Ein verzaubertes Haus voll lustiger und skurriler Gestalten. Ein paar süße Tierchen und alles auch noch in schönstem 3D animiert. Hinzu kommen prominente Synchronsprecher – und schon rollt der Rubel. Ein Rezept, das bestens aufgehen könnte, wenn Matthias Schweighöfer einfach mal die Klappe halten würde!

Es gibt unfassbar gute Synchronsprecher auf dieser Welt. Und dieser Job ist wahrlich kein leichter. Man muss sich in eine Figur hineinversetzen, ihre Gefühle nachleben, obwohl man nur einzelne Sätze, manchmal nur einzelne Wörter, in einer kleinen schwarzen Kammer spricht, während man vor sich die Filmschnipsel sieht, die es zu synchronisieren gilt. Nicht umsonst ist der „Synchronsprecher“ ein eigenes Berufsbild.

Das magische Haus - Matthias Schweighöfer lässt die Katze aus dem Sack

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Der Film kommt bei uns am 22.05.2014 in die Kinos.
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Doch immer wieder versuchen sich Quereinsteiger in dieser Branche, die so viel Feingefühl beansprucht. Sänger, Schauspieler, die beliebte Alphabet-Prominenz, wo von A-Z alles dabei ist. Manche erledigen ihren Job durchaus gut, wie Anke Engelke als nerviger Fisch Dorie in „Findet Nemo“ oder Comedian Matze Knop, der durchweg eine tolle Performance bei Animationsfilmen abliefert.

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Es gibt aber auch diese Fälle, die zum Haare raufen sind. Cindy aus Marzahn in „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ ist zum Beispiel so ein Fall, die als schwabbelnde Affendame durchs Bild berlinerte und sich nicht einmal die Mühe gab, sich stimmlich der Figur anzupassen.

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Schweig, Höfer!

Auch Matthias Schweighöfer zählt als Schauspieler zur deutschen Top-Prominenz. Er darf diesmal der Katze Thunder in „Das magische Haus“ seine Stimme leihen. Und das tut er im wahrsten Sinne des Wortes: Er leiht ihr exakt seine Stimme, ohne irgendwelche Modifikationen. Für Matthias-Schweighöfer-Fans sicher ein Ohrenschmaus, für Animationsfans, die sich auf die Figuren einlassen wollen, hingegen ein Graus.

Anstatt der kleinen getigerten Katze sieht man ständig den blonden Lockenkopf vor sich, der in seinen Filmen stets den ewig gleichen Charakter verkörpert, mit dem er in seinen Baukasten-Lovestorys, die alle nach dem selben Schema verlaufen, immer wieder Frauen um den kleinen Finger wickelt. Bei ihm genügt scheinbar sein bübisches Grinsen, um jetzt auch noch als Synchronsprecher Fuß zu fassen.

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Leider scheint Matthias Schweighöfer mit seiner Aufgabe überfordert zu sein.
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Aber es gibt noch weitere Promis im Animationsspaß: Karoline Herfurth als Maus Maggie und Alec „Boss“ Völkel und Sascha „Hoss“ Vollmer (alias „Boss Hoss“) als Möbelpacker Mike und Mark, die ihren Job hingegen überraschend gut meistern. Dieter Hallervorden als Magier Lawrence klang zwar häufig wie sein schusseliges Alter Ego „Didi“; daraus ergaben sich aber für die Figur durchaus charmante Momente.

Knockout durch Katzenhaar

Und auch die recht simple Story von „Das magische Haus“ hat ihren Charme. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um ein Haus, das vor Magie nur so strotzt, für die der Zauberer Lawrence verantwortlich ist. Als dieser jedoch kurzzeitig ins Krankenhaus muss, möchte sein listiger Neffe Daniel, der zu den Top-Immobilienmaklern der Stadt gehört, die Villa von seinem Onkel gewinnbringend verkaufen.

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Im Original heißt der Film "The House of Magic".
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Damit würde er jedoch nicht nur seinen alten Onkel auf die Straße befördern, sondern auch die ganzen Wesen, die in dem Gebäude leben: Dazu gehören Tiere wie die Maus Maggie, der grummelige Hase Jack, die Turteltauben Karle und Klärle, aber auch Figuren und Maschinen, denen Lawrence auf magische Art und Weise Leben eingehaucht hat. So führt das kleine schusselige Glühbirnenmännchen Edison ebenso ein Eigenleben wie der Staubsauger Tyson oder die Prima-Ballerina Clara, die alle zu den „Gizmos“ gehören.

Süßer Animationsfilm mit sehr spaßigen 3D-Effekten. In Sachen Synchronisation sollte hier der Name allerdings Programm sein: Schweig, Höfer!Fazit lesen

Aber auch die Katze Thunder fand in dem magischen Haus kürzlich ein neues Zuhause – zum Leidwesen von Maggie und Jack, die dem Stubentiger misstrauisch gegenüberstehen und ihm deswegen ans Fell wollen. Dabei ist Thunder die perfekte Waffe im Kampf gegen den Immobilienhai Daniel, denn der hat eine Katzenhaarallergie…

3D aus dem Vergnügungspark

Mit vereinten Kräften müssen die magischen Wesen und listigen Tiere nun ihre Behausung beschützen. Eine einfache Geschichte, die es in dieser Form schon unzählige Male gab. Trotzdem lohnt sich – vor allem für Familien - ein Gang ins Kino, denn die 3D-Animationen machen einfach großen Spaß.

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Das magische Haus.
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Kein Wunder, denn „Das magische Haus“ beruht auf dem zwölfminütigen Kurzfilm „Das Spukhaus“, der für einen Vergnügungspark vor ungefähr zehn Jahren entstand. Damals noch in „4D“ produziert, also mit 3D-Projektion und zusätzlichen physischen Effekten wie Wind und Wasser im Kinosaal, kommt die Geschichte nun weltweit in 3D ins Kino.

Diese Wurzeln merkt man auch an den zahlreichen Ideen, die die Animatoren im Film verarbeiteten. Hier fragt man sich, warum nicht auch andere Animationsfilme diese Möglichkeiten ausgiebig nutzen. So wirkt der Film wie eine wilde Achterbahnfahrt, wenn die „Kamera“ aus der Ego-Perspektive Thunders Klettermarsch über einen Baum zeigt und mit ihm zusammen durch ein offenes Fenster ins Haus springt.

Ein Drache fliegt plötzlich durch den Kinosaal, gefolgt von Tauben und vielen anderen Dingen. Auch wirkt das gesamte Bild viel näher, nicht mehr auf die Leinwand gebannt, sondern alles spielt sich direkt vor den Augen des Zuschauers ab. Ein 3D-Effekt, der endlich mal rundum zu überzeugen weiß!