Regisseur James Gunn sorgte in diesem Jahr für den erfolgreichsten unter den Marvel-Filmen - Guardians of the Galaxy. Im Zuge der Bluray- / DVD-Veröffentlichung seines Films sprach er in einem Interview auch über Warner Bros. und DC Entertainments DC-Universum.

James Gunn ist der Mann des Jahres für Marvel Studios. Er hat geschafft, was vielleicht keinem anderen auf diese Weise gelungen wäre. Er hat mit Guardians of the Galaxy ein neues Franchise innerhalb des Marvel Cinematic Universe gestartet, das sich zum erfolgreichsten Comicverfilmung des Jahres gemausert hat. Damit dürfte Gunn bei den Fortsetzungen weitesgehend freie Hand haben.

Im Interview kam dann natürlich auch die obligatorische Frage nach der Konkurrenz auf. Wie man weiß, hat Warner Bros' CEO Kevin Tsujihara auf dem Time Warner Investor Day die Roadmap des DC-Universums offengelegt. Der Plan sieht es vor, bis 2020 rund 11 Comicverfilmungen ins Kino zu bringen. Darunter natürlich auch zwei 'Justice League'-Streifen. Fest steht, dass Warner Bros. und DC Entertainment an ihrem DC-Universum arbeiten. Die Frage bei den beiden 'Justice League'-Streifen lautet nur, wen man als den ultimativen Bösewicht einführen will, gegen den die mächtige Justice League zu Felde ziehen soll.

In Frage käme dem Kenner da eigentlich nur einer - Darkseid. Darkseid, ursprünglich Uxas, bevor er seinen Bruder Drax ermordet, sich der Omega-Kraft bemächtigt, und den Thron von Apokolips bestiegen hat, tritt im DC-Universum ebenfalls als Drahtzieher im Hintergrund auf, und hält sich selbst für einen Gott.

In den Comics ist Thanos später eingeführt, und Darkseid als Inspirationsquelle genannt worden. Umgekehrt hat Marvel Studios Thanos bereits im Marvel Cinematic Universe eingeführt, während Warner Bros. und DC Entertainment noch nicht mal den ersten 'Justice League'-Streifen veröffentlicht haben. Kann man da überhaupt noch auf Darkseid als ultimativen Bösewicht zurückgreifen? "Das wäre ziemlich seltsam", so Gunn. "Das wäre eine seltsame Wahl."

Überhaupt scheint Gunn auch noch nicht wirklich überzeugt von der Liste an Filmen zu sein, die Warner Bros. und DC Entertainment angekündigt haben. "Die Wahrheit ist, das ist eine Liste an Filmen, und wenn sie gut gemacht werden, dann sind sie gut. Und wenn sie nicht gut gemacht werden, dann sind sie nicht gut. Aber ich denke, wir [damit meint Gunn wohl sich und Marvel] haben etwas mehr Ahnung von dem, was wir mit Marvel erreichen wollen. Ich meine, wir kennen die Schauspieler, wir kennen die Charaktere - wir haben Filme mit diesen Charakteren gesehen. Man hat bereits eine Vorstellung davon, was los ist. Wir haben bereits einen großen Teil der Geschichte erzählt. Bei DC, sie haben noch gar nicht damit angefangen, die Geschichte zu erzählen."