges, um ehrlich zu sein", so Miller über die Menge, die aus dem Film geschnitten wurde. Nicht nur Witziges, sondern auch einige Kampfszenen, die getrimmt werden mussten. Exemplariwch für die vulgäre Sprache sei allerdings ganz besonders eine Bar-Szene. "Diese Bar-Szene war ganz besonders böse und schwer verdaulich für gewisse Leute, weil sich T.J. Miller und Ryan Reynolds zusammengesetzt und eine Version der Szene geschrieben haben, bei der wir sagten, 'Oh mein Gott, das geht zu weit.' Ich meine, so viele Leuten hätte diese Szenen sauer aufgestossen - wir konnten es nicht tun. Es war einfach nur böse und so sagte ich, 'Das müssen wir nicht tun.'"

Schöpfer Rob Liefeld

Auch wenn es nicht alles in den Film geschafft hat, stellt dieser Deadpool die bestmögliche Version für Schöpfer Rob Liefeld dar - ein größeres Kompliment könnte es für einen Filmemacher gar nicht geben.

Deadpool - Ryan Reynolds, Tim Miller, Rob Liefeld und Stan Lee sprechen über Deadpool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 24/271/27
Deadpool fackelt nicht lange
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

"Es ist das zweite Mal, dass ich den Film sehe und es war sogar besser als beim ersten Mal", so Liefeld. "Das hört sich nach etwas an, das Deadpool sagen würde. Dieser Film kommt 25 Jahre nachdem wir Deadpool das erste Mal bei Marvel herausgebracht hatten und man könnte kein besseres Geschenk als Deadpool-Fan erhalten. Und ich habe die Geschichten 25 Jahre lang kommen und gehen sehen - und Rhett Reese und Paul Wernick [die Drehbuchautoren] werden euch versichern - 2009 bin ich regelrecht ausgeflippt, als ich das Drehbuch las, weil Deadpool niemals zuvor in einem Drehbuch besser war als hier. Was ihr gerade eben gesehen habt, ist die bestmögliche Version von Deadpool, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe."

Marvel-Legende Stan Lee

Und auch für eine weitere Person ist Deadpool das Beste in einem bestimmten Bereich - nämlich im Bereich Cameo-Auftritte. Und die Person ist niemand Geringerer als Stan Lee, seines Zeichens lebende Legende von Marvel.

"Diesen hier. So dumm bin ich nicht", so Lee auf die Frage, welcher seiner zahlreichen Cameo-Auftritte er als seinen persönlichen Favoriten sehe. Dennoch sei Deadpool trotz all der Bedenken der Macher für Lees Geschmack "nicht weit genug" gegangen. "Mehr Nacktheit" hätte er sich gewünscht. Und einen größeren Cameo-Auftritt.

Man darf also darauf gespannt sein, wie Stan Lees Auftritt in Deadpool ausgefallen ist.

Deadpool startet hierzulande am 11. Februar dieses Jahres in den Kinos.

Deadpool - Bilder aus der brutalen Superhelden-Komödie

Klicken, um Bilderstrecke zu starten (15 Bilder)

Deadpool - Bilder aus der brutalen Superhelden-Komödie

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 10/251/25
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Aktuellstes Video zu Deadpool

Deadpool - Interview mit Ryan Reynolds5 weitere Videos