Schon bei der „Resident Evil“-Reihe gab es berechtigte Kritik, dass der Film mit den Spielen nur wenig gemein hat. Bei „Dead Rising: Watchtower“, der zwischen dem zweiten und dritten Spiel stattfinden soll, ist es noch dramatischer. Im Grunde ist dies ein x-beliebiger Zombie-Film, dem man den Titel verpasst hat, da ein gewisser Wert damit einhergeht. Man muss aber weder die Spiele kennen, noch hat da Ganze etwas damit zu tun. Abgesehen von den Zombies – und dem Medikament Zombrex.

Dead Rising: Watchtower - Official Trailer

In den USA gab es bereits mehrere Zombie-Outbreaks, aber man hat ein Mittel, mit dem auch diese Infektion in Schach gehalten werden kann. Dennoch wird eine Stadt abgeriegelt, in der sich Reporter Chase Carter befindet. Und dieser wird Zeuge davon, wie das Medikament Zombrex versagt. Menschen werden damit behandelt, verwandeln sich aber dennoch in Zombies.

Chase berichtet via Handy davon, was ungeahnte Folgen mit sich bringt. Da die Gefahr besteht, dass der Virus nun auch über die Luft übertragen werden könnte, wird alles abgeriegelt. Niemand kommt raus oder rein. Für die Überlebenden haben nun nicht nur das Problem, dass ihnen die Untoten an den Leib wollen und durchgedrehte Biker mordend um sich ziehen, sondern dass da Militär auch den Abwurf einer Bombe plant, um die Epidemie einzugrenzen…

Dead Rising: Watchtower - Der Film zum indizierten Zombie-Gemetzel

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Der Film zum Spiel. Aber stimmt die Aussage denn auch?
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Aufwendig

Was „Dead Rising: Watchtower“ von üblichen Zombie-Filmen unterscheidet, wie es sie Monat für Monat zuhauf auf DVD gibt, ist der Umstand, dass der von Lorenzo di Bonaventura für Legendary Digital Media produzierte Streifen deutlich teurer ist, als das bei den meisten B-Gurken der Fall ist. Sicher, mit den ganz großen Kinoproduktionen kann es auch dieser Film nicht aufnehmen, aber man sieht ihm schon an, dass etwas Geld in die Hand genommen wurde.

Die Produktionswerte sind hoch, Make-up und Effekte gefällig und die Besetzung zwar nicht erstklassig, aber durchaus aus bekannten TV-Namen bestehend: Jesse Metcalfe („Desperate Housewives“), Dennis Haysbert („24“), Meghan Ory („Once Upon a Time“) und Virginia Madsen („Witches of East End“). Auch sie tragen dazu bei, den Film größer aussehen zu lassen, als er ist.

Packshot zu Dead Rising: WatchtowerDead Rising: Watchtower

Mal schnell, mal langsam

Bei den Zombies weiß man nie, woran man ist. Mal sind sie schnell, dann wieder unendlich langsam. Eine Erklärung dafür bleibt aus. Die bittere Wahrheit: Sie bewegen sich so schnell, wie es das Drehbuch gerade benötigt.

Dead Rising: Watchtower - Der Film zum indizierten Zombie-Gemetzel

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Zombies, Zombies, Zombies. Zumindest in der Hinsicht stimmen Spiel und Film überein.
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Dazu kommen aber zumindest auch ein paar ungewöhnlichere Ansätze, bekommt man doch schon am Anfang einen Polizisten-Zombie zu sehen, der sich daran erinnert, wie man eine Pistole benutzt. Die Action ist routiniert umgesetzt, ein paar Einstellungen erweisen dann auch den Games ihre Reverenz, mehrheitlich zieht der FX-Künstler Zach Lipovsky, der zuvor „Leprechaun: Originis“ inszeniert hat, sein eigenes Ding durch.

Nichts Neues in der Zombiestadt

„Dead Rising: Watchtower“ erfindet das Rad nicht neu. Hier und da gibt es Anflüge eines neuen Ansatzes, in der Regel verlässt man sich aber schon auf altbewährte Konventionen des Genres. Das reicht, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu halten, aber halt nicht über die gesamte Laufzeit.

Dead Rising: Watchtower - Erste Bilder aus der Videospielverfilmung

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Denn mit knapp zwei Stunden ist „Dead Rising: Watchtower“ etwas zu lang geraten. Eine epische Laufzeit ist ja toll. Wenn man auch etwas Episches zu erzählen hat. Hier wird aber zu häufig Wasser getreten. Eine Verschlankung hätte dem Stoff gut getan, ebenso wie die Konzentration aufs Wesentliche. Die an „Mad Max“ erinnernden Biker sind etwas zu überzogen!