In einem Interview sprach Warner Bros.' CEO Kevin Tusjihara, dessen Studio mit DC Entertainment an der Verwirklichung des DC Cinematic Universe arbeitet, dass DC-Filme kantiger als ihre Marvel-Pedanten seien.

DC-Universum - Warner Bros.' CEO Kevin Tsujihara: DC-Filme sind kantiger als Marvel-Filme

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Christopher Nolans Dark Knight-Trilogie ist das perfekte Beispiel für eine geerdete Comicverfilmung
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Marvel Studios hat gerade erst den dritten Trailer zu The Avengers: Age of Ultron veröffentlicht und damit mal wieder das Internet in die Knie gezwungen. Der bombastische Trailer verspricht nicht weniger als DEN Blockbuster des Jahres. Können da Warner Bros. und DC Entertainment überhaupt dagegenhalten? Oder anders gefragt, interessiert sich bei der Flut an hochqualitativem Marvel-Output überhaupt noch jemand für Comicverfilmungen anderer Studios? Sogar Sony Pictures, die eigentlich ein Gegenpol mit ihrem Spider-Man-Universum entwickeln wollten, sind bereits eingeknickt und produzieren den nächsten Spider-Man mit Marvel Studios gemeinsam.

Doch Warner Bros.' CEO Kevin Tsujihara sieht noch viel Spielraum nach oben. "Der Schlüssel ist der, dass die Filme, die TV-Serien und die Spiele allesamt unterschiedlich aussehen... Man muss in der Lage sein, die Vielfältigkeit dieser Charaktere einzufangen und zu nutzen", so Tsujihara auf der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference. "Die Welten von DC sind sehr verschieden. Sie sind stark in der Realität verwurzelt, und sie sind etwas kantiger als die Filme von Marvel."

Das gilt natürlich ganz besonders für die Dark Knight-Trilogie von Regisseur Christopher Nolan. Nichts aus dieser Welt wäre dermaßen übertrieben oder allzu fantastisch als dass es nicht auch in der Realität Fuß fassen könnte. Das kann man zwar von Zack Snyders Man of Steel nicht behaupten, dessen Prämisse bereits völlig fern der Realität angesiedelt ist, doch dafür setzt hier Snyder mehr auf Charakterenwicklung denn Bombast. Dagegen wirken die Marvel-Streifen tatsächlich immer eine Spur bunter.

Allein schon aus diesem Grund sind die beiden Lager so grundverschieden, dass sie sich bis auf die Grundthematik der Superhelden kaum in die Quere kommen sollten. Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone konnten beide schließlich auch nahezu unbehelligt voneinander ihre Äktschn-Streifen drehen.

Zudem sei das Publikum von heute durchaus bewandter in der Materie und wisse Bescheid über die unterschiedlichen Superhelden und das Genre der Comicverfilmungen. "Die großen Franchises werden mehr und mehr wertvoll. Man muss dem Konsumenten nicht mehr erklären, was ein Batman v Superman ist."

Wie sieht es da bei euch aus? Schaut ihr euch jede Comicverfilmung an? Oder macht ihr da einen Unterschied und schaut euch nur Filme von Marvel Studios oder von Warner Bros. / DC an? Welcher Stil gefällt euch momentan mehr?