Fast jeder Filmemacher würde nur allzu gern Teil des enorm erfolgreichen Marvel Cinematic Universe unter Marvel Studios' Präsident Kevin Feige sein. Nicht so Matthew Vaughn. Er bevorzugt das DC Extended Universe.

DC Extended Universe - Kingsman-Regisseur Matthew Vaughn würde lieber mit DC als mit Marvel arbeiten

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Matthew Vaughn mit seinen Stars am Set zu Kingsman: The Secret Service
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Einst kannte man Matthew Vaughn hierzulande nur als den Ehegatten von Claudia Schiffer. Mittlerweile gilt er als einer der erfolgreichsten Filmemacher mit Filmen wie X-Men: Erste Entscheidung, Kick-Ass und der Kingsman-Filme könnte locker sofort ein Gig bei Marvel Studios' Marvel Cinematic Universe landen - wenn er denn wollte. Will er aber nicht, wie Vaughn in einem Interview verriet. Dafür schlägt sein Herz für ein anderes filmisches Universum. Und das hat seinen Grund.

Von unten neu beginnen

"Es macht wesentlich mehr Spaß, an Franchises beteiligt zu sein, wenn sie sich in einem Allzeit-Tief befinden", erklärte Vaughn, "weil es dann leichter ist, einen guten Film zu machen. Wenn ich also an einigen der Superheldenstreifen da draußen mitwirke, wird es... na ja, wenn ich mich gut schlage, wird es wahrscheinlich besser laufen."

Und ausgerechnet die Erfahrung mit einem Franchise, das indirekt mit Marvel Studios zu tun hat, bestärkt den britischen Filmemacher darin, sich lieber auf Franchises einzulassen, die am Boden liegen: "Als ich X-Men: Erste Entscheidung machte, lag die Messlatte ziemlich weit unten. X-Men 3 war, und das ist keine Beleidigung, nicht wirklich ein fantastisches Werk. Es macht soviel mehr Spaß, etwas zu retten und neu zu definieren - ich wäre außerdem sehr viel mehr eingeschüchtert, wenn ich einen neuen Guardians of the Galaxy machen müsste."

Und so wie die Dinge stehen, würden Warner Bros. und DC Films Vaughn mit Kusshand empfangen. Justice League, der eigentlich als Höhepunkt gedachte vierte Film innerhalb des DC Extended Universe spielte trotz Starbesetzung und dem Leinwandebüt einiger Superhelden wie Jason Momoas Aquaman und Ezra Millers The Flash weltweit gerade mal 630 Millionen Dollar ein. Mehr dürften nicht mehr reinkommen, jetzt da Filme wie Star Wars: Episode VIII - Die letzten Jedi gestartet sind. Damit hat der Film weniger eingespielt als alle anderen bisherigen Filme des DC Extended Universe. Der bislang erfolgreichste Film stellt Patty Jenkins' Wonder Woman mit Gal Gadot als Amazone Diana Prince mit weltweit über 800 Millionen Dollar an Einspiel dar. Zeit, sich neu aufzustellen. Vielleicht mit Matthew Vaughn? Eigentlich wäre er genau der richtige Mann für Nightwing. Den inszeniert aber schon Chris McKay.