In einem Interview sprach Dead Risings Regisseur Zach Lipovsky über die kommende Spieleverfilmung und seinen Ansatz. So werde die Verfilmung von Capcoms Spiele-Reihe quasi Indiana Jones mit Zombies.

Dead Rising: Watchtower - Regisseur: Dead Rising wird Indiana Jones mit Zombies

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Indiana Jones mit Zombies? Na das kann ja heiter werden
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Nach insgesamt drei Teilen soll es Capcoms Zombie-Reihe Dead Rising auch nun auf die große Leinwand verschlagen. Und dafür hat Legendary Digital Media, eine Tochterfirma von Legendary Pictures Regisseur Zach Lipovsky engagiert, der bislang neben TV-Filmen noch Leprechaun: Origins inszenierte. Erfahrung mit Horrorthemen hat er also schon mal.

Und laut Lipovsky werde Dead Rising auch eine Menge neuer Energie in das (ausgelutschte) Zombiegenre einbringen. "Die Idee, dass man gebissen werden kann, und dennoch menschlich bleibt, solange man täglich seine Medizin einnimmt, ist interessant und dramatisch. Ähnlich dem sozialen Stigma mit HIV leben zu müssen", so Lipovsky. "Eine weitere tolle Sache aus dem Spiel ist, dass sich die Zombies ein wenig an ihre früheren Leben erinnern. Es hat etwas Gruseliges an sich, wenn man einen Zombie-Cop sieht, der seine Waffe abfeuert, oder eine Zombie-Mama, die einen Kinderwagen schiebt."

Besonders liebe er aber auch, dass die Epidemie nur innerhalb einer abgeriegelten Stadt stattfinde, während alle Welt gebannt vor dem TV zuschaut. Das bietet natürlich genug Raum für Sarkasmus, den Lipovsky auch nutzen will. So wolle er den Film als Abenteuer anlegen. Als eine Art Indiana Jones mit Zombies.

Eines der Merkmale von Dead Rising sind natürlich die Horden an Zombies, die über den Spieler hereinbrechen. Auch für Lipovsky sei eine Horde nur dann beängstigend, wenn man selbst mit einer Kettensäge nicht mehr durchbrechen könne. Aus finanziellen Gründen wird das Ganze aber wohl im kleineren Ausmaß stattfinden müssen. So wolle man sich auf Orte konzentrieren, in denen auch kleinere Zombie-Aufkommen noch den vollen Effekt hätten. Das sei ebenfalls ein Merkmal der Spiele.

Inhaltlich werde man sich zwar an Dead Rising halten, man übernehme aber keine Storyelemente aus den Spielen. "Der Film spielt während eines erneuten Ausbruchs in einer neuen Stadt mit neuen Helden. Es ist also keine direkte Adaption der Spiele, aber er passt in den Kanon der Reihe. Die Handlung findet zwischen dem Ausbruch in Fortune City aus Dead Rising 2 und dem Ausbruch in Los Perdidos aus Dead Rising 3 statt." Auch ein Wiedersehen mit einigen bekannten Figuren soll es geben.

Lipovsky verspricht einen der coolsten digitalen Filme im VOD-Bereich überhaupt, warnt aber gleichzeitig davor, einen 100-Millionen-Dollar-Streifen à la Michael Bay zu erwarten. Das werde Dead Rising auf keinen Fall. Doch ein kleines Budget bedeute eben auch viel kreative Freiheit und weniger Einschränkungen. Das bedeutet auch, dass man mit einem Gewalt-Level vom Schlage eines Braindead rechnen darf, wie Lipovsky mitteilt, in jedem Fall aber ein R-Rating.