Die Grundidee von „Das Kind“ ist deutlich interessanter als das, was letzten Endes herausgekommen ist. Dass jemand sich daran erinnert, in einem früheren Leben ein Serienkiller gewesen zu sein, hat Dampf. Allerdings verpufft der ganz und gar, denn aus der interessanten Prämisse wird leider nichts herausgeholt.
Nach einem guten Anfang verflacht der Film zusehends und überzeugt dann nur noch, weil Dieter Hallervorden tatsächlich auch bedrohlich sein kann.FazitDer Strafverteidiger Robert Stern (Eric Roberts) wird von dem zehn Jahre alten Simon (Christian Träumer) zur Leiche eines Mannes geführt, der vor 15 Jahren ermordet wurde. Simon behauptet, er hätte ihn getötet: in seinem früheren Leben.
Natürlich hält Stern das für Quatsch, aber Simon kennt noch weitere Aufenthaltsorte bislang nicht entdeckter Leichen. Zugleich erhält der Anwalt eine Botschaft, nach der er innerhalb von 24 Stunden den wahren Mörder finden soll. Andernfalls wird man seine Ex-Frau ermorden. Als wäre das noch nicht genug, gibt es noch einen weiteren Anreiz. Denn man erklärt ihm, sein tot geglaubter Sohn lebe noch.
Zusammen mit dem Bordellbesitzer Borchert (Ben Becker) macht sich Stern auf die Suche nach dem Killer. Eine Suche, die ihn auf die Spur eines im Geheimen operierenden Pädophilen-Rings bringt.
Die Grundidee gefällt, aber davon abgesehen hat „Das Kind“ nicht viel zu bieten. Denn die Geschichte kommt ausgesprochen wirr daher. Wie die Hauptfigur Stern von Punkt A nach B kommt, wie das alles miteinander verbunden ist und wer am Ende wirklich der Killer ist, ist nie so ganz schlüssig. Außerdem können Leute mit feinem Gehör ohnehin schon früh sagen, wer der Killer ist, da man seine Stimme erkennen kann, als man seinen Gedanken in der Kirche lauscht.
Der deutsche Horrorfilm bleibt leider ziemlich konfus.Wo man anfangs noch elektrisiert ist, weil man wissen will, wie es weitergeht, bleibt schließlich kaum mehr als gepflegte Langeweile zurück. Dabei ist „Das Kind“ eine relativ aufwändige Produktion, die auch über ein namhaftes Ensemble verfügt.
Regie: Zsolt BácsGenre: ThrillerFilmstart:
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Da der gute Herr Fitzek, dessen Bücher ich wirklich durchweg empfehlen kann, am Drehbuch beteiligt war, dachte ich, ich würde mir eine gute Umsetzung anschauen, aber ... na ja... Weiß nicht, was ihn da geritten hat. Wahrscheinlich hatte die Produktionsfirma da noch ein Wörtchen mitzureden...
Fazit: Lest lieber das Buch!