Mit dem Rückzug des bisherigen kreativen Leiters des DC Extended Universe, Zack Synder, aus privaten Gründen stand das filmische Universum von Warner Bros. und DC Films seit Monaten auf wackeligen Beinen und unter provisorischer Leitung. Nun wurde ein neuer kreativer Leiter bestimmt, der das Rad neu drehen soll.

DC Extended Universe - Warner Bros. bestimmt neue kreative Leitung für das DC-Universum

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Kann das DC Extended Universe überhaupt noch gerettet werden?
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Der erfolgreichste Film des Marvel Cinematic Universe ist Marvel's The Avengers mit einem Einspielergebnis von 1,52 Milliarden Dollar. Das erfolgreichste Pendant des DC Extended Universe ist der Quasi-Justice-League-Streifen Batman v Superman: Dawn of Justice mit rund 871 Millionen Dollar. Die Kräfteverhältnisse sind klar und deutlich. Denn mit weltweit rund 652 Millionen Dollar Einspiel blieb der erste komplette Auftritt der Justice League weit hinter den Erwartungen zurück - finanziell wie künstlerisch.

Und Boden gutmachen werden Warner Bros. und DC Films so schnell auch nicht können, der nächste Film innerhalb des DC Extended Universe, Aquaman von James Wan, erscheint erst am 20. Dezember dieses Jahres in den Kinos. Von Marvel Studios kommen im Jubiläumsjahr dagegen gleich drei Superheldenstreifen über das Jahr verteilt, darunter der erwartete Blockbuster The Avengers: Infinity War.

Es-Produzent soll es richten

Durch einen tragischen Todesfall in der Familie traten der bisherige kreative Leiter des DC Extended Universe, Zack Snyder, und seine Frau Deborah von ihren Positionen zurück. Die Nachdrehs bei Justice League musste kurzerhand Joss Whedon übernehmen, ehemaliger kreativer Leiter der Marvel Phasen eins und zwei beim Marvel Cinematic Universe. Es bestand gar das Gerücht, dass Whedon als kreativer Leiter für das filmische Universum bei Warner Bros. und DC Films einsteigen soll, statt nur einzelne Filme zu verantworten. Nach der Enttäuschung des Studios bei Batman v Superman: Dawn of Justice hatten DC Comics' COO Geoff Johns und Jon Berg die Leitung übernommen. Doch offenbar haben die Verantwortlichen nun einen in ihren Augen geeigneteren Kandidaten gefunden, nachdem Berg abgesprungen war: Es-Produzent Walter Hamada.

Hamada kommt eigentlich aus dem Horrorbereich und hat nicht nur den enormen Erfolg des Stephen-King-Remakes Es (698 Millionen Dollar Einspiel) verantwortet, er produzierte auch die nicht weniger erfolgreichen Conjuring-Filme und hat daher bereits mit Aquaman-Regisseur James Wan zusammengearbeitet.

"Walter Hamada ist kreativ, einfallsreich und strebt immer nach dem Besten. Diese Qualitäten wird er mitbringen, um unsere Superheldenstreifen zu leiten", so Toby Emmerich, COO von Warner Bros., in einem Statement.

Bleibt also zu hoffen, dass es mit Hamada endlich jemand bei Warner Bros. schafft, Disney und Marvel Studios das Wasser zu reichen.