In zwei separaten Interviews sprachen Gina Carano und Ryan Reynolds über den wahrscheinlich coolsten Film, der kommendes Jahr die Leinwände erobern wird - Deadpool. Carano sprach hauptsächlich über ihre Rolle Angel Dust, während Reynolds den nicht ganz jugendfreien Sex thematisierte.

Deadpool - Gina Carano spricht über Angel Dust, Ryan Reynolds spricht über Sex

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Wer wird denn gleich an die Decke gehen?
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Wade Wilson a.k.a. Deadpool wird in seinem ersten vollwertigen Film gegen die Super-Söldner Ajax und Angel Dust antreten müssen. Ironischerweise sind sie es, die Wilson erst zu Deadpool gemacht haben. Für Gina Carano sei die stumme Angel Dust für Ajax das, was Joe Pesci für Robert De Niro darstelle. Caranos Rolle Angel Dust trage auch nicht umsonst diesen Namen, der ein Synonym für Phenyl-Cyclidin-Piperidin, kurz PCP ist - eine Droge, die unter anderem Schmerzunempfindlichkeit, Rastlosigkeit und Aggressionen auslösen soll. So verfüge auch Angel Dust über eine extreme Stärke und viel Adrenalin.

Besonders anstrengend sei der Kampf gegen Colossus gewesen. Darsteller Andre Tricoteux wird im Film schließlich von einem komplett computeranimierten Colossus ersetzt. "Ich musste die Kampfszene einmal mit ihm drehen und sie dann noch einmal alleine spielen, wobei ich mir anfangs etwas blöd vorkam", so Carano. "Ich sehe so aus, als würde ich mit diesem massiven Ding kämpfen, das nicht da ist und das Ganze ist wie ein seltsamer Tanz. Aber alle kamen zu mir und sagten, 'Es ist wirklich cool, zu sehen, wie du es alleine machst.' [...] Ich hab kein Problem mit der CGI-Arbeit. Zu Beginn war ich etwas skeptisch. Manchmal sieht man CGI und denkt sich, 'Ähh...'. Normalerweise kämpfe ich lieber mit jemanden und habe es flüssig und physisch. Aber das ist so ein cooler Job. Ich bin begeistert."

Offenbar wird Carano gegen alle möglichen Charaktere kämpfen, so auch gegen Brianna Hildebrands Ellie Phimister a.k.a. Negasonic Teenage Warhead, nur nicht gegen Deadpool selbst.

Wahrscheinlich, weil er damit beschäftigt ist, Sex zu haben. Bekanntlich soll Deadpool eine ziemlich abgefahrene Sexszene beinhalten. Für Reynolds war sie sogar ein wenig zu exzessiv. "Wir haben etwas Sexualität im Film", so Reynolds. "Es gab Momente beim Dreh, wo ich mir dachte, 'Das ist ein wenig, äh, zu exzessiv. Das ist eine Comicverfilmung. Werden wir damit davonkommen?' Aber so weit, so gut. Das Studio hat uns noch nicht erschlagen."

Das Besondere an Deadpool sei für Reynolds vor allem der Umstand, dass der Film sich an ein erwachsenes Publikum richte: "Nun, in keiner Comicverfilmung, die ich gesehen habe, stirbt jemand. Ich meine, hey, auf jeden wird geschossen. Es ist wie eine Episode von A-Team, wisst ihr, wo jeder auf den Boden schießt. Und wir haben die Gelegenheit, es auf eine Weise zu machen, die den Vorgaben von Deadpool folgt - das heißt Durchbrechen der vierten Wand, eine gewisse Söldner-Sensibilität und Söldner-Humor und dann haben wir auch noch die seltene Gelegenheit, etwas zu tun, das nicht unbedingt für Kinder geeignet ist", so Reynolds. "Es gibt einige ziemlich gewagte, hyper-brutale Dinge, die in diesem Film geschehen und es hat eine Menge Spaß gemacht, die zu drehen."

Vielleicht wird Deadpool ja tatsächlich mehr als nur der coole Superheldenstreifen. Vielleicht ändert Deadpool die Vorstellung, wie eine Comicverfilmung / ein Superheldenstreifen zu sein hat.

Deadpool startet voraussichtlich am 11. Februar 2016 in den Kinos.

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